Computer gewinnt Mensch-Maschine-Duell im Go

Im Duell Mensch gegen Maschine im Brettspiel Go hat sich der
Computer AlphaGo schon nach drei Partien vorzeitig den Gesamtsieg
gesichert. Nach dem dritten Sieg gegen Weltmeister Lee Sedol (r.)
liegt Googles selbstlernender Supercomputer uneinholbar vorne.
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Im Duell Mensch gegen Maschine im Brettspiel Go hat sich der Computer AlphaGo schon nach drei Partien vorzeitig den Gesamtsieg gesichert. Nach dem dritten Sieg gegen Weltmeister Lee Sedol (r.) liegt Googles selbstlernender Supercomputer uneinholbar vorne.

© Google DeepMind - Google DeepMind/AFP
12.03.2016 - 14:00 Uhr

Im Duell Mensch gegen Maschine im Brettspiel Go hat sich der Computer AlphaGo schon nach drei Partien vorzeitig den Gesamtsieg gesichert. Nach dem dritten Duell gegen Weltmeister Lee Sedol in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul stand es am Samstag bereits 3:0 für Googles selbstlernenden Supercomputer - er liegt damit bereits uneinholbar vorne. Insgesamt sind fünf Partien angesetzt.

Go ist ein traditionsreiches asiatisches Brettspiel. Es ist noch weit komplizierter als Schach und gilt wegen der unendlich vielen möglichen Spielzüge für die künstliche Intelligenz als besonders schwer zu knacken. Lee, der 18 internationale Titel gewann, hatte sich vor dem Duell deswegen auch absolut siegessicher gezeigt: Er werde "haushoch" gewinnen, kündigte der 33-Jährige noch im Februar an.

AlphaGo ist eine Entwicklung von Google Deepmind. Der Computer bezwang im Oktober bereits den dreifachen Go-Europameister Fan Hui. Lee liegt in der Go-Rangliste allerdings weit vor Fan.

Bereits nach dem ersten Sieg des Computers am Mittwoch hatte sich Lee "geschockt" über die überraschenden Spielzüge von AlphaGo gezeigt. Einige von ihnen hätte kein Mensch so gemacht, sagte der Südkoreaner.

In der zweiten Partie am Donnerstag wiederholte sich diese Situation: AlphaGo habe einige "unerhört unkonventionelle" Züge hingelegt, befand der Go-Kommentator und -Spieler Kim Seong Ryong. Auf sie wäre sicherlich keiner der 1300 professionellen Go-Spieler in Südkorea, Japan und China gekommen.

Der Computer habe bei dem Duell "durchgängig" gut gespielt, kommentierte Lees früherer Trainer Kwon Kyp Yong am Samstag. Lees Schwäche sei seine "mentale Verletzbarkeit" gewesen. Er sei eben "nur ein Mensch". Darum habe der Computer in dem Duell zunehmend "die Oberhand gewonnen".

Beim Go-Spiel müssen die Spieler versuchen, auf einem Spielbrett mit 361 Feldern die gegnerischen Steine zu umzingeln und wegzunehmen. Wer die meisten Felder erobert, gewinnt. Im Schach werden schon lange Computer eingesetzt. Deep Blue von IBM schlug im Jahr 1997 den Weltmeister Garri Kasparow.

Das Duell zwischen Lee und AlphaGo endet am Dienstag nach fünf Partien. Als Siegprämie steht eine Million Dollar (rund 900.000 Euro) bereit.

Quelle: 2016 AFP
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