Umweltbonus E-Autos und Plug-in-Hybride: Bis zu 9.000 Euro geschenkt: Diese Autos fördert der Staat

Umweltbonus E-Autos und Plug-in-Hybride: Bis zu 9.000 Euro
geschenkt: Diese Autos fördert der Staat
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Umweltbonus E-Autos und Plug-in-Hybride: Bis zu 9.000 Euro geschenkt: Diese Autos fördert der Staat

© SB Medien / ams

Wer ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid kauft, bekommt viel Geld geschenkt. Wir haben die Liste aller förderfähigen Modelle (Stand Juni 2021).

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Erst Umweltbonus, dann Innovationsprämie. Erst maximal 4.000, dann 6.000 und schließlich 9.000 Euro Zuschuss beim Neukauf. Wer sich ein Elektroauto oder einen für das Programm geeigneten Plug-in-Hybrid kauft, bekommt seit der letzten Erhöhung im Juni 2020 eine sehr ansehnliche Summe als "gesetzlichen Rabatt" spendiert: Im Rahmen des Corona-Konjunkturprogramms hatte die Bundesregierung beschlossen, die staatlichen Förderprämien für Elektroautos und Plug-in-Hybride bis Ende 2021 und rückwirkend ab einer Erstzulassung am 4.6.2020 zu verdoppeln.

Maximal 9.570 Euro "Rabatt"

Die Beteiligung der Hersteller am damals zur "Innovationsprämie" umgetauften Umweltbonus blieb unverändert bei maximal 3.000 Euro (Elektroautos) und max. 2.500 Euro (PHEV). Das ist auch der Grund dafür, warum Privatkäufer einen noch höheren Förderbetrag verbuchen können: Auf den Herstelleranteil kann zusätzlich die für Privatpersonen nicht erstattungsfähige Mehrwertsteuer von 19 % angesetzt werden, was die Gesamtsumme auf maximal 9.570 Euro anhebt.

Am 17. Dezember 2020 wurde im Rahmen eines "Autogipfels" die Verlängerung der deutlich erhöhten Innovationsprämie bis Ende 2025 beschlossen. Es ist vorgesehen, über diesen Zeitraum die Förderung auf den elektrischen Antrieb zu fokussieren. Plug-in-Hybride werden ab 2022 nur noch gefördert, wenn sie eine Mindestreichweite von 60 Kilometer und ab 2025 von mindestens 80 Kilometer aufweisen. Außerdem wurde bereits zuvor das sogenannte "Kumulationsverbot" wieder aufgehoben, wodurch sich E-Auto-Käufer je nach Situation auch noch zusätzliche Prämien zum Beispiel von Herstellern, Stromversorgern oder Kommunen sichern können.

Prämie nach Kaufpreis gestaffelt

Die Innovationsprämie ist dabei abhängig vom Kaufpreis des Fahrzeugs, besonders teure PHEV und Elektroautos werden überhaupt nicht bezuschusst. Die Prämie beträgt für ein reines Batterieelektrofahrzeug und Brennstoffzellenfahrzeug mit einem Nettolistenpreis (exklusive Mehrwertsteuer) von maximal 40.000 Euro 9.000 Euro und mit einem Nettolistenpreis von über 40.000 Euro bis zum Preis von maximal 65.000 Euro beträgt die Förderung noch 7.500 Euro.

Für ein Plug-in-Hybridfahrzeug mit einem Nettolistenpreis von maximal 40.000 Euro beträgt der Umweltbonus bzw. die Innovationsprämie bis zum 31.12.2021 6.750 Euro; mit einem Nettolistenpreis über 40.000 Euro bis maximal 65.000 Euro gibt es noch 5.625 Euro. Die PHEV-Prämien für die darauf folgenden Jahre bis Ende 2025 sind noch nicht bekannt.

Der Trick mit dem Preis

Nachdem E-Autos nur bis zu einem Nettopreis von 65.000 Euro bezuschusst werden, fallen teurere Fahrzeuge wie das Model S von Tesla aus dem Raster. Nachdem sich die Förderung allerdings am Basispreis des jeweiligen Modells – also der günstigsten Motor-, Batterie- und Ausstattungsvariante – orientiert, werden letztlich auch Modellvarianten mit teurer Zusatzausstattung oder höherer Leistung gefördert, wenn diese Extras als Ausstattungs-Option ausgewiesen werden. Nicht von der Hand zu weisen ist außerdem, dass zahlreiche Hersteller offensichtlich den herstellerseitigen Anteil der deutschen Förderprämie direkt in den Listenpreis einkalkulieren. So ist beispielsweise der neue Dacia Spring in Frankreis für 16.990 Euro brutto zu haben, während der Preis in Deutschland rund 2.500 Euro darüber liegt.

Das Angebot an förderfähigen Modellen ist inzwischen förmlich explodiert. Zum Vergleich: Während zum Jahresbeginn 2020 noch insgesamt 297 BEV und PHEV als prämienberechtigt gelistet wurden, sind es in der offiziellen Liste des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) inzwischen sage und schreibe 1.011 Modelle – dies bezieht sich allerdings auch auf verschiedene Modellvarianten eines Typs. Die aktuelle Liste (Stand Juni 2021) finden Sie untenstehend als PDF-Datei zum Download.

Die wichtigsten Fakten zur E-Auto-Förderung, Stand Juni 2021

  • Kaufprämie für Elektroautos: bis 9.000 Euro
  • Kaufprämie für Plugin-Hybrid-Modelle: bis 6.000 Euro
  • Keine Prämie erhalten Hybrid-Fahrzeuge ohne externe Lademöglichkeiten
  • Maximaler Fahrzeugpreis für die Prämie: bis 40.000 Euro für maximale Prämie, bis 65.000 Euro für reduzierte Prämie (5.000/3.750 Euro BEV/PHEV), jeweils Nettopreis ohne Mehrwertsteuer
  • Seit Ende 2020 ist auch das Doppelförderverbot aufgehoben. Es dürfen also mehrere gleichartige Förderprogramm in Anspruch genommen werden, etwa regionale E-Auto-Förderungen
  • Wichtig: Den Förderantrag beim BAFA erst nach der Zulassung stellen, sonst wird der Antrag abgelehnt!
Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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