7 Online-Spionage-Tipps

7 Online-Spionage-Tipps
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7 Online-Spionage-Tipps

 

Das Internet ist Quell schier unendlich vieler Informationen – nicht alle davon sind für die Öffentlichkeit bestimmt: Aufenthaltsortbestimmung, geheime Passwortlisten und ungeschützte Webcams in Privatwohnungen. Sie werden überrascht sein!

Tipp 1: Personensuchmaschinen

Die meisten haben schon einmal ihren oder einen anderen Namen gegoogelt. Meist kommt dabei aber nicht allzu viel heraus. Auf die Personensuche spezialisiert, haben sich diverse Online-Portale wie Yasni (externer Link) und myONID (externer Link). Sie erstellen automatisch Personenprofile und listen sämtliche Internet-Einträge zu oder von der gesuchten Person im Internet auf, so dass man sich schnell einen ersten Eindruck verschaffen kann.

Registrierte User haben zudem die Möglichkeit, Kommentare hinzuzufügen, sich von Namensvettern abzugrenzen oder die Reihenfolge der Treffer zu ändern, um so einem falschen Eindruck entgegenwirken zu können.

Eine Möglichkeit sich bereits im Vorfeld des Umzugs über die neue Nachbarschaft zu informieren, bietet der US-Dienst Rotten Neighbour (externer Link), der auch zahlreiche deutsche Einträge enthält. Selbst zu Geschäften finden Sie Kundenerfahrungen. Allerdings wird hier sehr viel gelästert – finden Sie einen beleidigenden Eintrag über sich selbst, besteht theoretisch die Möglichkeit ihn entfernen zu lassen.

Tipp 2: Server-Spionage

Mit diesem Trick erfahren Sie mehr über den Server einer beliebigen Internetseite. Finden Sie heraus, welche Seiten noch auf demselben Server liegen und ob es der eigene Server oder ein Billig-Hoster ist. Gerade bei Banken wäre letzterer wenig seriös. Interessant ist auch zu sehen, in welchen Geschäftsbereichen die gesuchte Firma noch tätig ist.

Zunächst einmal benötigen Sie die IP-Adresse der Internetseite. Öffnen Sie per "Win"-"R" und „cmd“ die Eingabeaufforderung. Tippen Sie nun den Befehl „nslookup Servername“. Der Servername ist der Teil der Adresse, der zwischen „http://“ und dem nächsten Schrägstrich steht, also beispielsweise: „nslookup www.google.de“. Nach Bestätigung gibt die Eingabeaufforderung die IP-Adresse heraus.

Im nächsten Schritt öffnen Sie im Browser Microsofts Live-Suche. Tippen Sie die IP-Adresse in das Suchfeld hinter „ip:“ ein. Es werden jetzt alle Seiten, die auf dem Server liegen, angezeigt. Sind es sehr viele und unterschiedliche, handelt es sich vermutlich um einen Billig-Hoster.

Tipp 3: Unerkannt in Xing

Wenn Sie sich die Besucher Ihrer Xing-Profilseite (externer Link) näher anschauen wollen, klicken Sie als Premium-Mitglied für gewöhnlich auf die winzigen Profilbilder. Unser Trick ist nicht nur für Nicht-Mitglieder geeignet, sondern lässt Sie das Bild auch anonym aufrufen, denn normalerweise wird der Betroffene über Ihren Klick informiert.

Zunächst geht es darum, die genaue Adresse des Bildes herauszufinden. Firefox-User klicken mit der rechten Maustaste auf das Bild und wählen „Grafik anzeigen“. Im Internet Explorer öffnen Sie die Bildeigenschaften im Kontextmenü und kopieren die angezeigte Adresse einfach.

Löschen Sie jetzt die Ergänzung „_s2“ vor der Endung „.jpg“. Nach dem Drücken der Bestätigungstaste wird das Bild in der vollen Größe angezeigt – ohne, dass Sie Premium-Mitglied sein müssten oder Spuren in Xing hinterlassen.

Tipp 4: Google-Hacking

Im Netz befinden sich nicht nur für die Öffentlichkeit bestimmte Webinhalte. Findige Surfer können vertrauliche Dokumente, Bilder und sogar ungeschützte Webcams abrufen. Mehr als einen Browser und Internetzugang brauchen sie dafür nicht.

Über bestimmte Parameter spuckt eine einfache Google-Suche Adressen mit teilweise heiklem Inhalt aus. Mit „ext:ppt confidential "for internal use only"“ sucht man beispielsweise nach vertraulichen PowerPoint-Präsentationen, wobei „ppt“ auch durch „ pdf“ oder etwa „doc“ ersetzt werden kann. Die Gedankenlosigkeit mancher ist wirklich überraschend: Mit Suchbegriffen wie „ intitle:"my webcamXP server!" inurl:"8080"“ oder „"live view - axis"“ ist es etwa möglich, einen Blick in fremde Wohnungen zu werfen, einige Kameras können sogar über ein Interface ferngesteuert werden.

Tipp 5: Web-Wanzen

Web-Wanzen sind meist 1 x 1 Pixel kleine Bilder, transparent oder in der Farbe des Hintergrunds gehalten. Die Ein-Pixel-Bilder, wie sie auch genannt werden, können in Dokumente, etwa eine Email integriert werden. Öffnet man eine so verwanzte Email, wird das Mini-Bild vom Server nachgeladen. Der Downloadvorgang wird dabei vom Server registriert und erlaubt so den Rückschluss, ob und wann die Email unter welcher IP-Adresse geöffnet wurde. Spammer setzen die Technik zudem ein, um die Gültigkeit von Email-Adressen zu überprüfen.

Wenn man keinen eigenen Server besitzt oder anderweitig Zugang zu dessen Statistiken hat, gibt es diverse Dienste als Alternative, etwa ReadNotify (externer Link). Beim Versenden der Email hängt man die Endung „.readnotify.com“ an die Originaladresse. Die Email wird daraufhin über den Dienst umgeleitet. Der schneidet die Endung wieder ab und baut die Wanze ein. Auf der Web-Seite des Anbieters kann der Nutzer dann die gesammelten Daten abfragen oder sich informieren lassen. Für zwei Wochen und 25 Mails ist der Dienst kostenlos, danach wird eine Jahresgebühr von 24 US-Dollar fällig.

Tipp 6: IP-Adresse herausfinden

Für Online-Spionage benötigen Sie oft die IP-Adresse Ihres Gegenüber. So auch für unseren nächsten Tipp.

Um die IP-Adresse eines anderen Computers herauszubekommen, müssen Sie eine Verbindung zu diesem aufgebaut haben, etwa über eine ICQ-Nachricht oder -datenübertragung. Öffnen Sie per "Win"-"R" und „cmd“ die Eingabeaufforderung. Tippen Sie nun den Befehl „ netstat“ ein. Es erscheint eine Liste der verbundenen IP-Adressen. Um herauszufinden, welche zu ICQ gehört, bietet es sich an, kurz vor der Übertragung alle Adressen abzufragen und dann zu vergleichen, welche neu hinzugekommen ist. Hinter der IP-Adresse müsste außerdem der Standard-ICQ-Port 5190 und „Hergestellt“ stehen.

Im Header mancher Email-Dienste ist die IP-Adresse ebenfalls bisweilen zu finden. Allerdings ist diese nichts mehr wert, sollte der Schreiber bereits offline gegangen sein.

Tipp 7: Geotargeting

Mithilfe der IP-Adresse ist es möglich den ungefähren Aufenthaltsort des Nutzers zu orten. Bekannte Dienste wie Google verwenden Geotargeting schon lange zu dem Zweck Inhalte in der jeweiligen Landessprache anzubieten. Einige Streaming- und Downloaddienste funktionieren nur in bestimmten Ländern oder Regionen. Mithilfe von Geotargeting lässt sich aber auch herausfinden, wo der Chatpartner sitzt oder der Server einer Internetseite steht.

Geben Sie die IP-Adresse in einen Lokalisierungsdienst wie getpos (externer Link) ein. Auf einer Karte ist jetzt nicht nur der Standort zu sehen, sondern auch Informationen zum verwendeten Browser und der Name des Netzwerks. Bedenken Sie aber, dass die Informationen nicht absolut verlässlich sein müssen. Ein Proxy-Server etwa kann eine falsche IP-Adresse vorschalten. In unserem Test (ohne Proxy) wurde jedoch das korrekte Ergebnis angezeigt.

Quelle: Copyright (C)2008 www.pcwelt.de
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