Test: Apple Macbook Pro 17 Zoll 2,66 GHz

Apple Highend-Notebook richtet sich hauptsächlich an
Kreativ-Profis, die einen schnellen Computer für unterwegs
suchen.
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Apple Highend-Notebook richtet sich hauptsächlich an Kreativ-Profis, die einen schnellen Computer für unterwegs suchen.

06.03.2009 - 17:38 Uhr von Christian Möller

Als Nachzügler der neuen Macbook-Pro-Modelle mit Unibody-Aluminium-Gehäuse erreicht uns der 17-Zoll-Top-Laptop. Dank brandneuer Akkutechnologie soll es bis zu acht Stunden Laufzeit bieten. Macwelt überprüft Apples Angaben im Testlabor.

Das macht einen echten Mac aus: er sieht schick aus und fühlt sich edel an. Zumindest diese beiden Attribute treffen auf das 17-Zoll Macbook Pro voll zu. Besonders die Haptik des Unibody-Aluminium-Gehäuses ist klasse. Auch die Verarbeitungsqualität kann sich sehen lassen. Alles passt exakt zusammen, die Spaltmasse sind peinlich genau eingehalten. Dennoch bleibt das Gewicht bei knapp unter drei Kilogramm

Ausstattung

Doch auch die inneren Werte will Apple gegenüber dem Vorgängermodell verbessert haben.

Als Hauptprozessor kommt nach wie vor Intels Core 2 Duo zum Einsatz, der im 45-Nanometer-Penryn-Verfahren gefertigt ist. Der von vielen prophezeite mobile Quadcore-Chip lässt in Apple_Hardware weiter auf sich warten. Die Konkurrenz aus dem PC-Lager ist hier schon einen Schritt weiter, auf der Cebit 2009 stellte Acer ein 18,4-Zoll-Full-HD-Notebook mit Vierkern-CPU vor. Kostenpunkt: 1500 Euro.

Die Taktfrequenz des Basismodells hat Apple moderat von 2,5 auf 2,66 Gigahertz angehoben. Optional bekommt man auch 2,93 Gigahertz. Die Drei-Gigahertz-Grenze knackt Apple aber noch nicht.

Auf Firewire 400 muss man auch beim 17-Zoll-Modell nun verzichten. Dafür gibt es drei USB-2.0-Ports und den schon von den kleineren 13- und 15-Zoll-Modellen her bekannten Mini-Display-Port.

Die Kapazität der Festplatte bleibt mit 320 Gigabyte unverändert zum Vormodell. Warum Apple hier beim High-End-Modell nur halbe Sachen macht, bleibt unverständlich. Schließlich gibt es 500-Gigabyte-Notebook-Festplatten schon länger auf dem Markt. Aber selbst als BTO-Option bekommt man nur eine schnellere 320-Gigabyte-Platte oder SSD-Festplatten mit 128 oder 256 Gigabyte Kapazität.

Auch der Arbeitsspeicher bleibt mit vier Gigabyte zum Vorgänger unverändert. Allerdings kann man gegen satte 900 Euro Aufpreis die doppelte Menge (acht Gigabyte) bekommen.

Superdrive

Der interne DVD-Brenner, von Apple Superdrive genannt, hört auf die Bezeichnung Matsushita UJ868A. Das Laufwerk brennt CDs mit 24facher und DVDs mit 8facher Geschwindigkeit. Im Test erledigt es diese Aufgabe klaglos. Die typische Geräuschentwicklung bleibt bei diesem Tempo allerdings nicht aus. In der Schallmesskammer messen wir beim Rippen von Audio-CDs satte 2,7 Sone. Damit rauscht das Laufwerk so laut wie ein voll unter Last stehender Mac Pro.

Display

Zwei verschiedene Display-Konfigurationen bietet Apple beim 17-Zoll-Modell. Die Standard-Version kommt mit einem LED-beleuchteten Panel hinter Glas. Optional, gegen 45 Euro Aufpreis bekommt man auch eine entspiegelte Version. Hier lässt Apple die Glasscheibe weg und setzt stattdessen einen Aluminium-Rahmen ein, der dem Display-Deckel - ähnlich wie die Glasschreibe - zu mehr Stabilität verhelfen soll.

Zum Test bekommen wir die Standardversion mit Glasscheibe. Das Bild macht einen extrem scharfen und brillanten Eindruck, wobei man allerdings sofort merkt, dass es nicht ganz so hell ist, wie beim 15-Zoll-Modell.

Die Messung in unserer Monitormesskammer bestätigt das dann auch. 275 Candela pro Quadratmeter Helligkeit und ein Kontrastverhältnis von 552:1 sind signifikant weniger als beim 15-Zöller (326 Candela pro Quadratmeter, 1449:1). In hellen Räumen ist man mit dem 15-Zoll-Modell also besser bedient.

Apple verspricht allerdings einen deutlich größeren Farbumfang des neuen Displays. Das können wir im Messlabor bestätigen. Sowohl im Vergleich zum Vorgänger, als auch zum 15-Zoll-Macbook-Pro stellt das 17-Zoll-Modell mehr Farben dar. Dadurch eignet es sich eher für farbverbindliche Aufgaben. Farbverschiebungen mit dem Blickwinkel treten allerdings immer noch auf, wenn auch längst nicht so stark wie beispielsweise beim 13-Zoll-Macbook.

Was die Reaktionszeit angeht, ermitteln wir bei der Schwarz-Weiß-Schwarz-Messung gut 26 Millisekunden. Ein durchschnittlicher Wert für diese Display-Klasse. Schlierenbildung bei Videos oder schnellen Spielen fallen uns im Test jedoch nicht auf.

Schnelle 3D-Grafik

Eine wichtige Neuerung im Vergleich zum Vorgänger ist der neue Chipsatz. Statt von Intel kommt dieser nun von Nvidia. Der gleiche arbeitet auch in den anderen Alu-Modellen. Damit einhergehend kommt man nun in den Genuss der zwei Grafikchips. Man kann zwischen dem integrierten Geforce 9400M und dem diskreten Geforce 9600M GT wählen. Letzterer greift auf 512 Megabyte Video-RAM zurück.

Im Test messen wir mit dem Geforce 9600M GT bei 3D-Echtzeitanwendungen wie zum Beispiel Spielen und Programmen, die auf Core-Image-Effekte zurückgreifen eine spürbare Leistungssteigerung. Doom 3 beispielsweise liefert etwa 10 Prozent höhere Bildraten als beim Vorgänger.

Akkulaufzeit und Stromverbrauch

Die von Apple am meisten hervorgehobene Neuerung betrifft den Akku. Er ist nicht mehr vom Benutzer austauschbar, soll aber 1000 Ladezyklen halten und Dank größerem Volumen bis zu acht Stunden netzunabhängiges Arbeiten ermöglichen.

In unserem Standard-Akkulaufzeit-Test (30 Prozent CPU-Last, volle Display-Helligkeit, Airport und Bluetooth deaktiviert) messen wir vier Stunden und acht Minuten. Umgeschaltet auf den Strom sparenden Geforce 9400M bekommt man noch einmal eine halbe Stunde hinzu.

Bei typischen Büroaufgaben, bei denen die CPU-Last meist geringer ausfällt und man die Helligkeit zurückdrehen kann, dürften Laufzeiten von sechs bis sieben Stunden realistisch sein. Das ist ein gutes Ergebnis, wenngleich nicht die Revolution, die uns Apple glauben machen möchte. Im Vergleich zu mobilen High-End-PCs steht Apple mit dem neuen Akkukonzept allerdings gut da.

Benchmark-Ergebnisse

In den folgenden zwei Tabellen finden Sie die wichtigsten Ergebnisse aus unseren Benchmark-Tests

Empfehlung

Profis, die mit ihrem Mac Geld verdienen und viel unterwegs sind, werden sicherlich nicht lange überlegen. Das neue 17-Zoll-Notebook ist der neue Status Quo. Allerdings kostet es auch ein Stange Geld. Für 2500 Euro bekommt man im PC-Bereich zwar meist mehr Leistung geboten, aber man muss dann mehr Gewicht mit sich rumschleppen und öfter eine Steckdose suchen. Außerdem ist die Technik der Plastik-PC-Boliden lange nicht so schön verpackt, wie ein echter Mac.

cm

Feedback: Christian Moeller

Quelle: Copyright (C) www.macwelt.de
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