Die Tops und Flops der Veterama 2018

Dekorationsobjekt oder Restaurationsbasis? Kommt vermutlich
darauf an, was man daraus macht. Sieht auf jeden Fall hübsch
knusprig aus, dieser Peugeot.
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Dekorationsobjekt oder Restaurationsbasis? Kommt vermutlich darauf an, was man daraus macht. Sieht auf jeden Fall hübsch knusprig aus, dieser Peugeot.

© A. Of
15.10.2018 - 09:13 Uhr von Andreas Of

Nach eigenen Angaben ist die Veterama der größte Teilemarkt Europas. Die Kollegen von auto motor und sport haben sich am Wochenende umgeschaut und die besten Eindrücke gesammelt.

Bildershow: Rundgang über die Veterama>>

Fahr zur Veterama, haben die Kollegen gesagt. Trifft sich gut, habe ich gedacht: Es wird höchste Zeit, DEN Teile- und Oldtimermarkt zu besuchen. Wobei besuchen ein viel zu schwaches Wort ist: Man taucht ein, wird Teil einer unfassbaren Menge an Menschen, die auf der Suche nach diesem einen bestimmten Teil sind, einfach nur schauen wollen oder gegen ihren Willen von etwas gefunden werden: einem alten Schild oder einem nur leicht patinierten Auto etwa.

Zu finden gibt es eine Menge und die Veranstalter tun einiges, den Menschen auf der Veterama zu verführen. Rechts am Eingang gibt ein Automat Geld aus, links duftet ein Würstchengrill. Das berühmte leibliche Wohl ist dem Veranstalter wichtig, die kulinarische Grundversorgung versteht jeder: rote Wurst und Bier, Pizza und Vino, Kaffee und Kuchen. Gyros gibt’s auch, aber das ist unwichtig: Es geht um Autos. Genauer: um Teile davon. Unzählbar viele. Aufgereiht in den Gängen, die so ähnlich angeordnet sind wie die Straßen in Manhattan: parallel, mit Kreuzungen im rechten Winkel. Daran: Tapeziertische, Biertische, Kunstoff- und Gitterboxen. Darin und darauf: alles von der Unterlegscheibe bis zur Motorhaube. Hier geht es um Teile. Die Komplettautos, mit orangen Hinweisschildern angekündigt, stehen hinter einem Zaun auf der Wiese.

Moderate Preise, alle Zustände, viele Marken

Da gehen wir hin und stellen fest: Die Preise sind moderat, die Vielfalt ist groß. Hier findet fast jeder etwas: Vom articweißen, taschentuchgepflegten Mercedes 190 E 1.8, Sondermodell Buchhalter über einen orangen Opel Ascona B 2.0 SR mit handgeschriebenem „ Verkauft“-Schild hinter der Frontscheibe bis zum Porsche 911 in Cockneybraun. Auch ein Ferrari 308 steht hier; für Magnum-Momente hat der Mittelmotor-Sportwagen jedoch die falsche Farbe: weiß.

Mach es zu Deinem Projekt

Auch Projekte stehen hier. Wie der Ovali-Käfer etwa, der ebenso auf einem Hänger ruht wie ein BMW CS. Zwei Mercedes W 108 recken ihre Motorhauben gen Himmel, zeigen, was sie drunter zu bieten haben: jede Menge Arbeit. Doch die Teile, die gibt es gleich nebenan. Man muss sie nur finden. Verständlich, dass der Veranstalter Drei-Tages-Tickets anbietet, denn wer eines der pflegebedürftigen Autos vom Komplettautomarkt zu seinem Projekt macht, hat einen umfangreichen Suchauftrag, wird zwischen Grill- und Bierdunst mit öligen Fingern glücklich in Kisten wühlen, ganz viele sympathische Menschen kennenlernen und über den Winter keine Langeweile mehr haben. Versprochen.

Tops & Flops

Der Goldene Oktober findet in Mannheim auf dem Maimarktgelände statt. Die Veterama ist das Erntedankfest der Altblech-Anbeter. Auf dem sonnig beschienenen Marktplatz gab es fast alles in Hülle und Fülle, Scheunenfunde, Vorkriegsautos, US-Cars, Exoten, Jedermann-Autos von Audi, Opel, Ford und vor allem jeden alten und mitteljungen Mercedes in fast jeder Ausführung.

Informationen, Anreise und Preise

Zur Veterama in Mannheim erwarten die Veranstalter 4.000 Aussteller und 50.000 Besucher. Etwa 500 Autos und 4.000 Zweiräder stehen zum Verkauf. Doch wichtiger sind die Teile: Das fehlende Lenkrad, das dringend benötigte Blinkerglas, die lange gesuchte Originalfelge finden sich womöglich an einem der Stände auf dem 260.000 Quadratmeter großen Freigelände oder in einer der Hallen. Bis zu 25 Kilometer muss zurücklegen, wer sich das ganze Angebot erwandern möchte.

Händler aus ganz Europa

Der nach eigenen Angaben größte europäische Veteranen-Markt lockt immer mehr Händler aus dem Ausland. So haben sich Teilehändler aus Österreich, Schweiz, Niederlande, England, Tschechien, Polen, Italien und Frankreich angemeldet. Der Teile-Nachschub für ausländische Fabrikate ist also gesichert.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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