iMovie: Der Filmemacher von iLife 09

iMovie: Der Filmemacher von iLife 09
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iMovie: Der Filmemacher von iLife 09

05.05.2009 - 10:04 Uhr von xyz xyz

Mit iMovie 09 kann man ohne große Vorkenntnisse Filmprojekte realisieren, die sich sehen lassen können. Das Programm verarbeitet diverse Arten von Ausgangsmaterial.

Wer über einen Mac und einen Camcorder verfügt, für den ist iMovie 09 das Produkt der Wahl, um aufgenommene Filme und Clips miteinander zu verbinden und mit anderen Medieninhalten zu einem Filmprojekt zusammenzustellen.

Professionelle Videobearbeiter greifen hier sicherlich zu anderen Lösungen wie Apples Final Cut Pro, für den Hausgebrauch liefert iMovie aber duchaus überzeugende Ergebnisse. Dabei übernimmt das Programm Filmmaterial von allen gängigen Consumer-Camcordern, einschließlich der sehr beliebten AVCHD-Camcorder, die hochauflösendes HD-Video liefern.

Einfache Bearbeitung

Schon der Import von einem Camcorder ist denkbar einfach: Das Gerät wird per Firewire oder USB angeschlossen, iMovie bietet den automatischen Import an und legt ein neues Ereignis an (Film).

Ebenso einfach geht es weiter, wenn man die Clips schneiden, anordnen, Übergänge erzeugen oder einen netten Titel und Abspann generieren will. Auch bei der Ausgabe des Filmprojekts bleiben kaum Wünsche übrig, ob zur Weiterverarbeitung, zum DVD-Brennen oder für iPod & Co. In dem Workshop zeigen wir die wichtigsten Schritte anhand eines Miniprojekts.

Filmschnitt in iMovie

Camcorder anschließen

iMovie erkennt alle gängigen Camcorder-Modelle.

iMovie kennt alle gängigen Consumer-Filmformate wie DV, HDV und AVCHD sowie alle gängigen Camcorder, die die Formate unterstützen. Eine Liste der unterstützten Camcorder finden Sie bei Apple unter der Adresse http://support.apple.com/kb/HT3290. Starten Sie iMovie, und verbinden Sie Camcorder und Mac. Während die meisten DV-Camcorder über Firewire Anschluss finden, erfolgt der bei neueren AVCHD-Geräten über USB-2. Schalten Sie den Camcorder in den Wiedergabemodus.

Importoptionen

Ereignis benennen und Auflösung festlegen.

Nach einem Klick auf den Importbutton blendet iMovie die Importoptionen ein. Zunächst ist der Lagerort des Imports festzulegen. Sie können dann, falls vorhanden, die Clips einem bestehenden Ereignis (Filmsammlung) zuordnen oder ein neues anlegen. Entstanden die Aufnahmen über mehrere Tage, lässt sich der Import automatisch in mehrere Ereignisse splitten – wie aus iPhoto bekannt. Die "Analyse zur Stabilisierung" sollten Sie deaktivieren. Zum Schluss ist noch die Auflösung des Materials zu bestimmen.

Videoclips im Ereignis

Chronologische Sortierung aller Filmclips.

Je nach Spieldauer und vor allem Importmaterial kann der Import eine ganze Weile dauern. Bei einem AVCHD-Camcorder ist für den Import etwa die Spielzeit der Clips als Richtwert anzunehmen. In den meisten Fällen wird der Benutzer dennoch immer alle Clips vom Camcorder importieren, das Aussortieren ungeeigneter Clips erfolgt besser später in iMovie. Das Programm zeigt alle Clips – also einzelne Aufnahmen – chronologisch sortiert. Fährt man mit der Maus über einen Clip, wird er angezeigt, das Drücken der Leertaste verursacht sein komplettes Abspielen.

Videoclips sichten

Nicht geeignete Clips finden und entfernen.

Meist sind unter den Aufnahmen einige, die später nicht verwendet werden sollen, da sie schlicht missraten sind. Auch sollte zunächst das aufgenommene Material gesichtet werden. Klasse dazu ist die neue Coverflow-Funktion von iMovie. Klicken Sie unten links in der "Ereignis-Mediathek" auf den schwarz hinterlegten Play-Button. Die Filme werden im Coverflow-Modus angezeigt und lassen sich abspielen. Missratene Clips markieren Sie später im Ereignis und löschen sie mithilfe der Löschtaste.

Projekt erstellen

Im Projekt werden alle Medien zusammengeführt.

Während die Ereignisse quasi als Lager für die Filme dienen, sind "Projekte" ihre spätere Bestimmung. Hier werden Übergänge zwischen den Clips angelegt, Titel erzeugt, Musik und Sprache hinterlegt und so weiter. Bevor es weitergeht, legen Sie mit dem Befehl "Neues Projekt" im Menü "Ablage" ein solches an. Wählen Sie entsprechend dem Ausgangsmaterial ein geeignetes Format, und vergeben Sie einen Namen für das Projekt.

Clips schneiden, Option 1

In- und Outpunkte für den Schnitt definieren.

Wie schon in den Vorversionen kann man auch in iMovie 09 mit der Maus über einen Clip in der "Ereignis-Mediathek" fahren, um ihn angezeigt zu bekommen, mit einem Klick auf die Leertaste wird er abgespielt. Neben dem neuen Präzisionsschnitteditor, zu dem wir später kommen, ist auch der Schnitt von Clips gleich geblieben. Klicken Sie in den Clip, und ziehen Sie mit der Maus den Bereich auf, der erhalten bleiben soll. Ist das geschehen, ziehen Sie den geschnittenen Clip in das Projektfenster. "Behandeln" Sie alle Clips des Ereignisses entsprechend.

Anti-Verwackler

Automatische Stabilisierung von verwackelten Aufnahmen.

Nachdem alle Clips geschnitten und in das Projektfenster verschoben sind, können Sie das komplette Material schon einmal betrachten, indem Sie auf die Play-Taste unterhalb der "Projekt-Mediathek" klicken. Dabei wird Ihnen vermutlich auffallen, dass einige Aufnahmen verwackelt sind. Seit iMovie 09 kann das Programm hier in fast allen Fällen helfen. Führen Sie auf den verwackelten Clip in der "Projekt-Mediathek" einen Doppelklick aus, und aktivieren Sie die Checkbox unter "Stabilisierung". Der folgende Prozess dauert recht lange, bis zum 10-fachen der Clip-Spielzeit. Danach finden Sie in der Regel ein "beruhigtes" Videobild. Im selben Fenster finden Sie übrigens unter dem Reiter "Video" alle Werkzeuge zur Farbkorrektur der Clips – das ist allerdings nicht Thema dieses Workshops.

Clips schneiden, Option 2

Das Präzisionsschnittwerkzeug nutzen.

Neben der in Schritt 6 genannten Möglichkeit, Clips zu schneiden, ist mit iMovie 09 eine neue Option vorgestellt worden, die wesentlich genaueren Schnitt erlaubt. Führen Sie zwischen zwei Clips in der "Projekt-Mediathek" einen Doppelklick aus, der "Präzisions-Editor" wird geöffnet. Die beiden Clips erscheinen wie zwei übereinandergelegte Videospuren und lassen sich so mit der Maus gegeneinander verschieben, dass der gewünschte Schnitt genau erreicht wird. Das neue Werkzeug arbeitet wesentlich exakter als das bekannte und sollte an dessen Stelle eingesetzt werden.

Textgenerator

Vor- und Abspann erzeugen.

Mit einem Klick auf das T-Symbol gelangt man zum Textgenerator, mit dessen Hilfe sich zum Beispiel Vor- und Abspann des Filmprojektes einfach erzeugen lassen. Im ersten Schritt wählen Sie ein geeignetes Template aus, dann im zweiten Schritt dessen Farbe. Ziehen Sie den für den Vorspann ausgewählten Clip vor den ersten Filmclip in der "Projekt-Mediathek". Verfahren Sie dann ebenso mit dem Abspann des Films. Natürlich können Sie derartige Clips auch zwischen zwei Clips platzieren.

Animierte Karten

Schöne Illustration für Reisevideos.

Nicht wirklich geeignet für unser Beispielvideo, das komplett in Hamburg spielt, aber ideal für Reisevideos sind die neuen animierten Karten. Nach einem Klick auf das Weltkugelsymbol rechts stellt iMovie diverse Kartenvarianten dar, aus denen man eine auswählen kann. Hier kann der Benutzer dann seine Heimatstadt und das Ziel der ersten Flugetappe eingeben. iMovie erzeugt daraus einen kurzen animierten Clip, der sich prima zwischen den Videoclip vom Abflug und den ersten Clip am Zielort platzieren lässt.

Feintuning

Übergänge zwischen den Clips erzeugen.

Prinzipiell ist das Filmprojekt fertig, und es lässt sich abspielen oder weiterverarbeiten. Unschön sind nur noch die harten Übergänge zwischen den einzelnen Clips. Auch dafür hat iMovie natürlich eine Lösung. Mit einem Klick auf das kleine Symbol (zweites von rechts) werden die verschiedenen Übergänge eingeblendet, die das Programm bietet. Fährt man mit der Maus darüber, wird der jeweilige Überblendeffekt animiert angezeigt. Ist die Wahl für einen Übergang getroffen, ziehen Sie diesen einfach zwischen zwei Clips. Natürlich können Sie im Projekt jeweils unterschiedliche Übergänge wählen.

Ausgabe

Projekt brennen oder exportieren.

Wir haben hier – wie schon erwähnt – nur einen Teil der möglichen optionen von iMovie 09 angesprochen, das Programm bietet viel mehr. Ist ein Projekt abgeschlossen, gilt es, eine Ausgabemöglichkeit zu finden, schließlich soll es an angeschaut werden können. Dazu stehen die Optionen im Menü "Bereitstellen" zur Verfügung. Neben der Übergabe an iDVD oder zur Weiterverarbeitung in Final Cut Pro bieten sich über "Film exportieren" Voreinstellungen für den Export zu iPod, iPhone, Apple TV, Youtube und anderen.

Quelle: Copyright (C) www.macwelt.de
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