Rundgang auf dem Markt der Retro Classics 2017

Die Retro Classics 2017 hat ein großes neues Thema: "Passione
Italiana" - das kann man auch im Angebot beobachten. Etwa bei den
drei Ferrari Testarossa und 512 TR. Ab 32.000 km auf der Uhr und ab
95.000 Euro teuer.
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Die Retro Classics 2017 hat ein großes neues Thema: "Passione Italiana" - das kann man auch im Angebot beobachten. Etwa bei den drei Ferrari Testarossa und 512 TR. Ab 32.000 km auf der Uhr und ab 95.000 Euro teuer.

© Kai Klauder
03.03.2017 - 21:10 Uhr von Kai Klauder

Die Retro Classics findet zwar in Stuttgart statt, doch in diesem Jahr gibt's neben Mercedes- und Porsche-Klassikern ein buntes Beiprogramm. Wir haben echte Raritäten zum Kaufen gefunden: Vom Duesenberg bis zum Sbarro und Ginetta Bi-Turbo.

Die Retro Classics 2017 läuft vom 2. bis 5. März in der Schwabenmetropole - und wie immer ist das Angebot an Mercedes- und Porsche-Klassikern groß und erschlagend. Doch neben den vielen angebotenen Elfern und R107, Pagoden und 356er haben wir auch echte Raritäten finden können. Das ist uns in diesem Jahr leichter gefallen, als bei den letzten Ausgaben der großen Klassiker-Messe.

Neuer Schwerpunkt: Passione Italiana

Die Retro Classics setzt mit Halle C2 einen neuen Schwerpunkt: Die Passione Italiana genannte Sonderhalle soll fortan zum festen Repertoire gehören, wie Messe-Veranstalter Karl-Ulrich Herrmann bei der Pressekonferenz betonte.

Auch in dem vielfältigen Angebot in den erstmals voll belegten Messehallen fällt bei näherem Hinsehen die große Menge an italienischen Klassikern auf: Neben dem oft vertretenen Fiat 500 konnten wir unter anderem ein wunderschönes Fiat 124 Sport Coupé von 1973 sichten.

Das grüne Coupé mit seinen 118 PS besitzt eine wunderschöne Ton-in-Ton-Innenausstattung. Der Zustand ist überzeugend, der Preis von 12.500 Euro liegt leicht über den 11.000 Euro, die Classic Analytics für ein Note 1-Exemplar angibt. Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick lässt sich dieser Betrag sicher noch erreichen oder unterbieten.

Porsche 928 S4 Strosek Ultra von dreifacher Wimbledon-Siegerin

Einen ganz besonderen Schatz haben wir auf der Galerie in Halle 1 gefunden. Ein knallroter Porsche 928 S4, allerdings kein gewöhnlicher. Wo schon ein "normaler" Strosek-Umbau für Aufsehen sorgt, setzt der Strosek Ultra noch einen drauf. Die nochmals verbreiterte Karosserie knackt die Zweimeter-Marke und wirkt trotzdem wie aus einem Guss.

Heute kann man sich mittlerweile wieder sehen lassen mit so einem auffälligen Umbau, doch 1989 waren die automobilen Kunstwerke von Strosek noch eher in der halbseidenen Gesellschaft verhaftet. Umso erstaunlicher, dass dieser Porsche von der ehemaligen Top-10-Tennisspielerin Helena Sukova bestellt wurde. Die tschechische Weltranglisten-Vierte gewann mit Martina Navratilova dreimal in Wimbledon das Doppel und bewegte den roten Renner in ihrer Heimatstadt Prag. Der Verkäufer besitzt alle Dokumente und ein Gutachten, das dem Wagen Note 1- bescheinigt. Aufgerufen werden 85.000 Euro.

500 Kilo leichtes Sbarro-Unikat

Ebenfalls in Halle 1 auf der Galerie steht ein Highlight der Messe: ein Sbarro ACA Bergspider aus dem Jahr 1966. Der 500 Kilo leichte Rennwagen basiert auf dem NSU TT-Chassis und gehört zu den Frühwerken des italienischen Extrem-Automobildesigners und Visionärs Franco Sbarro. Das restaurierte Auto besitzt nun einen 1300-Kubik-Vierzylinder mit standfesten 100 PS und wurde stark modifiziert.

Bei den Werten und der ultra-niedrigen Karosserie kann man sich schon den Fahrspaß ausmalen, ohne dass der heiß gemachte Vierzylinder gestartet wurde. 79.500 Euro soll das Einzelstück kosten.

Was wir bei unserem ersten Rundgang noch entdeckt und aufgestöbert haben, zeigen wir in der Fotoshow.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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