Stellplatz-Tipp im Ortenaukreis

Am Oberrhein zwischen Rust und Strassburg lockt ein feiner Platz
zu mehr als nur einer Zwischenübernachtung.
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Am Oberrhein zwischen Rust und Strassburg lockt ein feiner Platz zu mehr als nur einer Zwischenübernachtung.

© Fotos: Rolf Müller, Europa-Park (1)
28.05.2017 - 16:06 Uhr von Redaktion promobil

Am Oberrhein zwischen Rust und Strassburg lockt ein gut geführter Stellplatz zu mehr als nur einer Zwischenübernachtung. Das Umland bietet viele Sehenswürdigkeiten, die einen Tagesausflug wert sind.

Dass im Wohnmobilpark Ortenau in Meißenheim Profis am Werk sind, sieht man beim ersten Blick auf die schön und mit viel Grün eingerichtete Anlage. 26 Plätze in einem Oval auf Schotter mit Rasenstreifen dazwischen, ansprechende Lampen zur Beleuchtung, einige Büsche und Bäume, bäuerliches Gerät, ein Tipi und ein Totempfahl als Deko, dazu ein großer Lagerfeuerplatz, auf dem im Sommer wochenends ein großes Feuer lodert.

Auf der benachbarten Wiese finden weitere 160 Mobile Platz, auch im Rahmen von Clubveranstaltungen. Die Organisatoren können auf erfahrene Unterstützung der Stellplatz-Betreiber beim Unterhaltungsprogramm bauen.

Für die Stromversorgung gibt es Münz-Stromsäulen. Die Stromanschlüsse auf der Wiese werden zum Pauschalpreis genutzt. Die Ver- und Entsorgungsstation ist Marke Eigenbau mit einem Frischwasserautomaten. Dass der Besucher Toiletten und Duschen vergeblich sucht, hat seinen guten Grund. Tom Junglas, Juniorchef des Unternehmens, Oldtimer-Fan und selbst Reisemobilist, ist der Ansicht, dass Mobile diese Einrichtung ja selbst mitbringen, Bau und Unterhalt von sanitären Einrichtungen einen Platz nur unnötig verteuern. 

Neuankömmlinge melden sich im Wohnambiente- und Geschenke-Shop von Ilse Junglas gleich neben dem Stellplatz an und erhalten dort fundierte Infos zu Ort und Umgebung sowie zu Fahrradstrecken ins Elsass und bis nach Straßburg.

Herzstück des familiären Unternehmens ist die Polstermanufaktur Junglas Design. Begonnen hat Familie Junglas als Designer und Zulieferer namhafter Mobilhersteller. Heute ist die Polstermanufaktur eines der Standbeine des Familienunternehmens. Vom Fahrzeugsitz bis zur kompletten Polstererneuerung wird alles nach Terminvereinbarung individuell gefertigt und angepasst.

Ob nun das Reisemobilbett mit neuer Matratze ausgestattet werden soll oder die Veredelung der gesamten Innenausstattung auf dem Wunschzettel steht, Wilfried Junglas und sein Team sind hier kompetente Ansprechpartner und Ideengeber. Und selbst wer bislang noch nicht die Erneuerung des Inventars in Betracht gezogen hat, wird sich im Ausstellungsraum der Manufaktur wahrscheinlich ganz schnell mit dem Gedanken befassen.

Meißenheim hat indessen mehr zu bieten als neue Polster – es feiert 2017 sein 750-jähriges Bestehen. Unübersehbar ist die schmucke Barockkirche, unüberhörbar am Sonntag und bei Konzerten die wertvolle Silbermann-Orgel. Hinter der Kirche erinnert das Grabmal von Friederike Brion an Goethes Jugendliebe. Unübersehbar auch die hohen Scheunen, in denen einst der Tabak für die „Roth Händle“ aus der Badischen Tabak-Manufaktur getrocknet wurde. 

Wie bei allen Dörfern im Ried, der Landschaft entlang der Altrhein-Arme, dominiert im Ortsbild das Fachwerk mit schmalen Vordächern auf der Wetterseite des Giebels. Auch Pferde und Kutschen begegnet man regelmäßig, der Ort ist ein Zentrum des deutschen Kutschensports. Auf dem Fahrstall neben dem Stellplatz kann man unter anderem den Kutschenführerschein machen – bei Wolfgang Lohrer, Bundestrainer der Ein- und Zweispänner. 

Wer mit Pferden nichts im Sinn hat, findet in der Umgebung genügend Freizeitvergnügen: Da locken Baggerseen mit Strand, der Rheinradweg ist auch für weniger Sportliche gut zu meistern, bei Kanufahrten lassen sich die Altrheinarme oder gar das nahe Naturschutzgebiet Taubergießen erkunden.

Infos zum Stellplatz in Meißenheim

Standort: Wohnmobilpark Ortenau, Winkelstraße 36, 77974 Meißenheim Stellplatz: Gebührenpflichtiger Stellplatz für 24 Mobile. Durch Rasenstreifen parzellierte Stellflächen auf Naturkies. Schön bepflanzter Eingangsbereich, beschildert und beleuchtet. Ruhige Lage am Ortsrand. Für Clubtreffen auf einer separaten Wiese erweiterbar bis 120 Fahrzeuge. Ganzjährig nutzbar. Ent-/Versorgung: Eigenbau mit Bodeneinlass. Gebühren: 6 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Entsorgung. Strom: 2 Euro/24 Std. Wasser: 10 Cent/10 Ltr. Freizeit: Historischer Ortskern, Kutschfahrten, Baggersee, Radwege bis nach Straßburg. Informationen: Ilse und Wilfried Junglas, Telefon 0 78 24/6 64 96 70, Mobil 01 72/7 22 90 06, E-Mail info@junglas-design.de, www.junglas-design.de

Ausflugs-Tipps Straßburg, Europa-Park, Herrenknecht

Straßburg, nur 30 Kilometer entfernt, erkundet man prima mit einem der Batorama-Boote. Die starten an der Place du Marché aux Poissons unweit des Münsters ins malerische Gerberviertel Petite France, durch das historische Zentrum und zum Europäischen Parlament. www.batorama.de

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der nur 16 Kilometer entfernte Europapark Rust, und auf dem Weg dorthin empfiehlt sich ein Blick auf die Firma Herrenknecht: Mit etwas Glück steht auf dem Freigelände gerade eine der gigantischen Tunnelbohrmaschinen des Weltmarktführers dieser Branche.

Was bietet Meißenheim Wohnmobilisten?

Meißenheim liegt umringt von Wiesen und Feldern in der Oberrheinischen Tiefebene, einer der wärmsten Gegenden Deutschlands. Im Ortskern bilden die barocke Auferstehungskirche von 1766 mit Silbermann-Orgel und liebevoll restaurierte alte Fachwerkhäuser zusammen mit der Bachpromenade entlang des ortsdurchquerenden Mühlbachs ein hübsches Bild. Ein Waldgebiet, durch das sich ein Altrheinarm schlängelt, trennt Meißenheim im Westen vom Rhein an einem interessanten Abschnitt nahe der Staustufe mit Rheinübergang im elsässischen Gerstheim. Zwei nördlich gelegene Baggerseen, der Ortsteil Kürzell mit seiner klassizistischen St.-Laurentius-Kirche und die ringsum liegenden Orte Ichenzell, Allmannsweier und Schwanau bieten weitere Abwechslung für Spaziergänger.

Bunt und fröhlich präsentiert sich die Ortenau-Gemeinde in der närrischen fünften Jahreszeit, die hier im Schwäbisch-Alemannischen „Fasent“ genannt wird. Am schmotzigen Dunschtig, also Donnerstag, den 4. Februar, ist das Aufstellen des Narrenbaums angesagt, der von lärmenden Hemdglunkern begleitet wird; das sind in weiße Nachthemden und -hauben gekleidete und mit allem, was Krach macht, ausgestattete Narren und Närrinnen. Am Sonntag danach zieht die Fasentgemeinschaft Mißne mit weiteren Narrenvereinigungen erneut durch den Ort.

Beim Bäcker, Metzger, im Tante-Emma-Laden und in mehreren Gasthäusern Meißenheims sind die mobilen Gäste besonders herzlich willkommen. In der Saison kommen auch Verkaufswagen direkt auf den Stellplatz.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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