Sicherheitslücke bei WhatsApp: Update erforderlich

Per WhatsApp-Anruf können Angreifer Spyware auf Ihrem Handy installieren. Seit Montag steht ein Patch zum Download bereit.
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Per WhatsApp-Anruf können Angreifer Spyware auf Ihrem Handy installieren. Seit Montag steht ein Patch zum Download bereit.

© imago images Christian Ohde

Beim beliebten Nachrichtendienst WhatsApp wurde eine dramatische Sicherheitslücke entdeckt. Deswegen wird allen Nutzern von iOS und Android zu einem schnellstmöglichen Update geraten. 

Spyware über WhatsApp

Eine gerade entdeckte Sicherheitslücke von WhatsApp erlaubt das Einschleusen von Spyware auf dem Handy per WhatsApp-Anruf. Dafür muss der Anruf nicht einmal angenommen werden. Der Angreifer hat in der Folge Zugriff auf alle Daten, die auf dem Telefon gespeichert sind. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass nur einige ausgewählte Personen Opfer solcher Angriffe geworden sind.

Lösung durch Patch-Installation

Seit Montagabend gibt es im Google Play Store bereits ein Patch, das diese Sicherheitslücke schließen soll. WhatsApp-Mutterkonzern facebook rät zum umgehenden Update der App und des Betriebssystems. Sowohl iOS als auch Android sind betroffen.

Falls Ihnen das Update nicht automatisch zur Installation empfohlen wird, öffnen Sie den Google Play Store. Hier finden Sie unter "Meine Apps und Spiele" eine Liste ausstehender Aktualisierungen, die Sie nun durchführen können.

Wie wurde die Spyware entdeckt?

Ein kanadischer Menschenrechtsanwalt wendete sich an das Citizen Lab der Universität Toronto, nachdem er zu jeglicher Tages- und Uhrzeit Anrufe unbekannter norwegischer Nummern erhalten hatte, wie "heise.de" unter Bezug auf die "New York Times" berichtet.

Demnach steht das israelische Technologieunternehmen NSO im Verdacht, die Spyware auf dem Handy des Anwalts installiert zu haben. Dieser war an mehreren Klagen gegen den Konzern beteiligt, die der Firma vorwerfen, Spyware-Angriffe gegen saudische Regierungsgegner sowie mexikanische Journalisten durchzuführen.

NSO hingegen dementiert diese Vorwürfe. Sie geben an, die Angriffsziele nicht selbst zu wählen. Stattdessen verkauft die Firma ihre Spyware an Regierungen, die vom firmeninternen Ethikkomitee ausgewählt werden. Diese Entscheidung fällt laut heise.de anhand der Menschenrechtslage im jeweiligen Land.

Quelle: freenet.de
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