Weniger zahlen für zu langsames Internet? 

Mit einer ab Dezember gültigen Gesetzesänderung steigt der Druck
auf die Internetanbieter, den Verbrauchern die vertraglich
zugesicherte Bandbreite auch wirklich zu liefern.
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Mit einer ab Dezember gültigen Gesetzesänderung steigt der Druck auf die Internetanbieter, den Verbrauchern die vertraglich zugesicherte Bandbreite auch wirklich zu liefern.

 © Fernando Gutierrez-Juarez

Mit einer ab Dezember gültigen Gesetzesänderung steigt der Druck auf die Internetanbieter, den Verbrauchern die vertraglich zugesicherte Bandbreite auch wirklich zu liefern.

Bonn (dpa) - Es ist ein Ärgernis, das Verbraucher auf die Palme bringt: langsames Internet. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Verbindung dem Vertrag zufolge eigentlich gut sein müsste - was laut Breitband-Monitor der Bundesnetzagentur leider häufig vorkommt.

Ein frustrierendes Thema, bei dem es nun aber eine gute Nachricht für Verbraucher gibt: Im Dezember tritt eine Regelung im Telekommunikationsgesetz in Kraft, das die Position des Kunden gegenüber seinem Internetanbieter wesentlich verbessert. Nach Nutzung einer App zur Internetmessung kann er seine Monatszahlung senken, sollte die Leistung mickriger sein als vertraglich zugesichert.

Internettarife enthalten ein Produktinformationsblatt, in dem unterschiedliche Kategorien angegeben werden: die maximale Datenübertragung, die normalerweise zur Verfügung stehende Datenübertragung und das Minimaltempo. Für das neue Minderungsrecht müssen die Verbraucher die Desktop-App zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur nutzen - über das LAN-Kabel und nicht über das WLAN, weil beim kabellosen Zugriff auf das Festnetz-Internet Tempo verloren geht.

"Eine der größten Errungenschaften"

Verbraucherschützer sind begeistert vom neuen Minderungsrecht. "Das ist eine der größten Errungenschaften für den Verbraucherschutz", sagt Susanne Blohm, Digitalreferentin beim Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Für die Provider sei das ein sehr deutlicher Fingerzeig, dass sie Verträge realistisch beschreiben müssen und keine realitätsferne Werbeversprechen mehr machen dürfen.

Internetprobleme: So finden Sie die Ursache:

  1. Den Router checken

    Es sind üblicherweise drei Gründe, die zu einem Internetausfall im heimischen Netzwerk führen können: das gewählte Endgerät, die Verbindung mittels WLAN, LAN oder Powerline oder der Router. Es ist wichtig, den jeweiligen Fehler schnellstmöglich einzugrenzen, um bestehende Onlineprobleme aus der Welt zu räumen. Sollten also keine Webseiten mehr angezeigt werden, ist es ratsam, einen Blick auf den Router zu werfen. Wenn bei diesem Lichter, die eigentlich grün sein müssten, rot leuchten, ist der Sprung zu Schritt 12 dieser Checkliste angeraten. Sollten die Lichter alle richtig leuchten, kann direkt Schritt 11 angegangen werden.

  2. Verschiedene Geräte kontrollieren

    Wenn Internetprobleme an einem mobilen Endgerät auftreten, sollte zunächst ein anderes Gerät zur Hand genommen werden. Wenn dieses mit dem Router verbunden ist und Internetseiten problemlos anzeigt, sollte mit Schritt 3 weitergemacht werden. Wenn auch hier Internetprobleme auftreten, sollte zunächst eine andere Website aufgerufen werden. Auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass die Probleme nicht auf die eine Seite allein beschränkt sind, sondern tatsächlich das gesamte Internet betreffen. Gelegentlich hilft es auch, den Browser zu wechseln. Sollten all diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Ziel führen, ist eine Kontrolle der zentralen Routereinstellungen wichtig. Unter Schritt 7 erfahren Sie, wie genau das funktioniert.

  3. Einen Blick auf die WLAN-Verbindung werfen

    Sollte das verwendete Endgerät über WLAN mit dem Router verbunden sein, muss gecheckt werden, ob die Funkverbindung einwandfrei funktioniert. Hierzu genügt häufig ein Blick auf die Taskleiste, wo sich auf der rechten Seite das Internetsymbol befindet. Sollte hier das Symbol mit den WLAN-Strahlen zu sehen sein, ist die Funkverbindung aktiv und es kann direkt mit Schritt 9 weitergemacht werden.

    Sollte etwas mit dem WLAN nicht in Ordnung sein, befindet sich in der Taskleiste eine Weltkugel. Wenn der Mauszeiger hierauf gebracht wird, ist der aktuelle Status erkennbar. Falls hier "Nicht verbunden - Es sind keine Verbindungen verfügbar" zu sehen ist, muss die WLAN-Hardware kontrolliert werden. Hierzu muss das Verbindungssymbol angeklickt und die Infoleiste von Windows aufgerufen werden. Sollte der Punkt "WLAN" grau unterlegt sein, muss die Schaltfläche angeklickt werden, damit der WLAN-Adapter aktiv ist. Sollte dies nicht funktionieren, steht ein Besuch im Windows Gerätemanager auf dem Programm. Hier ist klar ersichtlich, ob bei der WLAN-Hardware ein Fehlersymbol zu sehen ist. Sollte dies der Fall sein, muss Windows neu gestartet werden.

    Immer wieder kommt es nämlich vor, dass nach einem Standby nicht mehr auf den WLAN-Adapter zugegriffen werden kann. Damit dieses Problem in Zukunft nicht häufiger auftritt, sollte im Gerätemanager unter "Eigenschaften" der Punkt "Energieverwaltung" ausgewählt werden. Hier lässt sich ausschließen, dass der Adapter nach dem Standby nicht mehr funktioniert. Sollte das Gerät auch dann noch nicht korrekt arbeiten, müssen aktuelle Treiber heruntergeladen werden. Sobald diese installiert sind, funktioniert häufig das WLAN wieder.

    Wenn unter der Weltkugel hingegen der Fehler "Nicht verbunden - Es sind Verbindungen verfügbar" angezeigt wird, erkennt der Rechner Funknetze, kann sich mit diesen aber nicht verbinden. Häufig ist ein Grund hierfür, dass ein falsches Netzwerk ausgewählt wurde oder bei der Eingabe des WLAN-Passworts etwas schief gelaufen ist. In einem solchen Fall sollte versucht werden, das passende WLAN auszuwählen und das korrekte Passwort noch einmal anzugeben. Sollte Windows danach immer noch keine Verbindung zu dem Netzwerk herstellen können, kann mit Schritt 8 weitergemacht werden.

    Manchmal kommt es vor, dass ein Problem bei Notebooks und Smartphones auftritt, obwohl definitiv eine Verbindung erfolgreich hergestellt wurde. In einem solchen Fall kann es sein, dass die Reichweite des WLAN nicht ausreicht. Das bedeutet, dass sich das mobile Endgerät zu weit vom Router entfernt hat und die benötigten Signale nicht mehr empfängt. Um dies zu testen, kann zunächst näher an den Router herangegangen und eine Verbindung zum WLAN hergestellt werden. Funktioniert das, während die Verbindung an bestimmten anderen Punkten nicht mehr zur Verfügung steht, bietet es sich an, einen neuen Platz für den WLAN-Router zu suchen. Anderenfalls kann ein Repeater oder WLAN-Powerline-Adapter eingesetzt werden, um die Reichweite des Routers zu erhöhen.

    Gelegentlich ist die Weltkugel auch dann in der Taskleiste zu sehen, wenn eine WLAN Verbindung besteht, die aber keinen Internetzugang hat. Häufig lässt sich diese Schwierigkeit aus der Welt räumen, indem die WLAN-Verbindung getrennt und neu hergestellt wird. Ebenso kann es eine Lösung sein, den Rechner neu zu starten. Sollte nach all diesen Versuchen noch immer keine Internetverbindung bestehen, ist Schritt 5 die passende Wahl.

  4. Die Kontrolle der LAN-Verbindung

    Sollte die Verbindung zum Internet über ein LAN-Kabel erfolgen, muss diese Verbindung zum Router überprüft werden. Wichtig ist, dass das verwendete Kabel weder geknickt noch gequetscht ist. Außerdem muss das Kabel sowohl am Rechner als auch am Router stabil und ohne zu wackeln befestigt sein. Indem das LAN-Kabel ausgetauscht wird, lässt sich innerhalb kürzester Zeit feststellen, ob der Fehler vielleicht beim verwendeten Kabel liegt. Wenn ein externer Switch für die Verbindung genutzt wird, muss dessen Funktionstüchtigkeit sichergestellt werden. Ansonsten ist ein Vorgang empfehlenswert, wie er unter Schritt 3 erläutert wurde. Ein Neustart des Systems muss durchgeführt werden, die LAN-Hardware im Gerätemanager ist zu kontrollieren und gegebenenfalls müssen aktuelle Treiber herunterladen und installiert werden.

  5. Die IP-Adresse überprüfen

    Die bisherigen Schritte dienten dazu, festzustellen, ob das Heimnetz und die Hardware-Verbindungen korrekt funktionieren. Sollte dies der Fall sein, muss als nächstes die Software untersucht werden. Hierbei hilft die Windows-Kommandozeile. Mit deren Befehlen lassen sich Internetprobleme innerhalb kürzester Zeit feststellen und auch eine Analyse des Heimnetzes funktioniert mit ihnen sehr gut.

    Nützlich ist der Befehl "ipconfig". Unter "IPv4-Adresse" ist dann zu sehen, welche IP-Adresse aktuell verwendet wird, um ins Internet zu gehen. Über "Standardgateway" wird die IP-Adresse angezeigt, die der Router verwendet. Hier ist es wichtig, dass sie bis auf die letzte Ziffer identisch sind. Sollten an anderen Stellen Unterschiede auftreten, muss in den Windows-Einstellungen "Netzwerk und Internet -> Adapteroptionen ändern" ausgewählt werden. Mittels Rechtsklick kann die Verbindung ausgewählt werden, die für eine Verbindung zum Router genutzt werden soll. Das können je nach Wunsch eine "WLAN-Verbindung" oder eine "LAN-Verbindung" sein.

    Unter "Eigenschaften" kann dann "Internetprotokoll, Version 4" markiert und "Eigenschaften" aufgerufen werden. Hier gibt es die Optionen "IP-Adresse automatisch beziehen" und "DNS-Serveradresse automatisch beziehen". Wichtig ist, dass diese beiden Punkte aktiv sind. Sobald dies geschehen ist, muss am Router überprüft werden, ob die entsprechenden Einstellungen gewählt wurden. Dass hierfür empfohlene Vorgehen ist unter Schritt 10 zu finden.

  6. Individuelle Einstellungen bei der Sicherheitssoftware

    Gelegentlich ist eine zu strenge Firewall dafür verantwortlich, dass keine Verbindung zum Internet hergestellt werden kann. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Nutzung eines bestimmten Browsers oder einer App in der Firewall verboten wurde. Ebenso wichtig ist es, den WLAN-Repeater und den Powerline-Adapter zu kontrollieren. Wenn zwischen dem mobilen Endgerät, das nicht ins Internet gelangt, und dem Router keine direkte Verbindung besteht, muss gecheckt werden, ob alle Zwischenstationen funktionieren. Hierfür genügt es, die Status-LEDs zu kontrollieren, die am Repeater beziehungsweise Powerline-Adapter vorhanden sind. Wenn diese rot leuchten, liegt vermutlich ein Problem vor, das in vielen Fällen durch einen Neustart aus der Welt geschafft werden kann.

    Kommt ein Powerline-Adapter zum Einsatz, sollte ein Pairing durchgeführt werden. Das bedeutet, dass der Adapter mit dem Powerline-Netzwerk oder mit dem am Router befindlichen Powerline-Adapter neu verbunden wird. Hierfür gibt es in der Regel am Gehäuse eine spezielle Taste. Wer unsicher ist, kann im Handbuch nachschlagen. Wenn die Verbindung wieder funktioniert, sollte ein Firmware-Update für den Repeater und Powerline-Adapter durchgeführt werden. Das ist in der Regel über das Browsermenü des Geräts möglich, das verwendet wird. Über die Option "Update" können aktuelle Versionen heruntergeladen werden.

  7. Die passenden WLAN-Einstellungen am Router

    Das Routermenü bietet die Möglichkeit, sich alle Geräte anzeigen zu lassen, die aktuell eine Verbindung zum Router eingegangen sind. Eine Fritzbox zeigt zusätzlich, ob die jeweilige Verbindung über einen Repeater oder einen Powerline-Adapter besteht und wie schnell Daten übermittelt werden können. Nutzer sehen somit auf einen Blick, ob über die ersten sechs Schritte eine Verbindung zwischen Endgerät und Router hergestellt wurde und ob alle oder nur bestimmte Verbindungen funktionieren. Manchmal ist es nämlich so, dass das LAN zur Verfügung steht, alle anderen Verbindungsarten jedoch nicht.

    Wenn das verwendete mobile Endgerät in der Liste nicht auftaucht, müssen die WLAN-Einstellungen geprüft werden, die im Router hinterlegt sind. Ein erster Schritt muss darin bestehen, zu kontrollieren, dass die WLAN-Funktionen aktiv sind. Falls nämlich einmal versehentlich der WLAN-Knopf am Gehäuse des Routers gedrückt wurde, kann es passiert sein, dass das Funknetz ausgeschaltet wurde, und auch eine aktive WLAN-Zeitschaltung kann zu Problemen führen. Die WLAN-LED am Router zeigt deutlich, ob das Gerät korrekt sendet.

    Es sollte geprüft werden, welchen Funkkanal der Router bei der 5-GHz-Frequenz verwendet. Wenn der Kanal höher als 48 liegt, kann es passieren, dass Probleme mit den WLAN-Clients entstehen, die nicht in der Lage sind, mit DFS (Dynamic Frequency Selection) zu arbeiten. Sollte dies der Fall sein, müssen beide mit 2,4 Gigahertz verbunden sein. Zudem ist es für DFS wichtig, dass der Router kontrolliert, ob Radardienste die hohen Kanäle aktuell belegen. Während eine entsprechende Prüfung durchgeführt wird, kann 5-GHz-WLAN nicht genutzt werden. Zudem ist es möglich, dass WLAN-Sicherheitsfunktionen wie PMF die Verbindung mit älteren Geräten verhindern. Wenn PMF zwischenzeitlich abgestellt wird, kann getestet werden, ob dieses für Probleme verantwortlich ist. Die An- und Abmeldung funktioniert über "WLAN -> Sicherheit -> Unterstützung für geschützte Anmeldungen von WLAN-Geräten (PMF) aktivieren".

  8. Sicherheitseinstellungen am Router ansehen

    Gelegentlich kommt keine WLAN-Verbindung zustande, weil eine falsche SSID gewählt oder ein unzutreffendes Passwort angegeben wurde. Um zu kontrollieren, ob dies der Fall ist, müssen beide Informationen im Routermenü kontrolliert werden. Das ist über "WLAN -> Sicherheit" möglich.

    Eine weitere Fehlerquelle besteht darin, dass man sich selbst aus dem Router ausgesperrt hat. So kann ein MAC-Filter dafür verantwortlich sein, dass eine WLAN-Verbindung selbst dann nicht hergestellt werden kann, wenn das zutreffende Passwort eingegeben wird. Um dies zu ändern, muss bei einer Fritzbox "WLAN -> Sicherheit -> Verschlüsselung -> Alle WLAN-Geräte zulassen" ausgewählt werden. Bei einem Speedport-Router wird "Netzwerk -> WLAN-Zugriff verwalten" hierfür verwendet.

    Wichtig ist zudem, dass der Router mit der aktuellen Firmware arbeitet. Wenn keine Verbindung zum Internet besteht, kann nicht automatisch geprüft werden, ob Updates vorliegen. In einem solchen Fall kann es nötig werden, eine Internetverbindung mit einem Smartphone herzustellen, um auf der Herstellerseite zu prüfen, welche Version momentan genutzt werden muss. Wenn eine neuere Firmware-Version zur Verfügung steht, muss diese mittels WLAN-Tethering über das Smartphone heruntergeladen und auf dem Router installiert werden.

  9. Auf die Kindersicherung verzichten

    Wenn eine Verbindung zum Router hergestellt werden kann, der Zugang zum Internet aber verwehrt bleibt, kann dies an einer aktiven Kindersicherung liegen. Diese sorgt dafür, dass ein bestimmtes Netzwerkgerät für einen ausgewählten Zeitraum oder dauerhaft keinen Zugang zum Internet bekommt. Gelegentlich ist es so, dass nur ein festgelegtes Zeitbudget für das Internet zur Verfügung steht. Sobald dieses aufgebraucht wurde, sorgt der Router dafür, dass das entsprechende Gerät nicht mehr ins Internet gehen kann. Deswegen müssen die Routereinstellungen dahingehend geprüft werden, ob eine Kindersicherung aktiviert wurde. Bei einer Fritzbox lässt sich das über "Internet -> Filter -> Kindersicherung/Zugangsprofile" machen.

  10. Was sagen die Netzwerkfunktionen am Router?

    Netzwerkgeräte benötigen Informationen, um eine Verbindung zum Internet herstellen zu können. Diese bekommen sie, wenn alles korrekt funktioniert, vom Router. Unter anderem ist es wichtig, dass sie die IP-Adresse erhalten, die der Router vergibt. Bei einer Fritzbox kann dies über "Heimnetz -> Netzwerk -> Netzwerkeinstellungen -> IP-Adressen" eingesehen werden. Wichtig ist, dass der DHCP-Server eingeschaltet ist. Außerdem kann an dieser Stelle kontrolliert werden, ob sich die IP-Adresse eines Netzwerkgeräts im korrekten Bereich befindet.

    Beim Router ist hinterlegt, an welchen DNS-Server Webseiten-Anfragen aus dem Heimnetz geleitet werden sollen. Wenn keine individuellen Einstellungen vorgenommen wurden, arbeitet ein Router in der Regel mit dem DNS-Server des jeweiligen Providers. Wenn dieser einmal nicht erreichbar sein sollte, wird beim Versuch, ins Internet zu gehen, eine Fehlermeldung angezeigt. Es ist empfehlenswert, hier zu Testzwecken einen anderen DNS-Server anzugeben. Das können beispielsweise 8.8.8.8 oder 8.8.4.4 sein. Hierbei handelt es sich um die öffentlichen DNS-Server von Google. Wer lieber mit Cloudflare arbeitet, kann sich für den Server 1.1.1.1 entscheiden. Die jeweiligen Optionen stehen bei einer Fritzbox unter "Internet -> Zugangsdaten -> DNS-Server" zur Verfügung.

  11. Neustart des Routers

    Zahlreiche Probleme, die bei einem Router auftauchen, lassen sich über einen Neustart beseitigen. Dieser wird über eine spezielle Menüfunktion ausgelöst, es genügt aber auch, das Stromkabel zu ziehen und erst nach einiger Wartezeit wieder einzustecken. Sobald dies geschehen ist, startet der Router neu und stellt alle benötigten Verbindungen neu her. In der Regel dauert es fünf Minuten, bis dieser Vorgang abgeschlossen ist.

  12. Bedeutung der Farben der Router-LEDs nachschlagen

    Wenn auch nach einem Neustart die LEDs am Router blinken oder eine ungewöhnliche Farbe zeigen, ist der Griff zum Handbuch angeraten. Hierin wird ausführlich erklärt, welche Bedeutung verschiedene Signale haben. Wenn gar keine Lichter blinken oder leuchten, muss zunächst geklärt werden, ob der Router mit Strom versorgt wird. Ist er korrekt ans Stromnetz angeschlossen, es werden aber trotzdem keine LED-Signale angezeigt, muss von einem Hardwaredefekt ausgegangen werden. In diesem Fall kann direkt mit Schritt 17 weitergemacht werden.

  13. Überprüfung von Internetstatus und Ereignisprotokoll

    Im Routermenü besteht die Möglichkeit, sich den Status einer Internetverbindung anzeigen zu lassen. Auf diesem Weg wird schnell deutlich, ob der Router eine Onlineverbindung eingegangen ist und, abhängig vom Modell, wie lange diese schon besteht. Wer eine Fritzbox nutzt, kann zudem über "Diagnose -> Funktion" auf eine Selbstdiagnose zurückgreifen. Hierüber können verschiedene Fehler ermittelt werden.

    Wer tiefergehend analysieren möchte, kann das Router-Protokoll aufrufen. Bei einer Fritzbox erfolgt dies über "System -> Ereignisse" und bei einem Speedport-Router über "Einstellungen -> Systeminformationen -> Systemmeldungen". Abhängig davon, welcher Router verwendet wird, sind die hier genannten Informationen klar oder weniger klar verständlich. Sollten Fragen bestehen, kann das Handbuch zu Rate gezogen oder die Supportseite der Anbieter besucht werden. Somit wird klar, welche Bedeutung einzelne Meldungen haben.

    Sollte ein PPPoE-Fehler vorliegen, muss zunächst kontrolliert werden, ob die im Router hinterlegten Anmeldedaten zutreffend sind. Abhängig vom Anschluss kann es zudem nötig werden, neben dem Benutzernamen und Passwort auch noch weitere Informationen anzugeben oder bestimmte Optionen auswählen. Der Provider kann hier nähere Informationen geben, welche Daten das sind. Sollte alles korrekt sein, kann direkt mit Schritt 16 weiter gemacht werden.

    Gelegentlich steht im Ereignisprotokoll, dass eine bestehende DSL-Verbindung zum Router immer wieder abgebrochen wird, wodurch ein Neustart ausgelöst wird. Ist dies der Fall, liegt vermutlich eine störanfällige Übertragung vor. In einem solchen Fall sollten Einstellungen für die Störsicherheit ergriffen werden. Dies ist bei einer Fritzbox über "Internet -> DSL-Informationen" möglich. Manchmal kommt es zudem vor, dass eine Übertragung per Powerline Störungen verursacht. Um zu testen, ob dies der Fall ist, sollte der Powerline-Adapter zwischenzeitlich entfernt werden. Anschließend lässt sich leicht klären, ob mit einem bestimmten Tool die Störungen reduziert werden kann.

  14. Den Router auf Werkseinstellungen zurücksetzen

    Wenn ein Neustart durchgeführt wird, wie in Schritt 11 beschrieben wurde, will der Router eine Verbindung mit den aktuellen Konfigurationen herstellen. Alternativ ist es möglich, die Werkseinstellungen zu laden. In diesem Fall arbeitet der Router so, wie dies beim allerersten Einsatz der Fall war. Das bedeutet jedoch, dass sämtliche Zugangsdaten und Passwörter, die für Internetverbindungen erforderlich sind, neu angegeben werden müssen. Zudem ist es erforderlich, eine Neuanmeldung sämtlicher WLAN-Geräte durchzuführen.

  15. Sind die Anschlüsse und Verkabelungen korrekt?

    Gelegentlich führen kaputte oder zu lange Kabel dazu, dass eine Internetverbindung nicht hergestellt werden kann. Weitere Probleme ergeben sich aus einer kaputten TAE-Dose oder einem defekten DSL-Splitter. Gelegentlich sind die verwendeten Kontaktstifte nicht mehr in Ordnung, die in den Anschlussbuchsen vorhanden sind. Nach und nach sollten sämtliche infrage kommenden Fehlerquellen ausgeschlossen werden.

  16. Informationen zu den Störungsmeldungen einholen

    Die Provider bestätigen, dass das Internet nicht immer zur Verfügung steht. Die Telekom gibt an, eine Verfügbarkeit von 97 Prozent zu erreichen. Das bedeutet, dass durchschnittlich 263 Stunden im Jahr kein Internet zur Verfügung steht. Häufig sind technische Störungen oder Software-Updates hierfür verantwortlich, aber auch andere Wartungsarbeiten führen zu Problemen. Über die Webseite allestoerungen.de kann ermittelt werden, ob eine solche Störung aktuell vorliegt. Alternativ kann die App "Downdetector" genutzt werden. Sollte das Problem beim Provider liegen, bleibt keine andere Möglichkeit, als abzuwarten, bis dieser die bestehenden Schwierigkeiten beseitigt hat

  17. Mit einem alternativen Router arbeiten

    Wenn laut Schritt 16 das Internet zur Verfügung stehen sollte, aber der Router nicht mehr funktioniert, sollte einmal ein anderer Router angeschlossen werden. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass sich das gewählte Modell für den jeweiligen Anschluss eignet und mit der aktuellen Firmware arbeitet.

  18. Ein Gespräch mit dem Internetprovider suchen

    Sollten alle vorherigen Schritte nicht zum gewünschten Ergebnis führen, bleibt nur noch die Kontaktaufnahme mit dem Internetprovider. Wenn diesem das bestehende Probleme ausführlich geschildert und alle aussagekräftigen Fehlermeldungen genannt werden, kann dieser häufig helfen. Schnelle Lösungen sollten hierbei nicht hingenommen werden, da diese über die bisherigen Schritte bereits ausgeschlossen werden konnten. Stattdessen sollte ein Techniker kommen, der sich dem bestehenden Problem professionell widmet.


    ampfplan für seinen Sohn hat?

Der Anspruch besteht dem Gesetz zufolge bei "erheblichen, kontinuierlichen oder regelmäßig wiederkehrenden Abweichungen". Die Vertragszahlung ist "in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem die tatsächliche Leistung von der vertraglich vereinbarten Leistung abweicht". Heißt: Bekommt man nur die Hälfte der versprochenen Leistung, zahlt man nur die Hälfte des Preises.

Neu ist das Thema nicht. Schon jetzt können Verbraucher auf eine geringere Bezahlung pochen, wenn sie weniger bekommen als zugesichert. Hatte der Anbieter kein Einsehen, musste der Verbraucher vor das Amtsgericht ziehen. Daten der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur sollten dem Verbraucher im Streit mit dem Anbieter zwar helfen, der Ausgang des Verfahrens war aber ungewiss. "Wegen 30 Euro im Monat vor das Gericht zu ziehen, ist eine aufwendige Sache, das haben viele Verbraucher gescheut", sagt vzbv-Expertin Blohm.

Scharfes Schwert

Das neue Minderungsrecht ist nun ein deutlich schärferes Schwert für den Verbraucher. Hat er das Messprotokoll der Breitbandmessung-App in der Hand und ist daraus eine mickrige Leistung erkenntlich, hat er künftig Anspruch auf Preisminderung. Mit dem Messprotokoll sollte er sich bei seinem Internetanbieter melden. Der muss dann reagieren.

Wichtig sind häufige Messungen, um das neue Minderungsrecht geltend machen zu können. Laut einem im September vorgelegten Entwurf einer Allgemeinverfügung, die die gesetzlichen Vorgaben präzisiert, müssen die Nutzer an zwei verschiedenen Tagen jeweils zehn Messungen vornehmen. Wenn dabei nicht an beiden Tagen mindestens einmal 90 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Geschwindigkeit erreicht wird, greift das Minderungsrecht. Dies soll etwa auch der Fall sein, wenn die vereinbarte minimale Geschwindigkeit jeweils an zwei Messtagen unterschritten wird.

Nach der Veröffentlichung des Entwurfs kam es noch zur Konsultation von Marktteilnehmern. Die finalen Messvorgaben könnten noch etwas anders ausfallen. Dass das Minderungsrecht kommt, ist hingegen beschlossene Sache - es tritt am 1. Dezember in Kraft, die Nutzung der dafür geänderten Breitbandmessungs-App ist aber wohl erst zwei Wochen später möglich.

Anspruch und Wirklichkeit

Wie groß ist derzeit eigentlich die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim Internet? Genau weiß das niemand. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht zwar regelmäßig Daten von ihrer Messfunktion "breitbandmessung.de". Zuletzt erreichten nur 73,6 Prozent der Nutzer bei stationären Breitbandanschlüssen mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten maximalen Übertragungsrate. Aber: Ob sich aus den bisherigen negativen Ergebnissen Minderungsansprüche ergeben haben, ist unklar. Zudem kann man die Ergebnisse nicht beziehen auf das neue Minderungsrecht, schließlich waren es einmalige Tests, künftig sind mehrere Tests nötig.

Und was sagen die Internetanbieter? Man werde das Minderungsrecht "vollumfänglich umsetzen", betont ein Vodafone-Sprecher, und nach Meldungen von Kunden "mit Hochdruck daran arbeiten, die versprochene Leistung zu liefern". Zugleich gibt er aber zu bedenken, dass das Messtool "hohe Fehlerrisiken" berge. So müsse der Verbraucher für die Messung parallel laufenden Datenverkehr ausschalten - etwa WLAN-Verbindungen zum Handy oder zum Fernseher. Tut er das nicht, könnte die Bandbreite, die im Computer per LAN-Kabel ankommt und gemessen wird, niedriger sein als tatsächlich vorhanden. Zudem sei die Messung vor allem bei hohen Bandbreiten generell ungenau.

Vodafone bittet um die Nutzung eines eigenen Firmen-Messtools für Kabelinternet (Vodafone-Speedtest), das präziser sei. Klar ist aber auch: Die Messwerte der Netzagentur-Desktop-App muss Vodafone akzeptieren. Vodafone behält sich aber vor, im Verdachtsfall stichprobenhaft telefonisch bei Kunden nachzuhaken.

Der Branchenverband VATM weist darauf hin, dass die im Netz üblichen Schwankungen nicht automatisch eine schlechtere Nutzungsmöglichkeit für den Verbraucher bedeuteten, etwa wenn der nur Mails downloade oder Videos auch bei geringerer Bandbreite ruckelfrei funktionierten. "Nicht auf die Schwankungen kommt es an, sondern auf die Nutzbarkeit", sagt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Er ist aber überzeugt davon, dass die für Dezember erwarteten Messvorgaben der Netzagentur dem Rechnung tragen und auch den Bürgern nutzen werden.

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Quelle: dpa-infocom GmbH
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