Saab 9-3 2.0i

Saab 9-3 2.0i
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Saab 9-3 2.0i

 
02.04.2003 - 11:07 Uhr von Gregor Hebermehl

Der Saab 900 hat sich durch ein Facelift und zahlreiche Detailverbesserungen zum 9-3 gemausert. Erstmals ist jetzt auch ein Dieselmotor lieferbar.

Aus und vorbei – den Saab  900 gibt es nicht mehr. 1993  ging das schwedische Mittelklasse-  Modell als Saab- und  General Motors-Gemeinschaftsprojekt  mit vielen Anlaufschwierigkeiten  an den Start,  jetzt wird es vom 9-3 abgelöst.  Für die Freunde der Marke  sei die gute Nachricht vorweggenommen:  Wie sein Vorläufer  wird der Neue als viertürige  Limousine, als Coupé und als Cabriolet angeboten. Und um  den 9-3 vom Modell 900 unterscheiden  zu können, muß man  schon genau hinsehen. Die  hohe Gürtellinie hat er vom  Vorgänger geerbt, Modifikationen  an der Heckklappe und  am Kühlergrill fallen nur Insidern  ins Auge. Kräftiger  überarbeitet wurde jedoch die  Form der Stoßfänger, die jetzt  außerdem ohne Chromleisten  auskommen müssen.

Eine weitere positive Meldung:  In der Basis-Version wird  der 9-3 billiger angeboten als  der 900. Die viertürige Limousine  steht mit 130 PS starkem  Zweilitermotor ab 39 450 Mark  bei den Händlern und kostet damit  1500 Mark weniger als der  vergleichbare Vorgänger. Beim  Coupé ist der Preis um 2000  Mark auf 37 950 Mark zurückgenommen  worden, beim Cabriolet  gar um 3000 Mark auf  53 950 Mark.  Anders sieht es bei den  SE-Versionen aus. Ihre Preise  haben besonders in Verbindung mit dem Zweiliter-  Turbomotor zugelegt. Für die  185 PS starke Limousine fallen  mit 59 950 Mark 3400 Mark  mehr an als bisher. 

Zwar gehört  inzwischen die vormals  2900 Mark teure Lederausstattung  zur Serie, dafür müssen  Tempomat und Bordcomputer  anders als beim 900 mit 850  Mark extra bezahlt werden.  Die als Option zur manuellen  Fünfgangschaltung angebotene  Viergangautomatik schlägt  stets mit 2900 Mark zu Buche.  Insgesamt 1100 neue oder  überarbeitete Teile sollen beweisen, daß es sich um mehr  als ein leichtes Facelift handelt.  Die meisten Veränderungen  fanden im verborgenen statt.  So vervollständigen jetzt großvolumige  Sidebags und aktive  Kopfstützen, die Schleudertraumata  verhindern sollen, die  Sicherheitsausstattung. 

Fahrwerksseitig wurde durch  längere Federwege für einen  besseren Komfort gesorgt. Diesen  Vorteil macht aber das  Sportfahrwerk mit den 16 Zoll-  Rädern (Serie 15 Zoll) weitgehend  zunichte. Auf Schlaglöchern  oder Querfugen führt die straffere Abstimmung zu  erheblich lauteren Abrollgeräuschen  und Einbußen beim  Federungskomfort, ohne beim  Handling wesentliche Vorteile  zu bieten.  Die Servolenkung arbeitet  um die Mittellage gefühllos  und erschwert damit präzises  Einlenken, obwohl sie gegenüber  dem 900 direkter ausgelegt  wurde.  

Positiv fällt hingegen das  niedrige Geräuschniveau auf.  Die bekannten Vierzylinder  mit 130, 150 und 185 PS – der  170 PS starke Opel-Sechszylinder  ist nicht mehr lieferbar  – dringen nur beim Beschleunigen  als leises Grollen  ans Ohr.  Ein Opel-Motor fällt aus  dem Programm, ein anderer  kommt hinzu: Der ab Herbst  1998 lieferbare direkteinspritzende  2,2 Liter-Turbodiesel  stammt von der deutschen GMTochter.  Er leistet 115 PS und  entwickelt mit 260 Nm nahezu  das gleiche Drehmoment wie  der 70 PS stärkere Benzinmotor  mit Aufladung.

Die Laufkultur  liegt dank vibrationstilgender  Ausgleichswellen, gelungener  Schalldämpfung und angepaßter  Aufhängung auf ähnlich  hohem Niveau.  Nennenswerte Windgeräusche  entstehen erst bei Geschwindigkeiten  ab 140 km/h  an Windschutz- und Seitenscheiben.  Klappern oder Knistern  gehört aber nicht mehr  zur Begleitmusik des 9-3.  Mit 6000 im Jahr 1997 in  Deutschland verkauften Autos  gehört Saab zu den Nischenmarken.  Der 9-3 hat allerdings  das Zeug, diese Nische  zu vergrößern.   

Technische Daten:

9-3 2.0

Leistung: 96 KW (130 PS)
Drehmoment (bei U/min): 177
Höchstgeschwindigkeit:200 km/h
Grundpreis:21.320,88 €

Quelle: 2003 Motor-Presse Stuttgart
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