WhatsApp verspricht neue Privatsphäre-Funktionen

WhatsApp überarbeitet die Privatsphäre-Einstellungen und stellt neue Funktionen vor.
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WhatsApp überarbeitet die Privatsphäre-Einstellungen und stellt neue Funktionen vor.

© Fabian Sommer

Nach dem Streit über die neuen Nutzungsregeln geht WhatsApp in die Offensive. Der Chatdienst legt eine Werbekampagne auf, die seine Verschlüsselung in den Vordergrund bringt.

Menlo Park (dpa) - WhatsApp bekräftigt nach der Kontroverse um seine neuen Nutzungsregeln das Festhalten an Komplett-Verschlüsselung und stellt neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre in Aussicht. Dazu gehört die Möglichkeit, Nachrichten zu verschicken, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können. Das könne zum Beispiel nützlich sein, wenn man Familienmitgliedern ein Passwort schicken müsse, sagte WhatsApp-Chef Will Cathcart.

Auch wird man einstellen können, dass Chats nach einer bestimmten Zeit von alleine verschwinden. "Die Menschen wollen insgesamt nicht, dass ihre Nachrichten für immer erhalten bleiben", betonte Cathcart. "Wenn wir uns unterhalten, haben wir kein Aufnahmegerät dabei. Insofern ist es seltsam, dass digitale Chat-Plattformen die für immer speichern."

Die größten Sünden bei WhatsApp:

  1. Während eines Gespräches heimlich schreiben

    Geht gar nicht: Während man sich mit einem anderen persönlich trifft, nebenbei heimlich Nachrichten schreiben. Wenn es dringend ist, wird der Gegenüber bestimmt Verständnis haben. Ansonsten gilt: Handy weg!
  2. Zu schnell abschicken

    Mehrere Chats parallel oder ähnliche Namen von Kontakten können zu peinlichen Verwechslungen führen. Deswegen vor dem Senden immer nochmal kurz checken, ob die Nachricht wirklich für den jeweiligen Empfänger gedacht ist.
  3. Achtung, Autokorrektur!

    Ebenfalls extrem peinlich wird es, wenn der Empfänger zwar korrekt ist, aber die Nachricht vor dem Abschicken nicht nochmal gelesen wird. Denn die Autokorrektur ist berüchtigt für die maximal unpassende Änderung.

    Sehen Sie hier die peinlichsten Autokorrektur-Fails! >>
  4. Pling! Pling! Pling! Pling!

    Ein lebhafter Gruppenchat oder ein Kontakt, der seine Nachrichten in Mini-Häppchen verschickt, kann alle anderen in den Wahnsinn treiben. Wer in Anwesenheit Unbeteiligter in solche Unterhaltungen verwickelt ist, sollte unbedingt den Ton abschalten!
  5. Ein Speicher voll Schrott

    Jeder kennt sie: Die Kontakte, die ungefragt Unmengen an vermeintlich lustigen Bildchen, Videos und GIFs verschicken. Das ist nicht nur nervig, sondern kostet auch Daten- und Speichervolumen. Deswegen ist es ratsam, das automatische Speichern von empfangenen Dateien in den Einstellungen auszuschalten.
  6. "Zuletzt online"

    Wer die "Zuletzt online"-Funktion nicht ausschaltet, muss aufpassen, was er seinen Chat-Kontakten mitteilt. Denn die Ausrede "Hab ich gar nicht gelesen" ist schnell als Lüge entlarvt, wenn man anschließend nachweislich noch am Handy war. Das gleiche gilt für den berüchtigten blauen Haken.
  7. Sticker

    Nein. Einfach nur Nein!
  8. "Hey there! I am using WhatsApp!"

    Immer wichtiger wird der Status. Wer hier den oben zitierten Standard-Satz durch eigene Inhalte ersetzen möchte, sollte sich im Klaren sein, dass alle Kontakte das lesen können - egal ob Kumpel, Chef oder Schwiegermutter. 
  9. Sprachnachrichten

    Geliebt und gehasst: An Sprachnachrichten scheiden sich die Geister. Wer lieber redet statt schreibt, sollte aber ein paar Punkte beachten: Kann der Empfänger die Nachricht überhaupt gerade abhören? Bei der Arbeit etwa ist das oft nicht der Fall! Und: Wichtige Infos sollten knapp und präzise mitgeteilt werden statt in einem Redeschwall voller Belanglosigkeiten versteckt. 
  10. Überlegt blockieren

    Ja, manche Leute nerven! Doch bevor man bei WhatsApp blockiert, sollte man zumindest kurz überlegen, wie der oder die andere das auffassen könnte. Denn der geblockte Kontakt kann das relativ schnell herausfinden und könnte dann nachhaltig verstimmt sein.

Kampagne bewirbt Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Die zu Facebook gehörende Firma startet eine Anzeigenkampagne zum Datenschutz in Deutschland und Großbritannien, die zu ihren wichtigsten Märkten gehören. Die kurzen Werbevideos heben hervor, dass bei WhatsApp verschickte Inhalte dank der sogenannten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung grundsätzlich nur für die beteiligten Nutzer im Klartext sichtbar sind.

WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer. Der Dienst hatte in den vergangenen Monaten nach der Ankündigung neuer Nutzungsregeln aber mit Kritik und einer Abwanderung von Nutzern zu kämpfen. Auslöser war die Einschätzung, dass mit dem Mitte Mai in Kraft getretenen Update mehr Daten mit der Konzernmutter Facebook geteilt werden sollen. WhatsApp wies dies als Missverständnis zurück und betonte wiederholt, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, mit der auch der Dienst selbst keinen Zugang zu Inhalten habe, nicht aufgeweicht werde.

Die besten Status-Sprüche für WhatsApp:

  • Seit zwei Wochen auf Diät und das einzige, was ich verloren habe, sind zwei Wochen.
  • Ich wäre gerne Dornröschen. Aber ohne Prinz – ich will schlafen!
  • Sport gibt dir das Gefühl, dass du nackt besser aussiehst. Sekt auch!
  • Alles, was ich will, ist teuer, macht dick oder schreibt mir nicht zurück.
  • Ich bin WGtarisch. Ich esse, was meine Mitbewohner kochen
  • Bald bin ich 40.
    VIERZIG!
    Das sind achtzig Mark!
  • Vier Stunden Schlaf täglich reichen mir. Nachts brauche ich allerdings mindestens das Doppelte.

  • Das Tolle an schlechter Laune:
    - Kostet nix.
    - Ist nie gespielt.
    - Hält länger als Gute.

  • Ich stalke nicht, ich recherchiere nur!

  • Ich habe meine Jogginghose in die Waschmaschine gegeben, damit sie weiß, was Bewegung ist.

  • Jetzt trinke ich schon jeden Tag 3 Proteinshakes und der Muskelaufbau hat sich trotzdem nicht verbessert.
    Frage: Liege ich vielleicht in der falschen Position auf der Couch?

  • Der menschliche Körper besteht aus 90% Wasser. Wir sind nichts anderes als Salatgurken mit Wahlrecht.

  • Geld soll man sich nur von Pessimisten borgen. Die erwarten sowieso nicht, dass sie es jemals wiederkriegen.

  • Lieber 2 Promille als gar keine inneren Werte.

  • Natürlich rede ich mit mir selbst. Wir kennen uns, wir sind zusammen aufgewachsen!

  • Der schwerste Abschied ist immer morgens von meinem Bett.

  • Wenn ich morgens vor dem ersten Kaffee mit dir rede, bist du wichtig oder in Gefahr.

  • Beruhigungsbad gekauft. Bin schon ganz aufgeregt.

  • Man hat immer die Wahl: Drei Stunden aufräumen oder eine Viertelstunde schämen.

  • Sobald ich ein Piratenschiff mit WLAN finde, bin ich sowas von weg hier.

  • Bitte nicht stören. Ich bin schon gestört genug.

  • Ich war so stolz auf die Lösung. Leider passte sie nicht zum Problem.

  • Ich habe keine Spinnweben in der Wohnung. Das sind Öko-Traumfänger!

  • Schokolade ist Gottes Entschuldigung für Brokkoli.

  • Ein Freund ist ein Mensch, der dich mag, obwohl er dich kennt.

  • "Zuallererst möchte ich dem Boden danken, ohne den ich hier gar nicht stehen würde." – Ich, am Anfang einer Präsentation.

  • Ich bin froh, dass ich mein Essen nicht selbst jagen muss. Ich wüsste gar nicht, wo Pizzen leben.

  • Laut Miracoli bin ich vier Personen.

  • Die Party ist total langweilig! Wenn ich meine Hose finde, bin ich hier weg!

  • Das Leben ist kurz. Lächle, solange du noch Zähne hast.

  • Sollte dich jemand alt nennen, dann schlag ihn mit deinem Stock und wirf ihm dein Gebiss hinterher!

  • Der frühe Vogel stirbt, wenn er vor meinem Fenster herumzwitschert.

  • Nieder mit der Schwerkraft. Es lebe der Leichtsinn.

  • Zu Hause ist da, wo sich dein Smartphone automatisch mit dem WLAN verbindet.

  • Ich weiß gar nicht, warum alle Menschen immer auf die Regierung schimpfen – die tut doch gar nichts!

  • Wenn ich mal allein sein will, stelle ich mich im Baumarkt an den Infostand.

  • Ich weiß, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind, aber sie haben so wahnsinnig geile Ideen!

  • Mögen alle deine Wünsche wahr werden, ohne dass deine Frau davon erfährt!

  • Jeder sollte jemanden haben, der im entscheidenden Moment nachschenkt.

  • Dein Gesicht ist wie ein Lexikon. Man möchte einfach immer wieder nachschlagen.

  • Wer für alles offen ist, kann irgendwo nicht ganz dicht sein.

  • Wenn Faulheit eine olympische Disziplin wäre, wäre ich Vierter, damit ich nicht aufs Podest steigen muss.

  • Immer diese neidischen Blicke im Fitnessstudio. Sollen die sich eben ihre eigene Pizza mitbringen!

  • Sei lieber zu alt für den Scheiß als zu scheiße für dein Alter.
  • Mein Kopfkino hätte einen Oscar verdient

  • Gestern stand ich noch am Rande des Abgrunds, heute bin ich schon einen Schritt weiter!

  • Es gibt zwei Wege im Leben, die dir viele Türen öffnen werden: Ziehen und drücken.

  • Tut mir leid, ich habe weder die Geduld noch die Buntstifte es dir zu erklären.

  • Wieso zu Fuß gehen? Ich habe doch vier gesunde Reifen!

  • Wenn als Antwort bei WhatsApp nur noch ein Emoji kommt, gilt das Gespräch als beendet.


Viele Nutzer haben bereits zugestimmt

WhatsApp-Chef Cathcart räumte Fehler bei der Ankündigung der neuen Regeln ein. "Wir müssen klar kommunizieren, was wir machen und warum." Dies habe WhatsApp verpasst. "Wir wurden erst klarer, als wir die Verwirrung sahen. Das geht auf unsere Kappe", sagte Cathcart. Eine Werbekampagne für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung habe WhatsApp zwar schon vorher geplant. Aber nach der Kontroverse der vergangenen Monate habe WhatsApp noch mehr Gründe, darüber zu sprechen.

Inzwischen habe ein überwiegender Großteil der Nutzer, die bereits nach ihrer Zustimmung zu den neuen Regeln gefragt wurden, sie akzeptiert, sagte Cathcart. Genaue Zahlen nannte er nicht. Ursprünglich sollten Nutzer, die den neuen Regeln nicht zustimmen, mit der Zeit den Zugriff auf Grundfunktionen verlieren. Inzwischen drohen ihnen keine Konsequenzen mehr. Nur die neuen Funktionen zur Kommunikation mit Unternehmen wird man lediglich nach Zustimmung zum Update nutzen können. WhatsApp zufolge waren sie der zentrale Grund für die Änderung der Nutzungsbedingungen.

WhatsApp-Chef fordert Standards für Unternehmen

Cathcart kritisierte, dass einige Regierungen versuchten, die Verschlüsselung in Chatdiensten aufzuweichen. "Ich hoffe, dass Regierungen mit der Zeit einsehen, dass die wichtigste Rolle, die sie spielen können, ist, für mehr Sicherheit zu sorgen" - zum Beispiel, indem sie Standards für Unternehmen vorgeben. WhatsApp argumentiere bei Regierungen, dass Ende-zu-Ende-Verschlüsselung die Sicherheit der Bürger schützen helfe. Facebook halte weiterhin an dem Plan fest, die Komplett-Verschlüsselung als nächsten Schritt auch in seinen zweiten Chatdienst Messenger zu bringen, sagte Cathcart.

In mehreren Ländern laufen Versuche von Regierungen und Behörden, die Komplett-Verschlüsselung in Chatdiensten wie WhatsApp auszuhebeln. Auch in Deutschland gibt es einen Gesetzentwurf, mit dem dem Verfassungsschutz die Quellen-Telekommunikationsüberwachung such in verschlüsselten Chatdiensten ermöglicht werden soll.

Bei klassischen SMS-Nachrichten ist es schon lange so, dass Telekommunikationsanbieter Behörden die Überwachung ermöglichen müssen. Für die verschlüsselten Chatdienste gilt das bisher nicht. Sicherheitsbehörden kritisieren, dadurch kämen sie nicht an die Kommunikation von Kriminellen oder Extremisten heran. Jüngst gelang internationalen Polizeibehörden aber ein großer Schlag gegen das organisierte Verbrechen ausgerechnet mit Hilfe einer Chat-App. Den Ermittlern war es gelungen, ihre angebliche abgesicherte App als Kommunikationsweg in kriminellen Kreisen zu etablieren.

Quelle: dpa-infocom GmbH
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