Verbraucherschützer Müller fordert Schutz vor digitaler Diskriminierung

18.06.2017 - 23:31 Uhr

Der Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Klaus Müller, hat von der nächsten Bundesregierung mehr Schutz vor digitaler Diskriminierung gefordert."Wer im Internet surft und einkauft, hinterlässt Spuren. Schon heute können Angebote so ans Shoppingverhalten angepasst werden, dass nur einzelne Nutzern sie sehen. Dann kommen andere gar nicht in deren Genuss", sagte Müller der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). Die Folge sei, dass die Betroffenen von bestimmten Angeboten ausgeschlossen seien oder im Zweifel mehr zahlen müssten. "Niemand darf aufgrund seines digitalen Verhaltens diskriminiert werden", sagte Müller.

Nachholbedarf bestehe auch im Pflege-Bereich: "In der Pflege fehlen den Verbrauchern Überblick und Hilfe bei der Prüfung von Pflegeverträgen", sagte der Verbraucherschützer. "Es kann nicht sein, dass ich als Angehöriger einem System ausgeliefert bin, das der Logik folgt: Ich suche gute Pflege für meine Eltern, egal was es kostet", sagte Müller. Er forderte eine Interessenvereinigung der Betroffenen. "Wir brauchen so etwas wie einen Mieterschutzbund in der Pflege."

Quelle: 2017 AFP
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