Toyota Celica Turbo 4WD Carlos Sainz

Toyota Celica Turbo 4WD Carlos Sainz, Front
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Toyota Celica Turbo 4WD Carlos Sainz, Front

© Dino Eisele

Die Celica, von Toyota 2005 ersatzlos aus dem Programm genommen, ist im besten Youngtimer-Alter. Inzwischen ist der kompakte Sportwagen eine große Seltenheit geworden – erst recht als Carlos Sainz Edition mit Allrad und Turbo. Kaufberatung.

Umso überraschender, wenn plötzlich eine über 20 Jahre alte Turbo-Topversion der Toyota Celica auftaucht. Die Toyota Celica Turbo 4WD Carlos Sainz Limited Edition von 1992 verrät durch viele Designmerkmale, aus welcher Zeit sie wirklich stammt: die heute bei allen Neuwagen verschwundenen Klappscheinwerfer, die schlanken A-Säulen, die relativ klein gehaltenen Kühlluft-Einlässe, die insgesamt rundlich-weiche Formgebung und die damals unvermeidliche, schwarze Heckblende zwischen den Rückleuchten.

Celica Carlos Sainz 4WD mit Kult-Turbo

Unter der löchrigen Haube sitzt ein Turbo-Vierzylindermotor, der unter Kennern einen fast mythischen Status besitzt und den Namen 3S-GTE trägt. Im Celica leistet der Motor 208 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 230 km/h. Der Motor kam 1987 erstmals im Celica zum Einsatz, dem Vorgängermodell unseres weißen Foto-Autos, das der fünften von insgesamt sieben Celica-Generationen angehört.

Allrad als Zugeständnis an den Rallye-Sport

Die Einführung des Allradantriebs und des Turbo-Motors war vor allem ein Zugeständnis an den Rallye-Sport. Seit 1972 nahm Toyota mit der Celica rund um den Globus an Rallyes teil, erzielte Siege in der Weltmeisterschaft und gewann nationale Championate. Den WM-Fahrer-Titel erkämpfte – endlich! – Carlos Sainz im Jahr 1990. Es folgten von 1992 bis 1993 drei weitere Fahrer-Titel: 1992 wieder mit Sainz, 1993 mit Juha Kankkunen und 1994 mit Didier Auriol. Mit dem Spanier Sainz platzte der WM-Knoten, Toyota dankte es ihm mit dem weltweit auf 5.000 Stück limitierten Sondermodell Toyota Celica Turbo 4WD Carlos Sainz Limited Edition. 

Souveräner Fahreindruck

Der Toyota Celica fährt sich souverän. Sein vorn platzierter Motor macht das stattliche 4,4-Meter-Coupé zu einem gutmütigen Untersteurer, obwohl die Kraftverteilung vorn und hinten bei jeweils 50 Prozent liegt. Natürlich ist insgesamt genügend Platz für die Passagiere vorhanden. Aber trotz der relativ hohen Sitzposition ist von der Fronthaube fast nur die kuriose Luftloch-Hutze zur Kühlung des Zahnriemens zu sehen. Dieses Detail besitzt nur die Carlos Sainz Edition, bei der einige spezielle Modifikationen realisiert wurden, die der spanische Rallye-Champion vorgeschlagen hatte. Dazu zählt auch die mit mehr Kühlöffnungen versehene Wagenfront. 

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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