Multifunktionsgeräte: Die besten Kombidrucker

Multifunktionsgeräte: Die besten Kombidrucker
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Multifunktionsgeräte: Die besten Kombidrucker

© Canon
12.03.2015 - 12:11 Uhr

Drucken, Faxen, Scannen und Kopieren - und das sind nur die Grundfunktionen der in diesem Test vorgestellten Kombidrucker. Dazu kommen teils sehr clevere Zusatzfunktionen.

Reine Drucker finden sich kaum noch im Handel, moderne Geräte sollen nicht nur bequem zu bedienen, sondern auch multifunktional ausgestattet sein. Sei es der Scan der amtlichen Post, wichtige Kopien oder der Druck der Hausaufgaben des Nachwuchses. Die Grundfunktionen Scannen, Drucken und Kopieren sind kaum zu unterscheiden. Einige Modelle beherrschen zudem Faxfunktionen. Um sich voneinander abzusetzen, präsentieren die Hersteller vermehrt zusätzliche Fähigkeiten.

Drucken via Cloud

HP setzt voll auf die Power der Cloud und ermöglicht so das Drucken von Mobilgeräten bei so gut wie allen Druckern ab 100 Euro. ePrint nennt sich die praktische Funktion, mit der ohne zusätzlichen Treiber vom Smartphone oder Tablet gedruckt werden kann. Damit das funktioniert, muss der Drucker per WLAN mit dem Internet verbunden sein. Das Gerät bekommt eine eigene E-Mail-Adresse, an die die Druckaufträge geschickt werden. In der Cloud wird der Auftrag druckfähig umgewandelt. Einige Geräte wie der HP Officejet Pro 8620 oder der HP Photosmart 7520 können sogar noch mehr: Per WiFi Direct lassen sich Mobilgeräte auch ohne Router mit dem Drucker verbinden. Zudem ist es möglich, Scans an E-Mail-Adressen zu versenden.

Trendy: Nicht nur HP beherrscht Cloud-Printing, mittlerweile sind auch Hersteller wie Epson auf den Zug aufgesprungen. Dass mobiles Drucken auch im Büro angekommen ist, zeigen Modelle von Canon, Brother und HP wie die Officejet Pro 276dw, Canon Pixma MX895, MX725, MX295 oder Brother MFC-J4510DW. Neu dabei ist die Maxify-Serie von Canon, die Tintendrucker ins Büro zurückbringt und direkten Zugriff auf Clouddienste bietet.

Ebenfalls im Trend liegt der Nahbereichsfunk NFC - hier muss nur das Smartphone oder Tablet an den Drucker gehalten werden, damit sich die Geräte erkennen. Beim Brother MFC-J870DW oder dem HP Officejet Pro 8620 funktionierte dieser Übertragungsweg jedoch noch nicht sehr zuverlässig.

Die Drucker unserer Top10 verdanken ihre Platzierung neben einer runden Leistung beim Drucken, Scannen und Kopieren auch Ausstattungsmerkmalen wie einer Duplex-Einheit, Fax-Funktionen oder wie beim HP Officejet Pro 8620, Canon MX925 oder MX725 Duplex-Scan und Duplex-Kopien. Der Brother MFC-J4510DW beherrscht über den Einzelblatteinzug sogar Druck in DIN A3.

Mittlerweile lassen sich auch spezialisierte Drucker wie der auf Fotodruck ausgelegte Canon Pixma MG6350 vom Mobilgerät ansteuern. Der Drucker setzt auf eine Sechsfarbtechnik für besonders ansehnliche Fotodrucke und beherrscht neben herstellereigenen Apps auch Apple Airprint und Google Cloudprint.

Wichtig: Kosten für Tinte und Strom

Nicht der Kaufpreis des Druckers, sondern der Preis für die Tinte entscheidet, wie teuer ein Drucker wirklich ist. Vor allem bei dedizierten Bürogeräten sind große Tintentanks und niedrige Seitenpreise Pflicht. Hier tut sich der HP Officejet 276dw positiv hervor - wir errechnen 1,3 Cent pro Seite in Schwarz-Weiß und 5 Cent pro Farbseite. Damit ist der Drucker sogar eine Konkurrenz für Laserdrucker, zumindest wenn es um die reinen Tintenkosten geht.

Mit dem Officejet 8620 unterbietet der Hersteller diese Folgekosten sogar noch: 1,2 Cent pro Schwarzdruck und 4,2 Cent pro Farbdruck sind Spitzenwerte und besser als die meisten Farblaser. Wir legen allerdings Kartuschen mit hoher Reichweite der Berechnung zugrunde.

Doch auch Canon macht einen Vorstoß in Sachen Seitenpreise. Die Pixma XM925 und MX725 können Nutzer mit XXL-Schwarzpatronen bestücken, was den Preis pro Schwarzseite auf 2,5 Cent drückt. Ebenfalls günstig im Verbrauch sind die Maxify-Modelle von Canon. Wir kamen beim MX2350 auf 2 Cent pro schwarzer Seite und 4,9 Cent pro Farbseite. Wir haben beide Fälle mit dem Kombi-Pack gemessen, dem XL-Tintenpatronen beiliegen.

Gute Nachrichten: Der Stromverbrauch der Drucker geht zurück. Zwar haben noch immer nicht alle Geräte einen Ausschalter, mit dem sich noch mehr Energie sparen ließe, dafür liegen die Standby-Stromkosten auf sehr niedrigem Niveau. Beim Officejet Pro 276dw und dem Officejet 8629 messen wir bei betätigtem Ausschalter nur 0,3 beziehungsweise 0,2 Watt.

Noch besser schneiden Canon mit dem MX725 und MB2350 sowie Brother mit dem MFC-J870DW ab: Trotz Fax-Funktion fällt der Strombedarf der Geräte auf 0 Watt. Das gilt leider nicht für den Canon Pixma MX925, dieser benötigt selbst bei ausgeschaltetem Gerät noch 0,1 Watt.

Fazit: Tinte ist bürotauglich und vielseitig

Nur wenige Kompromisse müssen bei der Suche nach einem Multifunktionsgerät für Zuhause und Büro gemacht werden. Wie unser Test zeigt, finden sich viele geeignete Modelle auf dem Markt. Je leistungsstärker und vor allem auch je sparsamer im Verbrauch, desto teurer werden die Drucker allerdings. In der Regel müssen um die 200 Euro (UVP) investiert werden. Dann ist der Alleskönner aber auch für den Büroalltag geeignet. Zudem rechnet sich die höhere Investition nach einiger Zeit, da die Druckkosten der teureren Geräte zumeist deutlich unter denen der günstigen Einsteigermodelle liegen.

Der aktuelle Spitzenreiter im Test ist der HP Officejet Pro 8620: Der Hersteller bietet eine runde Lösung zum Drucken, Scannen, Kopieren und sogar Faxen an. Vor allem die günstigen Seitenpreise sind ein wichtiges Argument für den Drucker - HP unterbietet sogar viele günstige Farblaser-Kombinationsdrucker bei den Druckkosten. Da der Officejet Pro auch beim Arbeitstempo überzeugt, dabei aber hübschere Fotos druckt, empfiehlt er sich als Alternative zum Laserdrucker. NFC im Drucker ist allerdings weniger wichtig, spannender ist hingegen WiFi Direct, wie es das HP-Modell mitbringt. Wer das Gerät zudem innerhalb von 60 Tagen auf www.hp.com/eur/officejet registriert, erweitert die 12 Monate dauernde Garantie auf 3 Jahre.

Der Preis-Leistungs-Sieger im Test ist der Epson Workforce WF-2540WF. Er liegt allerdings nur um Haaresbreite vor dem Canon Pixma MX725. Auch der Brother beherrscht Faxfunktionen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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