Seat Tarraco (2018)

Seat Tarraco 2018 SUV
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Seat Tarraco 2018 SUV

© Seat
20.02.2018 - 11:53 Uhr von Holger Wittich

Seat wird neben einen dritten SUV anbieten. Das Modell läuft im VW-Werk in Wolfsburg vom Band und hört jetzt offiziell auf den Namen Seat Tarraco. Der größte SUV der Marke kommt Ende 2018 auf den Markt. Jetzt hat Seat ein erstes, teils abgedunkeltes Bild gezeigt.

Schon darauf gut zu erkennen: Seat leistet sich neben der markentypischen Front und den charkteristischen Scheinwerfern einen ganz anderen Haubenverlauf als etwa Skoda beim Kodiaq. Vorne endet sie früher, dafür überbrückt die Frontmaske in Wagenfarbe den Abstand zwischen dem oberen Rand des Grills und der Haubenöffnung. Neu für die Marke: Der im Vergleich zum Ateca erheblich kräftiger umrahmte Kühlergrill, der von der Form her ein wenig an den des Ford Kuga erinnert. Außerdem hat der Tarraco Brüstungsspeigel – ihr Fuß sitzt im Türblech und nicht im Scheibeneck.

Den Namen des neuen Modells hatte auto motor und sport zunächst aus gut unterrichteten Kreisen erfahren. Wie Seat am 19. Februar 2018 mitteilte, wird der neue große SUV tatsächlich auf den Namen der römischen Kolonie Tarraco hören. Laut der spanischen VW-Marke hatten mehr als 35 Prozent der rund 150.000 Tielnehmer aus 134 Ländern für den Siegernamen gestimmt.

Ursprünglich sollte der Name des dritten SUV bereits im Oktober 2017 verkündet werden. Allerdings, so hieß es, wurde die Veröffentlichung des Namens wegen des Unabhängigkeitsreferendums Anfang Oktober und den anschließenden Ausschreitungen sowie der Flucht des katalonischen Regierungschef Puigdemont verschoben.

Zuvor durften Seat-Fans über den Namen des SUV abstimmen. Die Voraussetzung: „Es muss sich um eine spanische Ortsbezeichnung oder Gegend handeln, der Name muss zu den Seat Markenwerten und den Eigenschaften der Produkte passen und nicht zuletzt muss er in verschiedenen Sprachen einfach auszusprechen sein. In einer ersten Phase der Aktion wurde jeder Vorschlag berücksichtigt, unabhängig davon, wie viele eingehen.“ Unter seat.com/seekingname hatten bis zum 22.6.2017 insgesamt 133.332 Personen aus 106 Ländern ganze 10.130 Namensvorschläge eingereicht.

Seat Tarraco sollte längst bekannt gegeben werden

In Phase 2 kam es zur Vorauswahl an denen neben Seat-Experten und Namesfindungsspezialisten auch Kunden beteiligt sind. Hervorgegangen aus dieser Runde sind die Namensvorschläge Abrera, Alboran, Aran, Aranda, Avila, Donosti, Tarifa, Tarraco und Teide. Mit diesen Namensvorschlägen fanden Tests in verschiedenen Märkten statt, um zum Schluss vier Namen zu haben. Diese gab Seat auf der IAA 2017 bekannt. In die engere Auswahl kamen Alboran (Mittelmeer-Insel, Almería zugehörig), Aranda (Aragonien), Avila (Kastilien-León) oder Tarraco (Katalonien).

Der neue Seat Tarraco basiert auf der MQB-A2-Plattform des Konzerns und soll das künftige Flaggschiffmodell des spanischen Herstellers sein. Er wird ein Segment über dem Ateca positioniert und soll als 5- und 7-Sitzer angeboten werden. Er wird also so etwas wie die spanische Ausgabe des Skoda Kodiaq.

Während der Seat Arona auf der A0-Plattform basiert, die mit dem kommenden VW T-Cross (Polo-SUV) vergleichbar ist, baut der Ateca auf der A1-Plattform auf, die auch den neuen VW T-Roc (Golf-SUV) trägt. Die Entsprechung der MQB-(Modularer Querbaukasten)-A2-Plattform wäre dann der Tiguan Allspace mit sieben Sitzen. Dieser verfügt über einen Radstand von 2.791 Millimeter (+109 mm gegenüber dem Tiguan). Das entspricht auch exakt dem Radstand des Skoda Kodiaq.

Antriebseitig wird sich der neue Seat Tarraco aus dem Konzernregal bedienen und nur in der Basisausführung mit Vorderradantrieb auf den Markt kommen. Alle höher motorisierten Varianten erhalten Allrad. Die Kraftübertragung übernimmt in den schwächeren Modellen ein manuelles Schaltgetriebe, bei den stärkeren Version das DSG. In der Bildergalerie zeigen wir den Seat Arona.

Günstiger als Skoda Kodiaq und VW Tiguan Allspace?

Preise für den großen SUV hat uns Seat noch keine genannt. Prinzipiell dürfte der Seat Tarraco etwas günstiger werden als der VW Tiguan Allspace (mindestens 30.000 Euro) sowie der Skoda Kodiaq (mindestes 27.000 Euro). Wir rechnen mit einem Preis für das kommende Basismodell von etwa 22.000 bis 24.000 Euro. Zum Vergleich: Der kleinere Ateca startet bei rund 20.000 Euro.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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