SUV: Die Tops und Flops im Juni

Platz 68: Der Lada Niva/Urban. Das Modell kommt im September
2018 auf 136 Pkw-Neuzulassungen. Im bisherigen Jahresverlauf 2018
wurden 1.113 Fahrzeuge dieses Typs erstmals zugelassen.
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Platz 68: Der Lada Niva/Urban. Das Modell kommt im September 2018 auf 136 Pkw-Neuzulassungen. Im bisherigen Jahresverlauf 2018 wurden 1.113 Fahrzeuge dieses Typs erstmals zugelassen.

© Lada
18.07.2018 - 09:00 Uhr von Torsten Seibt

Mit einem Marktanteil von fast 28 Prozent stellen die SUV und Geländewagen im Juni 2018 das größte Segment bei den Neuzulassungen. Um starke 42 Prozent gingen die Verkäufe nach oben. Alle Platzierungen und Zahlen im Überblick.

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Mit einer (mal wieder) gewaltigen Steigerungsrate übernehmen die SUV und Geländewagen die Marktführerschaft in Deutschland. Um 42 Prozent stiegen die Neuzulassungen bei den SUV gegenüber dem Vorjahres-Monat, insgesamt 94.353 Offroader bekamen im Juni 2018 erstmals eine Zulassung. Damit weisen sie auch die bislang führende Kompaktklasse (72.515 Neuzulassungen. 21,2 Prozent Marktanteil) in die Schranken. Mit einem Marktanteil von 27,6 Prozent der insgesamt 341.308 Neuzulassungen im Juni stammt demnach inzwischen mehr als jeder vierte Neuwagen aus dem SUV-Lager.

Der Juni gibt allerdings auch die Gelegenheit, eine Halbjahresbilanz zu ziehen, die bei vielen Herstellern in erster Linie eben wegen derer SUV-Modelle recht zufriedenstellend aussieht. Im Langfristvergleich über sechs Monate relativieren sich auch einzelne Ausschläge nach oben oder unten, von denen besonders Importmarken aufgrund spezieller Liefersituationen häufiger betroffen sind.

SUV Neuzulassungen: Mercedes kämpft mit Ford

Dass der VW Tiguan mit einer Steigerungsrate von immerhin 16,3 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2017 unangefochten auf Platz eins steht, verwundert kaum. Spannender ist da schon der Kampf um die Podiumsplätze dahinter, den der Ford Kuga und der Mercedes GLC miteinander ausfechten. Halten die Zuwachsraten beim Stuttgarter Nobel-SUV weiter an, dürfte es zum Jahresende knapp für die Kölner werden. Doch langfristig droht dem Kuga auch ein Überholmanöver aus Wolfsburg. Denn das Golf-SUV T-Roc stürmt die Charts mit großer Wucht, verpasste im Juni nur um Haaresbreite Rang zwei.

Günstige SUV sind jedoch genauso gefragt, wie der Dacia Duster beweist. Das runderneuerte Modell bringt frischen Wind in die Verkäufe, der Duster steigert sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 80 Prozent. Gleiches Muster – günstig, umfangreiches Facelift – auch beim Ford Ecosport. Die nun endlich auch in der Verarbeitungsqualität an europäische Maßstäbe angepasste neue Generation überzeugt die Käufer, 89 Prozent Steigerung und ein Platz unter den Top 10 in der Monatswertung sind ein großer Erfolg für das kleine SUV.

SUV Neuzulassungen: Wo bleiben die alternativen Antriebe?

Große SUV mit Dieselmotor hingegen sind aktuell die Verlierer auf dem Markt, das zieht sich bei allen Marken durch die Statistik. Wer als Alternative nur großvolumige Benziner mit beachtlichem Durst zu bieten hat, wird von den Käufern entsprechend abgestraft. Doch auch das Thema des batteriebetriebenen Antriebs ist für Deutschlands SUV-Käufer nach wie vor kein Thema – auch aus preislichen Gründen. Teslas Model X verliert im ersten Halbjahr über 37 Prozent, vom Jaguar I-Pace wurden in den ersten Sechs Monaten insgesamt nur 43 Einheiten neu zugelassen – alle auf gewerbliche Halter. Im Gegenzug zeigen zum Beispiel der Kia Niro und Toyotas Erfolgsmodell C-HR, dass bezahlbare Hybrid-Modelle vor allem in der aktuellen Diesel-Debatte gute Verkäufe generieren können. Doch von deutschen Herstellern ist hier weit und breit nichts zu sehen.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten. Einzelne SUV-Modelle, die von den Herstellern in anderen Klassen (z.B. Mini-Van) homologiert und beim KBA gelistet sind, finden keine Berücksichtigung.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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