Chinesisches Start-up Byton stellt sein "Auto der Zukunft" in Las Vegas vor

Das "fortschrittlichste Auto auf dem Markt" soll ab 2019 aus
China kommen: Das Start-up Byton aus der Volksrepublik stellte auf
der Elektronikmesse in Las Vegas einen Prototyp seines Elektroautos
vor.
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Das "fortschrittlichste Auto auf dem Markt" soll ab 2019 aus China kommen: Das Start-up Byton aus der Volksrepublik stellte auf der Elektronikmesse in Las Vegas einen Prototyp seines Elektroautos vor.

 © MANDEL NGAN - AFP
09.01.2018 - 11:38 Uhr

Nicht auf einer Autoshow, sondern auf der Elektronikmesse in Las Vegas präsentieren Autohersteller mittlerweile ihre neuesten Modelle. Das chinesische Start-up Byton stellte dort am Sonntagabend einen Prototypen seines Elektroautos vor, das ab 2020 weltweit für umgerechnet 37.000 Euro erhältlich sein soll. Volkswagen zeigte in Las Vegas die Studie seines Elektrovans Buzz, ausgestattet mit künstlicher Intelligenz für autonomes Fahren.

Das "Auto der Zukunft" von Byton ist laut Unternehmen eher ein Computer auf Rädern, ausgestattet mit einem Panorama-Bildschirm zur Steuerung des Wagens ebenso wie zur Unterhaltung der Insassen. Das Auto werde per Gesichtserkennung zu öffnen sein. Steuern lasse es sich unter anderem mit dem digitalen Assistenzsystem Alexa von Amazon, mit Gesten und Berührungen. Die Funktionen sollen sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz ständig fortentwickeln. Das Auto "wird besser, je besser es dich kennt", sagte Byton-Präsident Daniel Kirchert.

Ähnlich schwärmte Volkswagen-Markenchef Herbert Diess in Las Vegas: "Künstliche Intelligenz revolutioniert das Auto." Schon in wenigen Jahren werde jedes neue Fahrzeug einen Künstlichen-Intelligenz-Assistenten für Sprache und Gesten- und Gesichtserkennung haben. Die neue Fahrzeuggeneration werde sicherer und komfortabler und zugänglich für jedermann sein. Das Auto der Zukunft könne lernen, Situationen präzise einzuschätzen und Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern zu analysieren, und so in der Lage sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Funktionen wie Gesichtserkennung zum Entriegeln des Fahrzeugs von außen, ein Warnsignal für Fahrräder, Gestenerkennung für Bedienelemente, natürliche Spracherkennung für eine einwandfreie Sprachsteuerung und Blickverfolgung für Warnungen bei Ablenkung des Fahrers werden laut Diess möglich sein. Volkswagen arbeitet dafür mit dem US-Spezialisten Nvidia zusammen, Entwickler von Grafikprozessoren.

VW will 2020 seine "Elektro-Offensive" starten und auch das autonome Fahren schrittweise einführen. Bis 2025 will die Marke VW mehr als 20 reine Elektromodelle auf den Markt bringen.

Byton will schon 2019 die ersten Autos in China verkaufen und ab 2020 dann weltweit. Chef des Start-up ist der ehemalige BMW-Manager Carsten Breitfeld; auch frühere Manager von Apple, Google und Tesla arbeiten für das chinesische Unternehmen, das Investoren mit mehr als 200 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) ausgestattet haben. Beteiligt ist unter anderem der chinesische Internetkonzern Tencent. Der Name Byton rührt her von "Bytes on wheels" (Bytes auf Rädern).

Die Reichweite soll 500 Kilometer betragen, die Ladezeit der Batterie 15 bis 30 Minuten. Zunächst soll das Auto einige Autopilot-Funktionen haben, ab 2020 dann auch fast autonom fahren können, wie das Unternehmen verspricht.

Byton reiht sich ein in eine Vielzahl von Firmen, die selbstfahrende Elektroautos zu einem erschwinglichen Preis anbieten wollen. Sie wollen damit derzeit vor allem Tesla Konkurrenz machen. Der US-Elektroautobauer will mit seinem Model 3 den Massenmarkt erobern. Sein Produktionsziel musste Tesla aber bereits mehrfach verschieben.

Quelle: 2018 AFP
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