Android Oreo Go: Was können wir erwarten? 

Android Oreo Go: Was können wir erwarten? 
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Android Oreo Go: Was können wir erwarten? 

 © Google
07.12.2017 - 13:00 Uhr


Mit Android Go hat Google mit dem Release von Android 8.1 das Augenmerk ja vor allem auch auf Smartphones im untersten Preissegment gerichtet. Schon die Installation von Android 8.1 Go selbst wird nur halb so viel Speicher belegen, wie Nougat. Und dafür haben sie gleich auch einen Satz an schlanken Apps veröffentlicht. Google Go, Assistant Go, Gmail Go, Maps Go, Files Go und mehr. Und auch normale Apps sollen 15% schneller öffnen als bislang. Der Trend großer App-Hersteller zu "Lite"-Versionen kommt da noch oben drauf.

Das klingt alles gut, aber für welche Smartphones ist das überhaupt gedacht? Offensichtlich für all die, die im Preis bis weit unter 100 Euro liegen. Schon jetzt besteht an solchen Smartphones ja kein Mangel. MediaTek jedenfalls hat eine Optimierung von Android Oreo Go Edition in drei Low-End-Chips angekündigt. MT6739, MT6737 und MT6580. Und Smartphones mit einem MT6580 Chip kosten schon jetzt nur um die 50 Euro. Mit 512MB bis 1GB RAM sind die Anforderungen für Android Go wirklich minimal. Man darf also durchaus damit rechnen, dass Anfang nächsten Jahres viele Hersteller mit überraschend flüssig laufenden Go-Smarphones auf den Mark kommen werden, die preislich 50 Euro kaum überschreiten dürften. Nach unten dürfte da auch noch etwas gehen.

Sundar Pichais Ansage ist klar. Ein Betriebssystem für die nächste Milliarde Android Nutzer. In Indien und darüber hinaus. Es gab in den letzten Jahren viele Versuche Smartphones mit Android sogar im Preissegement von 30 Euro rum zu launchen, die meisten aber waren ein Flop. Nicht zuletzt, weil Android dafür nicht ausgerichtet war und auch höchstens uralte obendrein eher unsichere Versionen genutzt werden konnten. Mit 8.1 dürfte sich dies radikal ändern und gerade im Biligstsegment wird eine Wandlung eintreten, die nicht nur ein sicheres, schnell updatebares (Project Treble) Android zu einer Realität werden lassen könnte, sondern eben auch eins, das durchaus brauchbar ist und dann auch in Folge die Kosten senkt, da der Betrieb ganz auf sparsamen Datenverbrauch angelegt ist.

Wir könnten uns sogar vorstellen, dass Android Go Smartphones auch in Ländern wie Deutschland eine gute Resonanz findet, in denen Datentarife immer noch recht teuer sind und Kinder sicherlich eine perfekte Zielgruppe für Android Go sein dürften.

Sicher aber dürfte sein, bei Preisen wie diesen dürften die Zeiten des Feature-Phones bzw. der Burner-Phones definitiv zu Ende sein. Wer weiß, vielleicht entdecken wir auch nächstes Jahr schon Android 8.1 Go Smartphones als Hardware-Dreingabe zu Prepaid-Tarifen.

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