Touring Superleggera Bentley Continental Flying Star in Genf

Das italienische Unternehmen Touring baut den Bentley
Continental zum Kombi um.
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Das italienische Unternehmen Touring baut den Bentley Continental zum Kombi um.

© Sebastian Viehmann

Der italienische Karosseriehersteller Touring stellt auf dem Genfer Autosalon und auf der Villa d´Este mit dem Flying Star eine Kombiversion des Bentley Continental vor. Der Umbau vom Continental GTC zum Kombi geht auf den Wunsch eines solventen Sammlers zurück. Die Preise beginnen bei 590.000 Euro.

Das in der Nähe von Mailand beheimatete und bereits 1926 gegründete Unternehmen Touring ist in der Branche kein Unbekannter. Unter anderem erfanden die Italiener das berühmte „Superleggera“ -Konzept: auf Basis eines Gitterrahmens erlaubt es unter Verwendung von Aluminium und teilweise Magnesium den Bau sehr leichter Fahrzeuge. Unter anderem entstanden der BMW 328 Mille Miglia aus dem Jahre 1940 sowie diverse Ferrari-Modelle unter der Ägide von Touring. Weitere Modelle waren Alfa Romeo 1900 Sprint, Lancia Flaminia Coupé, Aston Martin DB5, Lamborghini 350 and 400 GT, und Maserati 3500 and 5000 GT.

Auf dem Genfer Autosalon 2010 stellt Touring nun eine Neukreation vor, die auf einen ganz speziellen Kundenwunsch zurückgeht. Im Jahr 2008 wandte sich ein Sammler an das bei Mailand ansässige Unternehmen und äußerte das Verlangen nach einem Bentley Continental Kombi.

Ein ähnliches Projekt hatte Touring bereits 1966 mit dem Lamborghini Flying Star II Prototyp realisiert, 2008 debütierte auf dem Genfer Autosalon der Maserati A8 GCS Berlinetta auf Basis des Maserati Quattroporte.

Bis zu 1.200 Liter Ladevolumen im Touring Bentley Continental Flying Star

Als Basis für den Bentley-Kombi wählten die Mailänder das Bentley Continental GTC Cabrio. Ab der A-Säule blieb kein Blech mehr auf dem anderen. Touring baute das Heck des Continental komplett neu auf. Ein längeres Dach, veränderte Türen aus Aluminium sowie eine elektrisch öffnende Heckklappe machen aus dem nach oben offenen Briten den Bentley Continental Flying Star. Hierzu verstärkten die Touring-Ingenieure den hinteren Rahmen. Unterstützung erhielten sie bei ihrem Vorhaben sogar von Bentley-Technikern.

Das neu gestaltete Heckabteil glänzt mit umklappbaren Rücksitzen und einer variablen, bis zu zwei Meter langen Ladefläche, die mit Leder bespannt ist. Auf Wunsch fügt sich hier ein speziell angepasstes Kofferset millimetergenau ins große Gepäckabteil. Letzteres schluckt nach dem Umbau zwischen 400 und 1.200 Litern. Bei nicht umgelegten Sitzen sollen bis zu vier Golfbags im Kofferraum des Touring Bentley Continental Flying Star Platz finden.

Wichtig war den Designern unter Leitung des 32-jährigen Belgiers Louis de Fabribeckers, dass die typischen Bentley-Merkmale erhalten blieben. Am Heck erinnern die ovalen Einfassungen der Rückleuchten an berühmte Bentley Fließheck-Modelle der 50er Jahre. Die Seitenansicht dominieren die flache Dachlinie sowie die ausgestellten Radkästen. Das Interieur des Touring Bentley Continental Flying Star kleideten die Italiener mit zweifarbigem Leder aus.

Touring Bentley Continental Flying Star: W12-Motor mit bis zu 610 PS

Unter der Haube bleibt alles beim Alten: Zur Wahl stehen der 560 PS starke Sechsliter-W12 des Bentley Continental GTC, der 650 Nm an alle vier Räder schickt. Für den betont flotten Kombi-Genuss steht alternativ der auf 610 PS getrimmte Zwölfzylinder des Bentley Continental GTC Speed zur Wahl.

Touring will vom Bentley Continental Flying Star eine limitierte Sonderserie von 20 Fahrzeugen auf Kiel legen. Der Basispreis von 590.000 Euro dürfte allerdings nur ein Richtwert sein. Denn jeder Kunde kann sein Modell ganz individuell gestalten. Den Service für den Kombi übernimmt übrigens jede Bentley-Werkstatt. Zudem bleibt die volle Werksgarantie erhalten.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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