Litauens Justiz genehmigt Auslieferung von mutmaßlichem Betrüger an die USA

17.07.2017 - 15:25 Uhr

Die Justiz in Litauen hat die Auslieferung eines mutmaßlichem Internetbetrügers an die USA genehmigt. Ein Gericht in Vilnius billigte am Montag die Überstellung des 48-jährigen Evaldas Rimasauskas, der im März auf Verlangen der US-Behörden in Litauen festgenommen worden war. Er wird beschuldigt, Google und Facebook um Millionenbeträge betrogen zu haben, indem er sich zwischen 2013 und 2015 als Lieferant von Material für elektronische Datenverarbeitung aus Asien ausgab.

Rimasauskas' Verteidigerin sagte der Nachrichtenagentur AFP, in der Anklageschrift würden die beiden US-Internetriesen Google und Facebook erwähnt. Die US-Justiz hatte die Namen der beiden Unternehmen nicht genannt.

Die US-Staatsanwaltschaft wirft Rimasauskas vor, gefälschte E-Mail-Konten benutzt und die beiden Unternehmen mit gefälschten Rechnungen, Verträgen und Schreiben dazu gebracht zu haben zu haben, mehr als hundert Millionen Dollar (87 Millionen Euro) auf von ihm geführte Bankkonten zu überweisen.

Rimasauskas, dem im Fall seiner Verurteilung in den USA bis zu 20 Jahre Haft drohen, kündigte über seine Verteidigerin Berufung gegen die Gerichtsentscheidung an.

Quelle: 2017 AFP
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