Versicherungswechsel: Überraschungen bei der Rückstufung

verkehrsunfall
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verkehrsunfall

 
16.10.2008 - 15:09 Uhr von Henning Busse

Wer seine Kfz-Police kündigen und zu einem anderen Unternehmen wechseln will, sollte vor der Unterschrift des neuen Vertrags einen Blick auf die Rückstufungstabelle werfen. Sonst können im Schadensfall teure Überraschungen drohen.

Auf selbstverschuldete Unfälle reagieren die Versicherungen mit der Rückstufungen in niedrigere und somit ungünstige Schadenfreiheitsklassen (SF) mit höheren Beitragssätzen. Allerdings handhaben die Assekuranzen diesen Vorgang sehr unterschiedlich. Bei manchen Anbietern rutschen Kunden mit gutem Schaden­verlauf schon nach zwei Karambolagen während eines Jahres so tief ab, dass fast zwei Dekaden nötig sind, um zur alten Einstufung zurückzukehren.

Für solche Fälle hat die Branche spe­zielle Leistungen entwickelt, die Schutz versprechen. Gerade für Autofahrer in guten Schadenfreiheitsklassen ist der so genannte Rabattretter lukrativ: Kommt es zu einem Unfall, wird der Kunde zwar in eine ungünstigere Klas­se zurückgestuft, der Beitragssatz er­höht sich aber nicht. Dieser sinnvolle Schutz tritt aber je nach Gesellschaft erst zwischen 20 und 25 unfallfreien Jahren (SF 20 und 25) in Kraft.

Rabattschutz

Seit neuestem wird immer öfter die Zusatzleistung "Rabattschutz" ab SF-Klasse vier angeboten. Hier stufen die Assekuranzen den Kunden nach einem Crash nicht automatisch schlechter ein. Die Police wird weiterhin als schaden­frei betrachtet. Je nach Konzern werden bis zu drei Unfallschäden während der Vertragslaufzeit nicht angerechnet. Das hört sich gut an, hat jedoch einen Nach­teil: Mit dieser Leistung binden sich die Kunden an den Versicherer. Denn wechselt der Autofahrer nach einem Crash die Asse­kuranz, wird er aufgrund der Unfälle bei einem anderen Unternehmen hoch­gestuft. Und das kann teuer werden.

Quelle: www.auto-motor-und-sport.de - Alle Rechte vorbehalten. - Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Motor-Presse Stuttgart
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