Gratis: Die besten System-Tools für Android

Die besten System-Tools für Android
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Die besten System-Tools für Android

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Unsere Top-System-Tools für Android liefern Detailinformationen zum Android-System, zur Hardware und zu den Netzwerkverbindungen. Alle Tools sind gratis.

Bordmittel von Android

Android bringt insbesondere ab Version 2.2 grundlegende Werkzeuge mit, die Informationen über das Betriebssystem, die installierten Apps und die verbaute Hardware liefern.

So können Sie unter „Einstellungen, Anwendungen“ und „ Einstellungen, Telefoninfo“ eine Reihe wichtiger Informationen abrufen. Über "Einstellungen, Anwendungen, Anwendungen verwalten, Nur ausgeführte Anwendungen, Stoppen erzwingen" (letztere Option finden Sie bei Android 2.2) können Sie Anwendungen, die Sie nicht mehr benötigen, beenden und damit Speicherplatz freigeben. Sofern die Anwendung auch noch CPU-Leistung belegt sollte, senken Sie auch den Stromverbrauch, wenn Sie diese beenden.

Echte Profidaten liefern Ihnen die Bordmittel eines Android-Betriebssystems jedoch nicht. Das dürfte Absicht sein, um den Benutzer nicht mit zu vielen Informationen zu überfordern und zu verwirren. Technik-interessierte Smartphone-Besitzer sowie Entwickler, die selbst Apps für Android programmieren, benötigen jedoch weiter gehende Informationen. Diese bekommen Sie problemlos, wenn Sie bestimmte System-Analyse-Tools installieren.

Wir stellen Ihnen auf den nächsten Seiten einige dieser Profi-Werkzeuge für Android-Smartphones vor: Allesamt kostenlos beziehungsweise werbefinanziert, von einigen gibt es noch leistungsfähigere kostenpflichtige Varianten. Unsere System-Tools für Android liefern exakte Informationen zur verbauten Hardware, erklären die Struktur der installierten Androidversion, zeigen die Funktionsweise des Android-Betriebssystem und dessen Parameter und liefern alle Details zu den Netzwerkverbindungen des Androiden.

Die kostenlose App Android Status liefert auf einen Fingertipp hin eine Fülle von Informationen über das aktuelle Befinden Ihres Android-Smartphones oder -Tablets. Die Darstellung ist schlicht und übersichtlich, alle Einträge sind untereinander angeordnet. Unter anderen sehen Sie folgende technische Daten auf einen Blick:

* Versionsnummer des Kernels
* Zeit seit dem Einschalten des Smartphones
* Prozessor-Typ inklusive Taktrate und aktueller Auslastung
* Arbeitsspeicher (gesamt/genutzt/frei)
* Interner Speicher (gesamt/frei)
* Speicherkarte (gesamt/frei)
* Akku-Stand (aktueller Ladestand sowie die Information, ob er gerade aufgeladen wird)
* Anzahl der laufenden Prozesse
* IP-Adresse und Gateway-Adresse
* Wlan
* Netzwerkdaten (inklusive Mac-Adresse)
* Anzahl der Internetverbindungen (inklusive der Ports, an denen gelauscht wird. In der Regel ist letzteres nur der Loopback-Eintrag/localhost).

Wenn Sie auf einen dieser Einträge klicken, bekommen Sie dazu Detailinformationen. So sehen Sie beispielsweise unter dem letzten Punkt „Internet“, von welchem Server sich Ihr Smartphone die aktuellen Wetterdaten holt. Benutzen Sie zum Beispiel ein HTC-Smartphone mit Sense, dann sehen Sie, dass Ihr Gerät von einem HTC-Server eine Vielzahl von Daten empfängt: Wetter, Kalender, Facebook-Aktualisierungen, Aktienkurse, Twitter, Flickr (sofern damit verbunden) um nur einige zu nennen.

Ebenso steht Ihr Smartphone immer mit dem Google-Server in Verbindung, beispielsweise mit dem von Google Maps. Zu jedem Eintrag unter dem Punkt „Internet“ sehen Sie die Quell-IP-Adresse (also die Ihres Smartphones) und die Zieladresse (des jeweiligen Servers, mit dem sich Ihr Smartphone verbindet). Einschließlich der dabei benutzten Ports – Android Status liefert also die kompletten Socket-Daten. Bei CPU und Memory erscheint eine grafische Darstellung der Auslastung, wenn Sie darauf tippen.

Unter Process liefert Ihnen Android Status eine vollständige Übersicht aller laufenden Prozesse. Ein weiterer Klick auf einen Eintrag darin liefert zum jeweiligen Prozess Detailinformationen. Beenden können Sie einen Prozess hier jedoch nicht, Android Status ist eine Anzeige-App, kein Taskmanager. Unter „Active Network“ finden Sie die Bezeichnung der Netzwerk-Schnittstelle, die IP-Adresse des Smartphones und die IP-Adresse von dessen Gateway. Auch die Netzmaske können Sie hier nachlesen.

Drücken Sie bei geöffneter App auf die Menü-Taste Ihres Smartphones, so sehen Sie, wie Android Status alle diese Daten ermittelt. Nämlich mit Hilfe standardmäßiger Linux-Befehle wie netstat, ps, ifconfig (Windows-Anwender aufgepasst: Unter Windows heißt der Befehl ipconfig), pstree und route. Das proc-Verzeichnis lässt sich ebenfalls anzeigen, außerdem können Sie im Menü einstellen, welche Daten das Tool darstellen soll. Und Sie können hier festlegen, in welchem Abstand die Daten aktualisiert werden sollen.

Fazit: Android Status liefert Detailinformationen in Hülle und Fülle, insbesondere Linux-Anwender werden die Gratis-App lieben. Sie bietet aber keine Möglichkeit, die angezeigten Daten zu beeinflussen. Gewisses technisches Vorwissen ist für das Verständnis der angezeigten Daten erforderlich.

Tipp: Wenn Sie zu den jeweiligen Linux-Befehlen weitere Informationen benötigen, dann installieren Sie doch die Gratis-Apps Linux Commands oder Unix and Linux Commands. Und mit der ebenfalls kostenlosen App Terminal Emulator können Sie eine einfache Linux-Konsole auf dem Smartphone installieren. Sie unterstützt allerdings nicht alle Linux-Befehle.

Wer lediglich die Netzwerkdaten klar und übersichtlich angezeigt bekommen will, kann zur Gratis-App GTech Network Tools greifen. Unter dem Menü-Punkt IP Config sehen Sie auf einen Blick alle für das Netzwerk relevanten Daten, wahlweise für eine Wlan- oder für eine Mobilfunk-Verbindung. Also lokale und externe IP-Adresse, Verbindungsmodus und Operator (Ihr Mobilfunkprovider), um nur einige Beispiel zu nennen. Der Ping-Befehl, mit dem Sie die Verfügbarkeit einer Website prüfen können, ist ebenfalls als eigener Menüpunkt integriert, ebenso nslookup, mit dem Sie die IP-Adresse eines Domain-Namens ermitteln können. Ebenso sind ein Server-Checker und ein Tool zum Anzeigen der Http-Header integriert.

Alternative: IP Info (gratis) und NetworkInfo. Mit Pinger (gratis) können Sie ebenfalls Ping-Abfragen starten, um die Verfügbarkeit einer Seite zu prüfen.

APNdroid

Mit APNdroid schalten Sie den GPRS/EDGE/UMTS-Datenaustausch Ihres Smartphones aus, können dabei aber Feineinstellungen vornehmen, die Ihnen der Flugmodus Ihres Smartphones nicht bietet. So können Sie festlegen, ob MMS und Benachrichtigungen trotzdem empfangen werden können. Telefonieren können Sie aber problemlos – ein weiterer Vorteil gegenüber dem standardmäßigen Flugmodus.

Dieses System-Tool gehört zu den Pflichttools auf dem Android-Smartphone eines jeden Technik-Interessierten. Die App liefert auf den ersten Blick (im so genannten Dashboard) via Balken-Diagramm und Prozentzahlen Informationen zum Ladezustand des Akku, zur Belegung von internen Speicher und SD-Karte, zur Arbeitsspeicher-Auslastung und zur Uptime (wie lange der Androide schon eingeschaltet ist), zum Netzwerktyp (Mobilfunk/WLAN) und zur IP-Adresse. Wenn Sie auf den Eintrag Battery tippen, erhalten Sie weitergehende Informationen. Beispielsweise zu den größten Stromverbrauchern.

Wechseln Sie zum Reiter System, so sehen Sie viele Detailinformationen zur Innenausstattung des Smartphones. Einige Beispiele:

* OS: Browserversion, Androidversion, Webkit-Version, Uptime

* Buildinfos: API-Level (für Entwickler interessant), CPU, Bootloader

* Battery: Temperatur, Volt

Dazu viele detaillierte Informationen zu Prozessor, Kamera, Netzwerk, Bildschirm, OpenGL und mehr. Sie erfahren hier zudem, welche Sensoren eingebaut sind und wie viel Strom diese benötigen. Und Sie bekommen einen Überblick über die Ordnerstruktur und sie Java-Properties, worüber sich wieder Entwickler freuen. Unter Mount Points finden Sie die Ordnerstruktur.

Der nächste Reiter hört auf die Bezeichnung Tasks. Hier sehen Sie exakt, was auf Ihrem Smartphone läuft und können gegebenenfalls einen Task, den Sie nicht benötigen, beenden. Das spart unter Umständen Strom und gibt auf jeden Fall Arbeitsspeicher frei. Zu jedem Task sehen Sie auf einen Fingertipp hin die Prozess-ID, die User-ID, zu der der Prozess gehört, den Status (ob der Prozess als Hintergrundprozess läuft) und das Java-Package. Jeder Prozess lässt sich wie gesagt einzeln beenden.

Über den Reiter App werden alle installierten Apps angezeigt. Jede App lässt sich hieraus direkt starten, verwalten und deinstallieren. Außerdem kann man von hier direkt zum App-Eintrag im Android-Market gelangen. Zu jeder App stehen viele Detailinformationen bereit, die für Java-Entwickler interessant sein könnten. Ein Direktzugriff auf alle Logfiles von Android rundet den Funktionsumfang von Android System Info ab (die Logfile-Ansicht lässt sich über Log Category im Menü einstellen). Android System Info greift übrigens unter anderem auf verschiedene Untermenüs des Einstellungsmenüs von Android zu, um seine Daten anzuzeigen.

Fazit: Tolles Tool, das sich auch hervorragend dafür eignet, unerwünschte Stromfresser abzuschießen.

Astro ist zunächst einmal das, was sein Name aussagt: Ein Datei-Manager. Mit ihm navigieren Sie mühelos durch die Ordnerstruktur Ihres Smartphones inklusive SD-Karte und verschieben oder löschen Dateien. Eine Such-Funktion ist ebenfalls integriert.

Darüber hinaus sind auch einige Tools wie der Prozess Manager in den Astra Datei Manager integriert. Astro bietet Ihnen damit eine differenziertere Sicht auf laufende Programme und Tasks. Das Tool unterscheidet zwischen geöffneten Programmen und laufenden Prozessen. Letztere bekommen Sie in echter Linux-Optik als PIDs präsentiert. Damit können Sie dann auch wirklich gezielt Prozesse beenden und nicht nur Programme. In die gleiche Kerbe schlägt die übrigens auch die weiter oben erwähnte Gratis-App Android System Info - auch mit ihr können Sie Tasks einzeln abschießen.

Alternative: Ghost Commander

DalvikExplorer (gratis)

Diese App gehört nicht gerade zu den Anwendungen, die man jeden Tag startet. Außer man ist Android-Entwickler und benötigt Detailinformationen zu einem Testgerät. Denn wie der Namensbestandteil Dalvik (die Dalvik Virtual Machine ersetzt die normale Java Virtual Machine bei Android) schon andeutet, liefert diese App Details zum Java-System, dessen Bibliotheken und Umgebungsvariablen auf dem Smartphone.

Mit NetSentry wissen Sie immer, wie viel Traffic durch Ihre Leitung geflossen ist. Das Datenaufkommen wird aufgeteilt dargestellt nach WLAN-Tethering (falls Sie Ihr Smartphone als WLAN-Hotspot verwenden. Ab Android 2.2 ist diese Funktion in das OS integriert, für ältere Androidversionen ist eine App dafür erforderlich), 2G/3G-Netzwerk und Ethernet (inklusive WLAN-Traffic). Sie können ein monatliches Limit für die 2G/3G-Verbindung festsetzen; NetSentry warnt Sie dann farblich, wenn Sie einen gewissen Prozentsatz davon verbraucht haben. Wenn ein neuer Monat beginnt, setzt NetSentry den Zähler wieder automatisch auf Null zurück (bei Vorgängerversionen funktionierte das nicht immer zuverlässig, man musste den Counter dann von Hand zurücksetzen).

DroidInfo (werbefinanziert)

Achtung es gibt mehrere Apps, die DroidInfo heißen. Die hier vorgestellte App wird exakt so geschrieben: DroidInfo. Sie liefert Infornationen zu Betriebssystem, System-Eigenschaften, Hardware-Ausstattung und zum Bildschirm. Sowie zu den Netzwerkeinstellungen und zur installierten Software. Speziell wenn Sie an ausführlichen Informationen zur Hardware interessiert sind, liegen Sie mit dieser App richtig. Aber auch zu den laufenden Prozessen und den Diensten finden Sie reichlich Informationen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit http://www.pcwelt.de
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