Probleme bei Whatsapp - Fotoversand nicht möglich

Nach Angaben von Nutzern waren weder ein Foto- noch ein
Sprachnachrichtenversand mit WhatsApp möglich.
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Nach Angaben von Nutzern waren weder ein Foto- noch ein Sprachnachrichtenversand mit WhatsApp möglich.

© Fabian Sommer

Tausende Nutzer haben am Sonntagmittag von Störungen beim Chatdienst Whatsapp berichtet. Allein auf der Internetseite "allestörungen.de" meldeten bis zum frühen Nachmittag rund 20.000 Nutzer Probleme.

Berlin (dpa) - Nach Angaben von Nutzern waren weder ein Foto- noch ein Sprachnachrichtenversand möglich. Reine Textnachrichten wurden hingegen zugestellt. Auch weltweit wurde in sozialen Netzwerken über Störungen berichtet.

Eine Live-Weltkarte auf "allestörungen.de" zeigte zeitweise, dass vor allem Nutzer in Mittel- und Westeuropa sowie in einigen arabischen Ländern betroffen sein sollen. Ein Sprecher von Whatsapp war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Zuletzt hatte es im Sommer 2019 stundenlange Ausfälle bei Instagram und anderen Facebook-Apps wie WhatsApp gegeben.

Wichtige Fragen rund um Whatsapp

  • Was unterliegt dem Urheberschutz?
    Dem Urheberschutz unterliegen Bilder, Texte oder Tonaufnahmen, die sich durch Kreativität auszeichnen. Dann dürfen ausschließlich die Ersteller, also Urheber, entscheiden, wie das Werk veröffentlicht, verbreitet und bearbeitet wird.
  • Recht am eigenen Bild:
    Bilder, die Dritte zeigen, dürfen grundsätzlich nur nach deren Einverständnis versendet werden. Ist der Urheber des Bildes ein Fotograf, muss die Verwendung des Fotos ebenso urheberrechtlich geklärt werden.
  • Gilt WhatsApp als Ort der Veröffentlichung? 
    Bei einer Veröffentlichung wird laut deutschem Urheberrecht ein Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – bei urheberrechtlich geschützten Inhalten darf das nicht ohne Zustimmung passieren. Es ist bei Anwälten jedoch umstritten, ob WhatsApp ebenfalls zu einem solchen Ort zählt.  
  • Gilt WhatsApp als Ort der Veröffentlichung? 
    Dabei kann die Menge der Menschen, die das Werk empfangen, eine Rolle spielen. In WhatsApp können Chat-Gruppen bis zu 250 Menschen beinhalten. Das Teilen von Fotos und Co. könnte hier als öffentliche Verbreitung angesehen werden.
  • Gerichtliche Entscheide: 
    Das Landgericht Frankfurt/M. hat 2015 entschieden, dass auch das vielfache Verschicken von herabwürdigenden Fotos einer Person über WhatsApp die Persönlichkeitsrechte verletzt. Sonst gibt es kaum Gerichtsurteile. 
  • Profilbild und Statusmeldung: 
    Man kann davon ausgehen, dass sich die bisher genannten Fotorechte auch auf das Profilbild und die Statusmeldungen übertragen lassen. Doch entsprechende gerichtliche Urteile liegen nicht vor.
  • Profilbild und Statusmeldung: 
    Werden fremde Bilder ohne Einwilligung als Profilbild verwendet oder als Status gepostet, bewegt man sich somit in einer rechtlichen Grauzone. Daher ist es ratsam, eigene oder lizenzierte Bilder zu verwenden.
  • Achtung: Kettenbriefe mit Foto
    Über WhatsApp können als Nachrichten auch Kettenbriefe versendet werden. Dabei wird man aufgefordert, diese weiterzuschicken. Manchmal sind Fotos mit dabei. Doch diese sind oft ein Trick, um Sie später wegen Urheberrechtsverletzung zur Kasse zu bitten.
  • Zustimmung der gesetzlichen Vorgaben und Nutzungsbedingungen:
    Mit der Erstellung eines Profils bei WhatsApp werden den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugestimmt. In der Regel akzeptiert der Nutzer damit auch die Einhaltung von Urheber- und Markenrecht.
  • Verletzung des Urheberrechts:
    Werden diese Rechte jedoch verletzt, führt dies grundsätzlich zu einer Abmahnung seitens WhatsApp. Es kann auch zur Löschung des Profils kommen. Da es sich bei der Verletzung von Urheber- oder Persönlichkeitsrechten um eine Straftat handelt, muss ebenso mit rechtlichen Folgen gerechnet werden.
     
Quelle: dpa-infocom GmbH
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