Immer schön auf den Kurs achten

Immer schön auf den Kurs achten
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Immer schön auf den Kurs achten

Die Börse ist eine stürmische Geliebte. Geschäftsleute kennen sich meist mit ihr aus, Banker spekulier(t)en dort mit unserem Geld, und der kleine Mann von der Straße schaut ganz gern mit dem Ofenrohr ins Gebirge.

Zur Auflösung des gestrigen Rätsels: Der 20th Anniversary Mac kam tatsächlich erst am 20. März 1997 in die Geschäfte, praktisch zum 21. Geburtstag des Unternehmens. Die weiteren, nicht uninteressanten Geschichten um diesen Rechner sind bei Wikipedia bequem nachzulesen.

Der Apple-Fan ist üblicherweise zufrieden mit seiner technischen Ausstattung, freut sich auf neue Modelle und geht ständig mit der Frage schwanger, ob und wann der Umstieg auf ein neueres Gerät sinnvoll ist. Außerdem wird gespart, denn zu Discounter-Schleuderpreisen gehen die guten Stücke nun mal nicht her.

Aktien auf Kurs

Wer aber sein zukünftiges finanzielles Wohlergehen im Auge hat, "macht in Aktien", wie man so schön sagt. Das aktive Investieren von beiseite gelegten Mitteln in aufstrebende Unternehmen zur Erzielung von Wertzuwachs ist gerade im Falle Apple eine ziemlich klare Angelegenheit - zumindest rückblickend gesehen.

Als das Internet für alle erreichbar wurde, kannte jeder im Grunde nur eine Webseite: Yahoo. Folgerichtig wäre es nicht unbedingt falsch gewesen, deren Aktien zu kaufen. Ebenso erging es uns mit Google, und dass Apple ein solides Unternehmen ist, hätte man spätestens bei Steve Jobs’ Rückkehr und dem iMac realisieren können.

Der Wink mit dem Zaunpfahl kam schon 1994: Forrest Gump höchstpersönlich kaufte, nachdem er ein Vermögen mit seiner Bubba Gump Shrimp Company gemacht hat (die übrigens wirklich gegründet wurde), Aktien von Apple: "Lieutenant Dan hat das Geld dann an der Börse angelegt, in irgendwas mit Obst." lautet die deutsche Version der hübschen Filmszene.

Tja, 1994 ist lange her. Wollte man als Privatanleger damals Aktien kaufen, musste man schon beim Filialleiter der Bank antreten, der einen zur Rede stellte, warum man denn mit den regulären Anlageprodukten des Hauses (festverzinsliche Wertpapiere, Sparbuch oder hauseigene Fonds) nicht zufrieden sei und sich offenbar für "was besseres" halte. Wäre man stur geblieben und sich dennoch die exotischen Wertpapiere von der anderen Seite des Globus einkaufen lassen, könnte man sich in vielen Fällen auf einer Menge Geld ausruhen, trotz Finanzkrise.

Finanzkrisen und geplatzte Blasen

Das Platzen der Dotcom-Blase im März 2000 vermieste vielen Leuten die Lust am Zocken, zu dem das Spekulieren mit Wertpapieren mittlerweile verkommen war: Waren viele Zauderer doch erst spät eingestiegen, hatten teuer gekauft und nahmen nur den Abschwung mit. Der Finanzmarkt hat sich in letzter Zeit erneut katastrophal entwickelt, was die meisten normalen Menschen natürlich vom Aktienhandel weiterhin abhält.

Die neue Weisheit besteht angeblich in der Rückbesinnung auf klassische, "sichere" Anlagemodelle, dabei wissen Profis doch, dass man kaufen soll, "wenn das Blut auf der Straße klebt". Im Grunde logisch, denn in solchen Situationen kann es nur noch besser werden. Die Frage besteht aber immer, ob die Talsohle schon erreicht ist.

Kaufen ist leicht empfohlen, man braucht natürlich etwas Geld dafür. Wer zum Beispiel in Apple-Aktien (AAPL) investieren möchte, konnte im November diesen Jahres zwischen 80 und 110 Dollar pro Wertpapier zuschlagen.

Dumm nur, dass Mac-Puristen sich meist lieber einen schönen Mac Pro zulegen als rund 30 Aktien. Fast schon paradox ist jedoch die Tatsache, dass damit genau die Leute, die zum größten Teil für die Kursgewinne von Apple sorgen, selbst keine Aktien kaufen: Wer finanziell vor der Wahl steht, entweder Wertpapiere oder einen neuen Rechner zu kaufen, tut sich in beiden Fällen keinen Gefallen: Entscheidet man sich für die Aktie, steigt der Kurs möglicherweise nicht so hoch wie wenn man den Rechner gekauft hätte (und hat außerdem keinen neuen Rechner), kauft man den Rechner, hat man nichts vom Kursgewinn. Natürlich gilt dies nicht als Gesetzmäßigkeit für Einzelpersonen, doch wird das Dilemma klar.

Kommen wir also zur Quizfrage: Forrest Gump kam am 13. Oktober 1994 in die deutschen Kinos. Hätte man zu diesem Tag für 1.000 US-Dollar (höchster Tageskurs, ohne Bankgebühren, Dividenden und Steuern, nur ganze Aktien berechnen) ausschließlich Apple-Aktien gekauft, hätte man zum 5. November 2008 (als Barack Obamas Wahlsieg klar war) Aktien (Tagesschlusskurs) im Wert von wieviel US-Dollar im Depot?

zwischen 8.500 und 9.000 Dollar zwischen 9.000 und 9.500 Dollar zwischen 9.500 und 10.000 Dollar

Die Antwort tragen Sie bitte heute bis Mitternacht in das Gewinnspielformular ein.

Zu gewinnen gibt es heute:

Eine Lizenz Parallels Desktop 4.0

Windows auf dem Mac macht Parallels Desktop möglich, die neue Version 4.0 verspricht höhere Performance und eine geringere Auslastung von Rechnerressourcen. Wer seinen Mac bis Oberkante Unterlippe ausgerüstet hat, freut sich über bis zu acht adressierbare Prozessorkern und 8 GB Speicher.

Aus der Macwelt-Bücherkiste legen wir heute dazu ein Exemplar "Der entscheidende Moment - Ein Weltklasse-Fotograf packt aus" von Joe McNally aus dem Verlag Addison-Wesley

Quelle: Copyright (C) www.macwelt.de
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