Der Audi Quattro war ein Vorreiter der Allradtechnik. Er war
zwar nicht der erste Wagen mit vier angetriebenen Rädern, aber doch
der erste, der viele neue Käuferschichten erschloss.
Mit dem Audi Quattro war ein Allradler nicht mehr nur
Arbeitsgerät, sondern konnte sich im sportlichen Alltag bewähren -
und noch heute begeistert ein gut erhaltener Quattro mit seinem
Fahrverhalten.
Bei seiner Einführung kostete der Audi Quattro knapp 50.000 Mark
- diesen Betrag hat er - in Euro - auch schon fast wieder erreicht.
Ein Porsche 911 SC kostete neu genau so viel, als Klassiker hat ihn
der Quattro allerdings schon überholt.
Zunächst werden die Spaltmaße kontrolliert, um eventuelle
Unfallschäden zu entdecken. Sind die Abstände von Stoßfängern,
Anbauteilen und Karosserieverkleidungen gleichmäßig?
Der radikale Bruch kam 1987, als Audi mit dem neuen
Digital-Cockpit wiederum etwas übers Ziel hinausschoss. Hier
sollten alle Anzeigen funktionieren, das Mäusekino gilt als etwas
anfällig.
Der Fünfzylinder-Turbomotor mit 200 PS gilt als sehr robust.
Viel eher verabschiedet sich der Turbolader. Am besten den
Vorbesitzer über seine Fahrweise ausfragen. Wurde der Turbo nach
Autobahnetappen "kaltgefahren"?
Wichtig ist auch, die Flüssigkeiten zu überprüfen: Stimmen die
Füllstände, ist die richtige Hydraulikflüssigkeit eingefüllt? Neben
Motoröl auch Getriebe und Differentiale checken.
Zwischen dem Zustand 2 mit 46.000 € und dem Zustand 4 mit 13.000
€ liegen beim Audi Quattro nicht nur finanziell Welten. Gerade bei
ihm sollte man allerdings das Motto "Immer das bessere Auto kaufen"
beherzigen. Teilesuche und -kosten können sonst leicht für Verdruss
sorgen.
Hartmut Warkuß gestaltete den Quattro unter dem Motto "rough and
tough" als kantiges Werkzeug. Die Blister über den Rädern zitiert
Audi heute wieder bei SUV, RS- und Allroad-Modellen.
Im Sommer 1989 ging der Quattro 20V in Serie: Der
Vollalu-Fünfzylinder mit Vierventil-Zylinderkopf und 220 PS hatte
zuvor schon während des Genfer Saons Afang März im 200 Quattro 20V
Premiere gehabt.
Mit seinem maximalem Drehmoment von 309 statt 270 Nm, die zu dem
bei 1.950 statt 3.000 U/min bereitstehen, hat der Vierventiler eine
bulligere Charakterisitik als der Zweiventiler.
Extrem teurer Exot: Der nur 214-mal gebaute Sport Quattro mit
gekürztem Radstand war bei seinem Debüt 1984 mit einem Grundpreis
von 195.000 Mark das teuerste deutsche Serienauto.
Kurven nimmt der Quattro sicher. Ob der Allradantrieb nicht nur
die Längs- sonderna auch die Querdynamik positiv beeinflusst, wurde
auch in Fahckreisen diskutiert.
Frühes Modell mit Turbo-Schriftzug auf dem Lenkrad,
Zebra-Velours auf den Sitzen und Seilzug-Differenzialsperen. Noch
hat der Quattro konventionelle Zeigerinstrumente.
Ab September 1982 baut Audi digitale Instrument ein - zunächst
hellgrün leuchtenede Vakuumfluoreszenzanzeigen und ab August 1987
hellrote LCD-Anzeigen.