US-Präsidentenlimousine

GM hat den neuen Cadillac One vorgestellt.
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GM hat den neuen Cadillac One vorgestellt.

© Cadillac
19.01.2010 - 09:14 Uhr von Uli Baumann

Ein Jahr im Amt – am 20. Januar 2009 trat US-Präsident Barack Obama mit einer großen Amtseinführungsparade sein Amt an. Chauffiert wurde er dabei in der damals neuen Staatslimousine Cadillac One.

Die GM-Tochter Cadillac zeigt sich dabei besonders Stolz die Tradition im Bau der Dienstfahrzeuge für den US-Präsidenten fortsetzen zu können. Der neue Caddy One löst den Cadillac DTS, der der Bush-Administration seit 2004 zur Verfügung stand, ab.

DTS-Look bleibt

Traditionell fällt auch der Informationsfluss zum neuen Dienstwagen aus – nämlich gering. Alles rund um den schwarzen Riesen wird wie ein Staatsgeheimnis behandelt. Äußerlich scheint auch der Neue wieder an den Cadillac DTS angelehnt zu sein. Die Fahrzeuglänge blieb nach GM-Angaben unverändert, allerdings ragt der Neue höher auf, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Für einen frischeren Look sorgen Designzitate an Front und Heck von jüngeren Modellen wie dem CTS. Klassisch bleibt dagegen die Farbgebung – hier gilt weiter schwarz als einzig mögliche Variante. Für alle die, die dennoch nicht sofort erkennen welches Limousine da an ihnen vorbeizieht, trägt der Cadillac One auf den vorderen Kotflügeln von LEDs beleuchtete Standarten. Zusätzlich weisen zahlreiche Präsidentenlogos auf die Wichtigkeit der Mission hin.

Raketensicheres Büro

Unter dem Blech vermuten Kenner eine Truck-Plattform aus dem GM-Konzern, denn andere Unterbauten kämen mit dem enormen Zusatzgewicht durch vermutetes 13 Zentimeter dickes Panzerglas und zwölf Zentimeter starke Stahlschutzbeplankung sowie hochfeste Stähle, mehrschichtige hochfeste Gewebematten und mehrlagige Sprengmatten nicht klar. Damit die Festung aber auch rollt, arbeitet unter der Fronthaube ein hubraumstarkes V8-Aggregat mit geschätzten 500 PS.

Im Innenraum darf sich das Präsidentenbüro in handgeschnittenes und handvernähtes Leder hüllen. Eine Sitzanlage im Fond mit gegenüberliegenden Sesseln sorgt für Konferenzstimmung. Eine komplette Multimedia-Büro-Ausstattung macht staatstragende Geschäfte auch unterwegs möglich.

Hybrid für den Privatgebrauch

Über die weitere Aussrüstung der Präsidentenlimousine darf spekuliert werden: Von Nebelwerfern und einer abhörsicheren Kabine ist da unter anderem die Rede. Als sicher gilt, dass der Cadillac One auch schweren Raketenbeschuss überstehen soll, falls es mal dazu kommen sollte.

Privat fuhr Obama bis 2008 einen Chrysler 300C Hemi mit 5,7-Liter-V8, wechselte dann aber unter den Druck der Öffentlichkeit und in Konformität mit den selbstgesetzten Klimaschutzzielen zu einem Ford Escape Hybrid.

Quelle: 2010 Motor-Presse Stuttgart
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