Versicherung: Vorsicht bei Billig-Tarifen

Wie gut eine Kfz-Versicherung ist,...
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Wie gut eine Kfz-Versicherung ist,...

 

Beim Kampf um den Kunden geht der Trend geht zu billigen Nebentarifen. Viele Versicherungsunternehmen bieten mitt­lerweile Zweit- oder Dritt-Tarife an, die vor allem preissensible Kunden anspre­chen sollen. Die Policen sind günstig, allerdings dürfen Autofahrer bei der Ausstattung oft nicht viel erwarten.

Ein beliebter Leistungsverzicht ist etwa eine geringere Deckungssumme in der Haftpflicht (50 statt 100 Millionen Euro). Auch der Einspruch bei grober Fahrlässigkeit nach einem Unfall, wenn er zum Beispiel auf einen CD-Wechsel während der Fahrt oder Übermüdung am Steuer zurückzuführen ist, gehört häufig als Bestandteil zu den Billig-Po­licen.

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Selbst bei den versicherten Au­toteilen gibt es Einschränkungen; der Schutz von Zubehör fällt oft mager aus. Die neuen Alufelgen zum Beispiel müs­sen dann extra versichert werden. Mehr noch: In Sachen Unfallreparaturen oder Neuwertentschädigung im Kaskobe­reich streichen die Assekuranzen eben­falls gerne.

Achtung Werkstattbindung

Wer etwa einen Vertrag mit Werk­stattbindung abschließt, darf nach einem Crash den Wagen nur im Part­nerbetrieb der Versicherung instand setzen lassen. Zwar spart der Kunde mit dieser Police am Jahresbeitrag, zugleich riskiert er aber, dass die Fahrzeuggarantie erlischt. Noch schlimmer sieht es beim Punkt Neuwertentschädigung aus. Wird das Auto gestohlen oder er­leidet beim Unfall einen Totalschaden, bekommt der Kunde oft nur in den ers­ten sechs Monaten den Neupreis erstat­tet. Obendrein fehlt häufig die so ge­nannte GAP-Deckung, die gerade bei geleasten Wagen wichtig ist. Sie schließt nach Komplettverlust die Differenz zwischen Ablösewert bei der Bank und den Wiederbeschaffungswert.

In all den aufgezählten Punkten un­terscheiden sich viele der billigen Ne­bentarife von den Standardpolicen. Wer auf eine umfassende Absicherung bei seinem Fahrzeug Wert legt, sollte daher nicht zu ihnen greifen. Mehr noch: Auch der Spareffekt steht oftmals in keinem Verhältnis zur Leistungsbe­schneidung. Nur selten sind um die 20 Prozent Ersparnis für den Autofahrer zu erzielen. Umgekehrt gilt aber auch: Gute Verträge müssen nicht teuer sein. Deshalb wird ein Vergleich vor der Vertragswahl immer wichtiger.

Quelle: www.auto-motor-und-sport.de - Alle Rechte vorbehalten. - Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Motor-Presse Stuttgart
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