Spotify einigt sich mit Musikverlag nach Milliardenklage

Das Logo des Steaming-Musikdienst Spotify auf einem
Smartphone.Foto: Mikko Stig/Lehtikuva
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Das Logo des Steaming-Musikdienst Spotify auf einem Smartphone.Foto: Mikko Stig/Lehtikuva

 © Mikko Stig
21.12.2018 - 10:46 Uhr

Der Streaming-Dienst Spotify hat sich nach knapp einem Jahr mit einem Musikverlag geeinigt, der in einer Klage mindestens 1,6 Milliarden Dollar forderte.

Los Angeles/Stockholm (dpa) - Der auf Autoren- und Künstlerrechte spezialisierte Verlag Wixen Music zog die Klage nun zurück, wie aus Gerichtsunterlagen vom Donnerstag hervorgeht. Finanzielle Details der Einigung wurden zunächst nicht bekannt.

Der Musikverlag hatte Spotify vor knapp einem Jahr vorgeworfen, mehr als 10.000 Songs von Künstlern wie etwa Tom Petty oder Neil Young zu verbreiten, ohne die Autoren entsprechend zu bezahlen. Der Betrag von aktuell umgerechnet rund 1,4 Milliarden Euro ergab sich, weil Wixen jeweils 150.000 Dollar für jeden einzelnen der vom Verlag aufgelisteten 10.784 Titel einforderte.

Für die Verwendung von Songs müssen grundsätzlich zum einen Plattenfirmen wie etwa Universal Music bezahlt werden, aber auch die Autoren und Verlage. Letzteres ist deutlich aufwendiger, weil Komponisten und Texter oder ihre Rechtsnachfolger ausfindig gemacht werden müssen. In den USA verlangt das Urheberrecht von Streaming-Anbietern zwar nicht, mit Autoren oder Verlagen zu verhandeln, sie müssen aber über die geplante Verwendung vorher in Kenntnis gesetzt werden. Spotify habe dies in vielen Fällen versäumt, argumentierte Wixen in der Klage.

Der Streaming-Anbieter habe zwar selbst mit den Plattenfirmen verhandelt, aber die Regelung der Autorenrechte an eine andere Firma ausgelagert: die Harry Fox Agency. Spotify sei bewusst gewesen, dass diese Agentur nicht die Ressourcen dafür gehabt habe, die nötigen Lizenzen zu bekommen, behauptete Wixen.

Die Klage hatte wegen der hohen geforderten Summe für viel Aufsehen gesorgt. Zunächst wurde sie auch als Gefahr für die Börsenpläne von Spotify gesehen - der Musikdienst brachte seine Aktien aber wie geplant im Frühjahr auf den Markt.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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