Zweiräder auf dem Genfer Salon

Das Klapprad von Mini macht sich klein. Klein genug sogar für
den nicht eben üppigen Kofferraum des drei- und fünftürigen Mini
Hatch.
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Das Klapprad von Mini macht sich klein. Klein genug sogar für den nicht eben üppigen Kofferraum des drei- und fünftürigen Mini Hatch.

© Mini
02.03.2018 - 18:22 Uhr von Bernd Conrad

Mit dem Auto in die Stadt? Das wird immer ungemütlicher. Zweiräder rücken in den Fokus. Auch beim Genfer Salon. Wobei der Beitrag von Peugeot eher für einen Ausflug ins Grüne gedacht ist.

Autohersteller wollen sich weg vom reinen Fahrzeugproduzenten, hin zu Mobilitätsanbietern wandeln. Das hört man dieser Tage öfter aus dem Chefetagen der Industrie. Bis wir uns alle in einer Datenwolke vom Shuttlebus hin zum eigenen Roboterauto bewegen, dauert es noch ein bisschen. Aber dennoch wird das genannte Bestreben sichtbar. Die Fortbewegung auf zwei Rädern rückt mehr in den Fokus.

Fahrräder einer Automarke sind nichts Neues, womit aber nicht die Anfänge des Skoda-Vorläufers Laurin & Klement oder von Opel gemeint sind. In den Zubehörkatalogen aller großen Marken finden sich neben Lifestyleartikel auch Räder.

In-Frame-eBike von Peugeot

Neu ist, dass jetzt auch eine Automesse wie der Genfer Salon für die Präsentation genutzt wird. Beispielsweise bei Peugeot. Dort stellt man nicht nur die neue Mittelklassebaureihe 508 und den Hochdachkombi Rifter vor, sondern auch das E-Mountainbike eMS02 FS Powertube.

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes In-Frame eBike, bei dem der Akku nicht am, sondern im Rahmen sitzt. Dabei handelt es sich um einen 500 Wh starkes Batteriepaket von Bosch, die in Verbindung mit der Pedalkraft des Radfahrers Strom für 125 Kilometer Elektrounterstützung geben soll.

Der Nachteil bei einem In-Frame-eBike ist die fehlende Flexibilität. Der Akku kann nicht mal eben mit ins Büro genommen werden, um ihn dort zu laden. Für den urbanen Pendler ist das mindestens 4.599 Euro teure Peugeot-Bike aber nicht gemacht, das Mountainbike sucht die freie Natur.

Das klappt schon mit Mini

Die Innenstadt sieht ein anderer Autobauer als Revier für sein neues Zweirad. Die BMW-Tochter Mini hält ihre Kunden für fit genug, auf ein Fahrrad ohne Elektrounterstützung abzufahren. Dafür bekommen sie eine Klappfunktion. Mit ihrer Hilfe soll sich das neue Mini Folding Bike sogar klein genug für den nicht gerade üppigen Kofferraum des drei- und fünftürig lieferbaren Mini Hatch machen.

Mit einem Preis von 650 Euro ist das Fahrrad für Mini-Fahrer, die ihr Auto gerne am Stadtrand stehen lassen, vielleicht in der Tat eine Alternative zur Jahreskarte der lokalen Verkehrsbetriebe – Wetterfestigkeit des Fahrers vorausgesetzt.

Nicht für die Strecke vom Park+Ride-Parkplatz zum Arbeitsplatz, sondern für die meist kürzere „Letzte Meile“ ist Skodas Beitrag auf dem Genfer Salon konzipiert.

Maximal 100 Kilo bei Skoda

Als Studie zeigen die Tschechen ihren Scooter, einen Klapproller mit 100 Kilogramm maximaler Traglast. Er soll sich, einem spezielle entwickelten und patentiertem Klappmechanismus sei Dank, im Kofferraum der Skoda-Modelle Octavia und Superb verstauen.

Dort verschwindet er zusätzlich zu Reserverad und Werkzeug unter dem doppelten Ladeboden. Im zweiten Halbjahr will Skoda den Scooter dann verkaufen – wieder klassisch im Zubehörprogramm.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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