Singer Dynamics and Lightweighting Study

Porsche-Veredler Singer aus den USA hat mit der Dynamics and
Lightweighting Study “DLS” das erste Leichtbau-Modell
vorgestellt.
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Porsche-Veredler Singer aus den USA hat mit der Dynamics and Lightweighting Study “DLS” das erste Leichtbau-Modell vorgestellt.

© Singer
14.11.2017 - 16:00 Uhr von Holger Wittich

US-Tuner und Porsche-Restaurator Singer steht seit 2009 für modifizierte Porsche 911 im Retrostyle der 60er- und 70er Jahre und hat bereits mehr als 60 Modelle an die Kunden gebracht. Jetzt nimmt sich Singer auch den Motor vor und zwar mit Hilfe von Williams Advanced Engineering, einer Abteilung des Formel 1-Teams.

Als Produkt der Partnerschaft werden zunächst drei neue 911-Motoren entstehen. Der erste „Reimagined“-Motor ist der 3,6-Liter große Boxer aus einem Porsche 964, der dem langjährigen Singer-Kunden Scott Blattner gehört. Des Weiteren steuern Porsche-Sammler wie Jan Koum (Gründer von WhatsApp) und Mark Evenstad ihre Autos bei. Den Motor verbessert Singer in Sachen Gewicht und Leistung deutlich. Jetzt gibt es auch die ersten Bilder von dem spektakulären Retro-Renner zu sehen.

Neuer Singer-Boxer leistet bis 500 PS

Doch zunächst zurück zur Technik: Der luftgekühlte Sechszylinder-Sauger erhält Komponenten aus Titan, Magnesium und Kohlefaser. Außerdem bohren Singer und Williams den Hubraum auf vier Liter auf und verpassen dem Aggregat vier Ventile pro Zylinder und vier Nockenwellen. 500 PS Leistung bei 9.000/min. stellt der neue alte 911er-Boxer-Motor dann bereit. Übrigens: Als Berater für das Projekt wurde der Porsche-Motoren-Papst Hans Mezger verpflichtet. Der 87-Jährige gilt als Vater des Sechszylinder-Boxers. Darüber hinaus konnte Singer als weitere Berater den Rennfahrer Marino Franchitti und den Top-Gear-Moderator Chris Harris verpflichten.

4.000 Stunden Aufbauzeit

Neben den Modifikationen am Motor erhält das erste Modell einen neuen aerodynamisch optimierten Unterboden sowie weitere optimierte Anbauteile. Das Fahrwerk wurde ebenfalls überarbeitet, wobei hier der Fokus auf einem geringeren Gewicht, neue Fahrwerksgeometrie und verbesserte Einstellungsmöglichkeiten liegt. Auch der Einsatz von Magnesium, Titan sowie Carbon lassen das FAhrzeuggewicht auf 990 Kilo sinken. 18 Zoll große BBS-Magnesium-Felgen mit Zentralverschlüssen und speziellen Michelin-Reifen halten den Kontakt zur Straße. Eine Leichtbau-Bremsanlage von Brembo soll dank der Cabron-Scheiben für eine adäquate Verzögerung sorgen und ebenso Gewicht sparen wie das Sechsgang-Schaltgetriebe aus Magnesium von Hewland.

Der Aufbau eines Singer-Porsches dauert durchschnittlich 4.000 Stunden und geschieht ausschließlich in Handarbeit. Ihre Modelle nennen die Kalifornier nach den Ursprungsorten. Also zum Beispiel „ Florida Car“. Singer verbaute früher unter anderem auch Motoren von Ed Pink Racing, die den Vierliter-Sechszylinder-Boxer auf 396 PS pushen. Von den Modellen, die auf der Singer Dynamics and Lightweighting Study (DLS) aufbauen, entstehen maximal 75 Fahrzeuge.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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