Toyota MR2-Nachfolger (2020)

Toyota Sportwagen Patentzeichnung
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Toyota Sportwagen Patentzeichnung

Toyota liebäugelt seit einiger Zeit mit einem weiteren Sportwagen, der dem Supra und dem GT86 an die Seite gestellt wird. Jetzt gibt es erste Bilder, die zur Anmeldung des Designs angefertigt wurden.

Was wir bisher wissen …

Toyota hat am 7.9.2018 unter der Design-Nummer: 005632619 in der Locarno-Gruppe 12.08 für Fahrzeuge inklusive Elektroautos Patentzeichnungen hinterlegt. Auf diesen Bildern ist ein sportliches zweitüriges Modell mit langem Heck und rundlichen Formen zu sehen. Diese Zeichnungen passen zu einem weiteren Sportwagen der Marke, den Toyotas Chef-Ingenieur Tesuya Tada im Sommer 2018 in Aussicht gestellt hat. Er erklärte in einem Interview auf der Toyota-UK-Webseite: „Akio [Toyoda; CEO von Toyota] hat immer gesagt, dass die Firma gerne drei Brüder haben möchte, mit dem GT86 in der Mitte und dem Supra als großen Bruder“ .

Ein Jahr zuvor kam das Thema bereits in britischen Medien auf und Tada hoffte, die „drei Brüder“ „bald“ am Start zu haben. Er nannte als Zeithorizont 2020 als spätestens Einführungszeitpunkt.

Allerdings schränkte Tada damals schon ein, es sei schwer einen einfachen Sportwagen aufzubauen. Auch einen reinen Elektrorenner wollte Tada nicht ausschließen, wenngleich das für ihn wichtigste Element eines Sportwagen ein geringes Gewicht sei. Für die Implementierung einer Batterie wäre zudem ein Mittelmotor-Konzept wie beim MR2 „attraktiv“.

Auch wenn Toyota hauptsächlich auf Hybridantriebe setzt, so kooperieren sie seit 2017 mit Mazda bei der Entwicklung unter anderem von Elektroautos.

Anfang 2019 spezifizierte Tada im Gespräch mit dem britischen Magazin „Evo“ dann das Sportwagen-Projekt und schränkte ein, dass ein kleiner Sportwagen nicht unbedingt auch ein preisgünstiges Modell sein werde. „Im realen Leben mit einem kompakten Sportwagen an den Start zu gehen ist sehr schwierig“. Die Sicherheits- und Emissionsvorgaben seine in allen Punkten gleich, wie bei einem großen Auto, die „Chance damit Profit zu machen“, sei niedrig.

Blicken wir zurück auf die Tokio Auto Show 2015. Dort zeigte Toyota mit dem S-FR Concept ein viersitziges Sportcoupé. Die Studie kam auf eine Länge von 3,99 Meter, eine Breite von 1,70 Meter und eine Höhe von nur 1,32 Meter – damit 25 Zentimeter kürzer als ein GT86. Sein Antriebslayout passt jedoch nicht zum Mittelmotor-Wunsch von Tada: Frontmotor, Hinterradantrieb. Der Motor damals: Ein 1,5-Liter-Vierzylinder mit 128 PS und 147 Nm Drehmoment.

Das Fazit bisher: Das dritte Modell kommt ab 2020 möglicherweise als Mittelmotor-Sportwagen, vielleicht als E-Auto und fällt teurer aus.

Was wir spekulieren …

Bringen wir ein paar Gedanken auch beim Blick auf die Patentbilder zusammen. Nachdem Toyota mit dem Supra einen legendären Markennamen reaktivierte, scheint auch ein MR2-Nachfolger nicht abwegig. Immerhin hat Toyota den Mittelmotorsportwagen von 1984 bis 2007 recht erfolgreich über drei Generationen gebaut.

Spinnen wir also weiter. Ein klassisches Modell mit Verbrennermotor? Langweilig. Ein Hybrid-Modell? Passt zum Hybrid-Fokus von Toyota, wäre aber auch langweilig. Ein Elektro-Modell: Weniger langweilig. Ein MR-2-Nachfolger mit einer Art Mittelmotor-Layout: „Yihaaaa!“

Das „Yihaaaa!“ verstummt jedoch, schauen wir uns das Design des Modell an. Ja, so richtig sind Front und Heck nicht zu unterscheiden. Das Double-Bubble-Dach passt nicht zur Marke und das lang gezogene Heck wirkt unharmonisch, die Felgen haben eher Conceptcar-Status zu haben. Aber, die B-Säule ist schwarz unterbrochen und scheint zu schweben – da werden doch Erinnerung an den ersten MR2 wach. Und dann diese Leuchten! Schauen uns da nicht MR2-Nr.3-Augen an? Und dank des langen Hecks könnt doch dort hinter der B-Säule auch die Batterieeinheit knapp vor der Hinterachse untergebracht werden? Und Auspuffendrohre sind auch nicht zu sehen! Und hinter der Tankklappe wäre dann die Ladeeinheit untergebracht ... Voilá, der Mittelmotor-Elektro-MR ist da.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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