Sofbank investiert in General Motors

Das sieht noch ungewohnt aus. Ein Cockpit ohne Lenkrad und
Pedale. Der Cruise AV von General Motors ist ein autonomes Auto
nach Level 5. Das bedeutet: Der Fahrer kann und soll nicht mehr
eingreifen.
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Das sieht noch ungewohnt aus. Ein Cockpit ohne Lenkrad und Pedale. Der Cruise AV von General Motors ist ein autonomes Auto nach Level 5. Das bedeutet: Der Fahrer kann und soll nicht mehr eingreifen.

© GM
08.06.2018 - 13:46 Uhr von Uli Baumann

Der US-Autogigant General Motors hat angekündigt ab 2019 sein erstes völlig autonom fahrendes Modell in Serie zu bauen. Der Chevrolet Cruise AV soll in Michigan gebaut werden.

General Motors will mit autonom fahrenden Autos auf die Überholspur ausscheren. Schon im kommenden Jahr will der Hersteller mit der Produktion des Cruise AV beginnen.

„AV“ steht für „Autonomous Vehicle“. die Abkürzung könnte künftig wie heute PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) und EV (Electric Vehicle) in den Sprachgebrauch von Automarken und -käufern wandern. Basis für den Cruise AV ist der elektrisch angetriebene Chevrolet Bolt, den es hierzulande als Opel Ampera-e zu kaufen gibt.

Bisher wurden 200 Prototypen gebaut

Seit über einem Jahr testet General Motors bereits Prototypen des selbstfahrenden Autos, seitdem wurden 200 Prototypen gebaut. Über 100 Millionen US-Dollar sollen in die Werke Orion Township in Michigan, wo das Auto montiert am gleichen Band wie der Chevrolet Bolt wird, und Brownstown, wo die Dachmodule mit den Sensoren entstehen, investiert werden.

Medienberichten zufolge sollen bis zu 2.500 Exemplare des Cruise AV entstehen. Ob diese Fahrzeuge von General Motors selber zu Testzwecken genutzt werden oder auch an Ridesharing-Unternehmen vergeben werden, ist aktuell noch nicht bekannt.

Autonomes Fahren nach Level 5

General Motors hat den Cruise AV bereits auf die höchste, fünfte Stufe des autonomen Fahrens ausgelegt. Pedale oder ein Lenkrad sind nicht mehr an Bord, der Fahrer kann und soll als auch in Gefahrensituationen nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Um sich autonom fortbewegen zu können, vertraut der Cruise AV, der zumindest aktuell keiner Konzernmarke zugeordnet ist, auf Kameras, Radarsensoren und Lidar-Technologie.

Bei der Antriebstechnologie dürfte sich das Roboterauto nicht vom weitgehend baugleichen Chevrolet Bolt und dem Opel Ampera-e unterscheiden. Der Elektromotor leistet maximal 150 kW (204 PS). Die Lithium-Ionen-Batterie hat eine Speicherkapazität von 60 kWh.

Softbank investiert in GM Cruise

Der japanische Medienkonzern Softbank investiert über einen Fond 2,25 Milliarden US-Dollar (aktuell ca. 1,9 Milliarden Euro) in die General Motors-Tochter GM Cruise Holdings LLC. Die Amerikaner steuern weitere 1,1 Millionen US-Dollar (ungefähr 930 Millionen Euro) bei.

„Unsere Teams bei Cruise und GM haben in den letzten Jahren unglaublich viel erreicht“, freut sich General Motors Vorstandsvorsitzende Mary Barra. „Durch die Zusammenarbeit mit Softbank kommt ein weiterer starker Partner dazu, mit dem wir die Vision der vollständigen Reduktion von Unfällen und Emissionen sowie einem Verkehr ohne Staus weiterverfolgen.“

Im ersten Schritt sollen 900 Millionen US-Dollar (ca. 762 Millionen Euro) aus Japan fließen. Wenn das selbstfahrende Auto fertig entwickelt und serienreif ist, zahlt der Fond die zweite Tranche von 1,35 Milliarden US-Dollar (ca. 1,14 Milliarden Euro) aus. Softbank wird mit diesem Investment einen Anteil von 19,6 Prozent an der GM Cruise Holdings LLC halten.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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