Bei Unfall mit selbstfahrendem Uber-Auto war Notbremssystem nicht aktiviert

Bei dem in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten
selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber in Arizona ist das
Notbremsen-System nicht aktiviert gewesen. Das teilte die
US-Verkehrssicherheitsbehörde in einem vorläufigen
Untersuchungsbericht mit.
Bild 1 von 1

Bei dem in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber in Arizona ist das Notbremsen-System nicht aktiviert gewesen. Das teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde in einem vorläufigen Untersuchungsbericht mit.

 © HO - Departamento de Policía de Tempe/AFP/Archiv
24.05.2018 - 17:11 Uhr

Bei dem in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelten selbstfahrenden Auto des Fahrdienstes Uber in Arizona ist das Notbremssystem nicht aktiviert gewesen. Das teilte die US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) am Donnerstag in einem vorläufigen Untersuchungsbericht mit. Das selbstfahrende Auto habe die Fußgängerin sechs Sekunden vor dem Zusammenprall entdeckt. 1,3 Sekunden vor dem Unfall habe das System festgestellt, dass die Notbremse gezogen werden müsse, um einen Zusammenstoß zu vermeiden.

Das Notbremssystem sei jedoch nicht aktiv, wenn die selbstfahrenden Uber-Autos computergesteuert führen, "um ein möglicherweise sprunghaftes Fahrverhalten zu verringern", erklärte die Behörde. Die Person hinter dem Steuer müsse dann eingreifen und die Kontrolle über das Auto übernehmen - allerdings sei das System nicht so ausgelegt, dass es den Fahrer warne.

Bei dem Unfall, der sich am 18. März im Bundesstaat Arizona ereignet hatte, habe die Fahrerin weniger als eine Sekunde vor dem Zusammenstoß mit der Fußgängerin die Kontrolle über das Auto übernommen, teilte die US-Behörde mit. Gebremst habe sie weniger als eine Sekunde nach dem Unfall.

Die Fahrerin sagte der NTSB demnach, dass sie die Selbstfahrfunktion des Wagens nutzte, während sie überprüfte, ob ihre Telefone im Auto waren. Der Unfallverantwortliche wird in dem vorläufigen Bericht nicht benannt. Alle Aspekte des Unfalls würden weiter geprüft, erklärte die NTSB.

Die 49-Jährige Fußgängerin war nach dem Unfall ihren Verletzungen erlegen. Dem Zwischenbericht zufolge war sie ganz in Schwarz gekleidet, schaute "im Moment des Unfalls nicht zum Auto" und überquerte die Straße in einem schlecht beleuchteten Bereich. Das Fahrrad, das sie geschoben habe, habe keine Reflektoren gehabt, zudem habe sie unter Drogeneinfluss gestanden.

Uber legte nach dem Unfall den Betrieb seiner selbstfahrenden Autos in Nordamerika vorläufig auf Eis. Eine Sprecherin von Uber erklärte am Donnerstag, das Unternehmen habe in den vergangenen zwei Monaten eng mit der US-Behörde zusammengearbeitet. Gleichzeitig habe Uber die Sicherheitssysteme der selbstfahrenden Autos überprüft.

Quelle: 2018 AFP
Top-Themen
Fast täglich muss der Smartphone-Akku geladen werden. Über Nacht sollte er nicht geladen werden, da durch die lange ...mehr
Wer den Datenmüll auf seinem Smartphone beseitigen möchte, der benötigt die passende App dafür. Wir stellen die besten ...mehr
Brasiliens Superstar Neymar hat sich für die WM in Russland eine neue Frisur zugelegt. Doch im Netz stößt sein neuer ...mehr
Ähnliche Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige