Web-Apps: Gratis-Software für Office, Termine, Fotos, Musik und Co

Web-Apps: Gratis-Software für Office, Termine, Fotos, Musik und
Co
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Web-Apps: Gratis-Software für Office, Termine, Fotos, Musik und Co

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Präsentationen erstellen, PDFs bearbeiten, Fotos retuschieren oder Routen planen: Was früher teure Software verlangte, gibt es heute kostenlos im Internet als Web-Applikation. Die besten Online-Programme im Überblick.

Google Docs ist das bekannteste Online-Office: Neben Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Anwendung zur Präsentationserstellung bietet Google Docs auch Apps für Zeichnungen und Formulare. Die Programme glänzen weniger mit speziellen Funktionen als vielmehr durch die nahtlose Integration in die Google-Benutzeroberfläche. Wer einen Google-Account besitzt, kann auf der Google-Startseite jederzeit auf seine Google-Dokumente zugreifen. Alle mit Google Docs erstellten Dateien werden im Google-Account gespeichert und lassen sich von jedem beliebigen Rechner mit Internetzugang sowie einem Android-Smartphone oder -Tablet aus bearbeiten.

Texte, Tabellen, Präsentationen

Weitaus mehr Einzelanwendungen und speziellere Funktionen innerhalb der Web-Apps bietet die Office-Suite Zoho. Neben den kostenlosen Anwendungen gibt es ein Projektmanagement-Tool und eine Buchhaltung für Selbstständige und kleine Unternehmen. Etwas im Schatten von Google Docs und Zoho stehen zu Unrecht die Office Web-Apps von Microsoft. Sie bilden das kostenlose Pendant zu den Desktop-Anwendungen Word, Excel, PowerPoint und OneNote – zwar funktionell eingeschränkt, aber für viele Nutzer vollkommen ausreichend. Die Office Web-Apps lassen sich nicht nur über Microsofts Online-Speicher SkyDrive mit 25 GByte kostenlosem Speicherplatz heraus direkt aufrufen, sondern auch aus der Weboberfläche von Hotmail. Somit können E-Mail-Anhänge einfach im Browser bearbeitet werden. Bei Bedarf lassen sich einzelne Dokumente für andere Anwender mit Windows-Live-ID freigeben.

Termine, Aufgaben und Notizen

Wer an Google Docs Gefallen findet, wird auch den zugehörigen Kalender nutzen. Richtig praktisch ist, dass Freunde, Familienmitglieder oder Arbeitskollegen freigegebene Termine sehen. Zudem erinnert der Kalender per E-Mail oder SMS an bevorstehende Ereignisse. Das macht auch die Web-App Cozi sehr gut, eine Art digitaler Familienplaner. Das englischsprachige Tool gibt es auch als iPhone-, Android- und Blackberry-App.Der Kampf um die beste Notizanwendung wird zwischen drei empfehlenswerten Web-Apps ausgetragen. Das Zoho Notebook wird von vielen Anwendern der Office-Suite genutzt. Wer unabhängig davon agiert, kann sich zwischen Springpad und Evernote entscheiden. Beide Apps gibt es für Smartphones, Evernote existiert als Desktop-Tool, während Springpad nur im Browser läuft. Beide Anbieter erlauben es, beim Surfen im Web Texte, Links, Bilder, Videos und andere Medien zu sammeln, in mehreren Notizbüchern zu organisieren und Schlagwörter zu vergeben.

PDFs erstellen und bearbeiten

Der Online-Konverter von 7-PDF kann aus über 80 verschiedenen Dateiformaten PDF-Dokumente erzeugen. Wählt man ein Word-Dokument, eine Bilddatei oder ein PowerPoint-File aus, ist das PDF mit einem Klick auf „ Convert to PDF!“ fertig. Web2PDF gibt ganze Webseiten als PDF aus. Und wer einmal größere PDF-Dokumente in mehrere kleinere teilen oder mehrere zu einem PDF zusammensetzen muss, kann die Web-App I Love PDF verwenden.
Wenn es um die besten Web-Apps geht, darf schließlich Crocodoc nicht fehlen: Ein Dokumentenbetrachter für Bilder, Word-Dateien oder PDFs mit vielfältigen Notizfunktionen.

Auf der nächsten Seite lesen Sie alles zu den besten Foto-Tools im Web.

Adobe Photoshop Express ist eine äußerst komfortable Lösung für die Fotoverwaltung, das Nachbearbeiten und das Präsentieren von Bildern. Wer ein kostenloses Photoshop.com-Konto anlegt, erhält Zugriff auf die drei Anwendungen Editor, Organizer und Style Match. Sie bieten im Prinzip alle Funktionen der bekannten Desktop-Anwendung Photoshop Elements. Mit der Gratis-Mitgliedschaft steht 2 GByte Speicher für Bilder zur Verfügung. Wer mehr möchte, braucht ein Plus-Konto – zum Beispiel 20 GByte Speicher für 49,99 US-Dollar Dollar jährlich.

Immer mehr Hobbyfotografen nutzen fürs Präsentieren ihrer Schnappschüsse die Bilderdienste Flickr und Picasa. Beide machen es einfach, Digitalfotos mit Freunden und Bekannten zu teilen. Während Flickr ein klassischer Cloud-Dienst ist, handelt es sich bei Picasa im Grunde um eine Desktop-App zur Bildverwaltung und Verarbeitung. Das Programm gibt es für Windows, Mac und Linux. Der Clou: Picasa kann Webalben erzeugen, die sich im Browser weiter bearbeiten und präsentieren lassen. Auch die Integration in andere Google-Dienste ist gelungen: So werden Picasa-Webalben etwa auch in Googles Sozialnetzwerk Google+ integriert. Die über Picasa eingestellten Fotos lassen sich mit Hilfe des „Creative Kit“ bearbeiten.

Fotoprofis präsentieren ihre Meisterwerke am liebsten auf eigens dafür vorgesehenen Websites. Solche Websites sind zum Beispiel 500px.com oder 1x.com.

Filme und TV-Sendungen ansehen

Web-Apps für Videoschnitt konnten sich aufgrund der hohen Anforderungen an Rechenleistung und Speicherplatz bislang nicht durchsetzen. Ganz anders sieht es bei Film- und TV-Anwendungen aus. Zattoo zeigt über 50 Fernsehsender gratis, darunter die wichtigsten deutschen Sender wie ARD, ZDF, Arte, Phoenix sowie alle dritten Programme. Gegen Bezahlung entfallen Werbeeinblendungen beim Start und Programmwechsel, außerdem wird die Bildqualität besser.

Spielfilme und anspruchsvolle Dokumentationen aller Art finden sich in den Online-Videotheken Videoload und Maxdome. Fürs Ausleihen der Filme fallen unterschiedliche Gebühren an, abhängig von Qualität und Ausleihdauer. Maxdome bietet zudem Abos mit einer Film-Flatrate.

Musik hören und selber machen

Die Musik-Communities wie Grooveshark, Soundcloud oder Last.fm verfolgen zwar unterschiedliche Ansätze, dienen aber alle demselben Zweck: Nutzer können ihre Lieblingsmusik kostenlos hören und mit Freunden und Bekannten teilen. Weil Grooveshark die von Nutzern hochgeladene Musik als Stream anbietet, ohne entsprechende Lizenzvereinbarungen mit den Urhebern bzw. Rechteinhabern abzuschließen, musste die Web-App im Januar ihren Deutschlandbetrieb einstellen.

Jederzeit an jedem Ort auf die eigene Musiksammlung zuzugreifen ermöglicht die Web-App Audiogalaxy. Einmal auf Windows-PC oder Mac installiert, findet Audiogalaxy alle Musikdateien: MP3-, AAC-, WMA- und andere Files. Solange der Computer am Netz ist, kann der Anwender von jedem anderen Internet-Rechner aus seine Musik hören. Zusätzlich gibt es Audiogalaxy-Apps für iOS- und Android-Geräte.

Ein Song im Ohr, doch wie hieß der noch gleich? Mit Midomi finden Sie es durch Ihren Gesang heraus. Bei Audiotag.info ist das nicht nötig. Der Dienst kann unbekannte Songs erkennen, nachdem die Musikdatei hochgeladen wurde. Wer aus MP3s Teile ausschneiden als Klingelton fürs Handy möchte, kann das mit CutMP3 erledigen .

Weiter geht es auf der nächsten Seite mit E-Mail, Blogs und Routenplanern im Web.

Welche E-Mail-App zum Einsatz kommt, entscheidet sich oft anhand der am meisten verwendeten Adresse. Eine Google-Adresse legt die Google-Mail-App nahe. Aber das muss nicht zwangsweise so sein. Die meisten Web-Apps für E-Mail erlauben es, andere E-Mail-Konten einzubinden: im Idealfall per IMAP, alternativ per POP3. So lassen sich die Mails unterschiedlicher Adressen komfortabel in einem Online-Client handhaben. Neben den Web-Apps der bekannten Anbieter wie Google, Yahoo, Web.de, GMX oder Hotmail existieren unabhängige Mail-Clients, die direkt im Browser ausgeführt werden, beispielsweise Opera Mail.

Mit der Web-App Imo nutzen Sie viele bekannte Messaging-Dienste wie Windows Live Messenger (vormals MSN Messenger), Skype, Yahoo Messenger, Google Talk oder AIM unter einer gemeinsamen Oberfläche im Browser. Vorteil: Sie haben alle Kontakte aus allen Netzwerken im Blick und verpassen keine wichtige Nachricht. Eine gute Alternative ist zudem eBuddy.

Kaum ein Anwender greift mehr zum Bloggen auf Offline-Tools zurück. Mit Blogger, Wordpress, Blog.de und anderen Web-Applikationen sind Anfänger wie Profi-Blogger gleichermaßen gut bedient. Außerhalb der Blog-Szene weniger bekannt sind Microblogs, wie sie sich zum Beispiel mit Tumblr erstellen lassen. Die Grenzen zu Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Google+ verschwinden mit solchen Diensten zusehends.

Web-Apps: Nachrichten als RSS lesen

RSS steht für „Really Simple Syndication“ – „wirklich einfache Verbreitung“. Texte, Bilder und Videos von Webseiten und Blogs lassen sich mit einer geeigneten Software als RSS-Feeds abonnieren, so dass man die Inhalte genießen kann, ohne die Webseiten und Blogs einzeln zu besuchen. Auch PC-WELT bietet RSS-Feeds an. In der Anfangszeit von RSS kamen überwiegend Offline-Reader zum Einsatz, heute gibt es hervorragende Web-Apps, die sie ersetzen. Sehr gut ist der Google Reader, der auch auf dem Smartphone läuft. Erprobt und beliebt ist aber auch der Bloglines Reader. Das Tool Feedly erstellt eine Art Browser-Startseite aus RSS-Feeds, wobei es Daten aus dem Google Reader bezieht.

Routenplaner und Kartendienste online

Es ist gerade einmal ein paar Jahre her, da waren Routenplaner richtig teure Programme. Heute sind sie kostenlos im Web verfügbar. Kaum einen Internetnutzer, der nicht wenigstens hin und wieder Google Maps oder Bing Maps nutzt. Diese Dienste leisten wirklich Erstaunliches, von der Routenplanung für Autofahrten über Satellitenbilder bis hin zur fotografischen Straßenansicht, die bei Google Street View und bei Microsoft Streetside heißt. Doch es gibt etliche weitere Karten- und Routendienste im Web, die das Prädikat „ allerbeste Web-App“ verdienen. Zum Beispiel OpenStreetMap: Tausende Freiwillige sorgen dafür, dass eine sehr präzise, detailreiche und stets aktuelle Landkarte der Welt entsteht. Diese Karte ist kostenlos nutzbar und dient als Grundlage für weitere Web-Apps: die OpenCyleMap wurde speziell für Radfahrer optimiert, die HikeBikeMap sowohl für Wanderer als auch für Radler.

Eine interessante Kombination aus Auskunftsprogramm, Karte und Routenplanung bietet Falk: Das Unternehmen blendet über den jeweiligen Kartenausschnitt Infos ein, die über interessante Punkte in der Umgebung oder das aktuelle Wetter vor Ort informieren. Ein Oldie unter den Online-Routenplanern ist Via Michelin: Nach gründlicher Überarbeitung erstrahlt die Website in neuem Glanz und ist ein Ausprobieren wert.

Quelle: www.pcwelt.de
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