VW-Geschäftsbericht 2017

Porsche-Chef, Matthias Müller, Porträt
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Porsche-Chef, Matthias Müller, Porträt

 © Robert Kah
13.03.2018 - 14:27 Uhr von Holger Wittich

Volkswagen hat im Geschäftsjahr 2017 deutlich mehr verdient. So stieg das operative Ergebnis der Stammmarke auf rund 3,3 Milliarden Euro – bereinigt um die Sonderkosten für die Dieselaffäre.

2016 lag das Ergebnis noch bei zirka 1,9 Milliarden Euro, wie der VW-Konzern am Dienstag (13.3.2018) mitteilte. Den Umsatz der Marke gibt der Konzern für 2017 mit 80 Milliarden Euro an, 24,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Hier ist jedoch eine direkte Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben, da Volkswagen ausländische Importmarken nicht mehr zur Marke zählt. Bereits vor einiger Zeit hatte der Wolfsburger Konzern seine Kennzahlen für 2017 vorgelegt. So stieg der Umsatz um 6,2 Prozent auf 230,7 Milliarden Euro. Mehr als doppelt so hoch fiel der Gewinn für die Aktionäre mit 11,4 Milliarden Euro aus.

Vier Millionen Autos werden freiwillig umgerüstet

Die Kosten für den Dieselskandal 2017 betrugen 3,2 Milliarden Euro. 2016 waren es noch 6,4 Milliarden Euro, die VW für Rückkäufe, Nachrüstungen und juristische Auseinandersetzungen aufwendete. Insgesamt hat Dieselgate mehr als 25 Milliarden Euro gekostet.

VW-Boss Müller nahm auch direkt zum Dieselskandal Stellung. Es sei der schwerste Rückschlag gewesen, den das Unternehmen je habe einstecken müsse. Die Krise habe den Konzern bis auf äußerste gefordert. Müller kündigte zudem an, dass VW weitere vier Millionen Fahrzeuge freiwillig mit einem Software-Update ausrüsten will. Dadurch sollen die Stickoxid-Emissionen um bis zu 30 Prozent sinken, so der VW-Boss.

VW-Boss kassiert 9,5 Millionen Euro Gehalt

Aus dem Geschäftsbericht gehen auch die Bezüge der Vorstände hervor, die im Rahmen des Diesel-Skandals bereits für massive Kritik gesorgt hatten. Erstmals kam hier auch die neue Deckelung der Gehälter zum Tragen. VW-Boss Matthias Müller kommt für das Geschäftsjahr zusammen mit Grundgehalt sowie einem kurz- und langfristigen Bonus auf 9,5 Millionen Euro, knapp unter der neuen Obergrenze von 10 Millionen Euro. Dazu würden sich noch rund 200.000 Euro Nebenleistungen und Vorsorgeaufwand für die betriebliche Alterversorgung in Höhe von 600.000 Euro addieren. Damit lägen die Bezüge bei 10,3 Millionen Euro, 2016 hatte Müller noch 7,8 Millionen Euro verdient. Trotzdem hat das neue System dem obersten VW-ler rund drei Millionen Euro Gehalt gekostet. Nach den 2016er-Regeln für die Vorstandsbezüge hätte er 13,2 Millionen Euro verdient. Die Mitglieder des Konzernvorstands erhielten 2017 deutlich mehr Gehalt, die Verdienste summieren sich auf 50,3 Millionen Euro, 2016 waren es 39,5 Millionen Euro. Auf die Vorstandsmitglieder entfallen demnach 5,5 Millionen Euro.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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