Deutsche durch Passwortflut im Internet gestresst

Vor der Eröffnung der neuen Cyber-Sicherheitsbehörde Zitis hat
die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff eine mangelnde
Information durch das Innenministerium beklagt.
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Vor der Eröffnung der neuen Cyber-Sicherheitsbehörde Zitis hat die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff eine mangelnde Information durch das Innenministerium beklagt.

 © Oliver Berg - dpa/AFP/Archiv
11.01.2017 - 14:05 Uhr

Fast jeder zweite Internetnutzer in Deutschland (44 Prozent) fühlt sich einer Umfrage zufolge von der steigenden Menge an Passwörtern für den Zugang zu Onlinediensten gestresst. Viele Nutzer vernachlässigen daher die Sicherheit im Netz, wie aus der vom Internetportal web.de am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung hervorgeht. 54 Prozent der Befragten verwenden demnach identische Passwörter für unterschiedliche Dienste, fünf Prozent verlassen sich sogar ausschließlich auf ein einziges Passwort.

"Dadurch haben Hacker leichtes Spiel", warnte web.de-Geschäftsführer Jan Oetjen. Sei das Universalpasswort erst einmal geknackt, würden automatisch auch alle anderen Dienste mit diesem Passwort gefährdet, zum Beispiel Onlineshopping, das E-Mail-Postfach oder der Online-Banking-Account. "Auch wenn es manchmal lästig scheint: Man sollte sich auf jeden Fall die Mühe machen, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu erstellen."

Der Umfrage zufolge finden es 56 Prozent lästig, bei immer mehr Diensten einen eigenen Login einrichten zu müssen. Ein Fünftel fühle sich von der Zahl der Passwörter sogar überfordert. Die meisten Internetnutzer sind demnach bei bis zu 15 verschiedenen Onlinediensten angemeldet und besitzen persönliche E-Mail-Konten, Social-Media-Profile oder Shopping-Accounts. Zwölf Prozent der Befragten nutzen sogar mehr als 20 Dienste.

Quelle: 2017 AFP
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