Südkoreas Regierung sorgt mit Plänen für Verbot virtueller Währungen für Wirbel

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels
mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt.
Bild 1 von 1

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt.

 © PIERRE TEYSSOT - AFP/Archiv
11.01.2018 - 11:05 Uhr

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt. Justizminister Park Sang Ki sagte am Donnerstag vor Journalisten mit Bezug auf den Hype um Kryptowährungen, sollte die "Blase platzen", werde das verheerende Folgen haben. Daher bereite das Ministerium ein Gesetz vor, das praktisch alle Transaktionen mit virtueller Währung im Land unterbinde.

Die Behörden hätten "erhebliche Bedenken" gegen Kryptowährungen, führte Park aus. Das Ganze erinnere an ein "Glücksspiel" und reine "Spekulation", sagte er mit Blick auch darauf, dass Bitcoins in Südkorea höher gehandelt werden als anderswo. Der Hype um die virtuelle Währung ist im technologie-verliebten Südkorea hoch. Dortigen Experten zufolge wurden im vergangenen Jahr 20 Prozent der weltweiten Bitcoin-Transaktionen in dem Land abgewickelt, das ist zehn Mal so viel wie Südkoreas Anteil an der Weltwirtschaft.

Mit seinen Äußerungen schickte der südkoreanische Justizminister nicht nur die Kurse für Bitcoin & Co. auf Talfahrt - er löste auch einen Sturm der Entrüstung unter Investoren aus. Diese reichten umgehend Online-Petitionen bei der Präsidentschaft gegen das geplante Gesetz ein.

Die Regierung beschwichtigte daraufhin: Ein Verbot der Transaktionen sei nur "eine der vom Justizministerium vorbereiteten Maßnahmen", hieß es. Außerdem stehe die Entscheidung noch nicht abschließend fest. Danach erholten sich die Preise für die virtuellen Währungen wieder. Ein Sprecher der Transaktionsplattform Bithumb, die von dem Verbot betroffen wäre, erklärte, sie beobachteten nun genau, was die Regierung tue.

Südkorea hatte bereits zuvor eine Reihe von Maßnahmen erlassen, um den Einfluss von Kryptowährungen und damit auch deren Risiken einzudämmen. So hatte Seoul seinen Finanzinstitutionen im Dezember Transaktionen in virtueller Währung untersagt. Wenig später verkündete die Regierung ein Verbot anonymer Konten in Kryptowährungen.

Quelle: 2018 AFP
Kommentare
Top-Themen
Ihr Rechner ist in Gefahr? Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einem USB-Stick für Notfälle Ihr Windows retten können.mehr
Egal ob Bianca Bibi Heinicke, Pamela Reif oder Dagi Bee: Influencer sind in der heutigen Welt nicht nur Stars, ...mehr
Ab Ende Mai sollen sich die AGBs des Messengers WhatsApp grundlegend ändern. Schauen ab dann alle Menschen unter 16 ...mehr
Ähnliche Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Top Bildershows
1
Keine Folge verpassen
Immer und überall Serien und Filme genießen? Dank Smartphone, Tablet und Co.mehr
3
Zum Welt-Emoji-Tag
Was wären Chat-Nachrichten ohne die kleinen, bunten Emojis? Weniger unterhaltsam!mehr
4
Superhelden und Unruhestifter
Auf der E3 2017 präsentierten die Hersteller wieder zahlreiche Games mit ...mehr
Anzeige