AVM Fritzmedia 8020 & 8040 im Detail

AVM Fritzmedia 8020 & 8040 im Detail
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AVM Fritzmedia 8020 & 8040 im Detail

Das Internet hält Einzug ins Wohnzimmer. Von der Couch aus ist es ja auch viel bequemer, sich Filme von Video-Portalen anzuschauen und sich Podcasts oder Web-Radios anzuhören. Für alle, die sich nicht gleich einen kompletten Multimedia-PC ins Wohnzimmer stellen möchten, bietet sich die Fritz-Media-Box von AVM an. Wir haben sie getestet.

Fritzmedia ist eine in schwarz gehaltene schlanke und lautlose Set-Top-Box, die etwa die Größe des Fritzbox-DSL-Routers hat. Es gibt sie in zwei Varianten: Das Modell 8020 ist seit einem Jahr auf dem Markt und konnte in ihrer Ursprungs-Version nur Inhalte der Online-Videothek Maxdome abspielen. Ein Firmware-Update hat sie jetzt in ein echtes Mediacenter verwandelt. Die neue 8040 war von Anfang an damit ausgerüstet. Hinweis: Dieser Artikel wurde am 13.01.2009 aktualisiert, da inzwischen eine wesentlich verbesserte Firmware für die Boxen erschienen ist.

Optisch unterscheiden sich die Modelle nur in den Anschlüssen: Die 8020 hat den USB-Anschluss für externe Speichermedien an der Vorderseite, die 8040 an der Rückseite. Nur die 8040 besitzt separate Audio-Ausgänge, und zwar einmal optisch digital und einmal analog. An den Fernseher wird sie per Scart angeschlossen. Die 8020 begnügt sich mit einer S-Video- und drei Cinch-Buchsen (2x Audio, 1x Video) - ein Scart-Adapter liegt bei. Möchte man sie zusätzlich an die Stereoanlage anschließen, benötigt man ein Y-Kabel oder besser eine kleine Umschaltbox.

Die Funktionen im Einzelnen

Beim Starten prüft die Box, ob Sie ein Netzwerk-Kabel angeschlossen haben. Wenn nicht, werden Sie gebeten, das eingebaute WLAN zu konfigurieren. Das ist mit der Bildschirmtastatur und der mitgelieferten Fernbedienung zwar etwas fummelig, aber zum Glück nur einmal nötig.
Im Anschluss landen Sie im edel gestalteten Mediacenter-Menü. Hier haben Sie Zugriff auf eine Vielzahl von kostenlosen Online-Diensten in speziell angepassten Versionen: In der ZDF-Mediathek zum Beispiel finden Sie einige Eigenproduktionen des „ Zweiten“ der letzten sieben Tage zum Abruf. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Nachrichten, Reportagen und Magazine.

Webradios, Podcasts & eigene Dateien wiedergeben

Webradios sowie Audio- & Video-Podcasts lassen sich aus vordefinierten Listen auswählen. Eigene Einträge hinzufügen können Sie allerdings nicht. Fans von Fun-Videos kommen im Myvideo.de-Bereich auf ihre Kosten. Hier sind viele, aber bei weitem nicht alle Inhalte des Videoportals abrufbar. Im Bereich TV-Galerie gibt es einige Appetithappen der Prosieben-Sat1-Gruppe, wobei es zum Teil zu Überschneidungen mit Maxdome-Inhalten kommt. Auch einige andere Sender sind vertreten.

Individuelle Musiktitel können Sie im Jamba-Music-Bereich abrufen. Hier sollen über 1,5 Millionen Songs zur Verfügung stehen. Diese können Sie sich 3 Monate lang gratis anhören (nicht enthalten bei Einzelbestellung der Box über mediacenter.de). Wenn Sie danach nicht kündigen, fallen pro Monat 9,99 Euro für die Jamba Music Flatrate an. Wiedergabelisten lassen sich komfortabel online am PC zusammenstellen und auf der Box nutzen.

Über einen eigenen Menüpunkt lassen sich Nachrichten von N24 anschauen und Wettervorhersagen von Wetter.com abrufen.

Last but not least ist der Zugriff auf die Online-Videothek Maxdome.de mit ihren über 10.000 Videos möglich. Die meisten Inhalte stammen von der Prosieben-Sat1-Gruppe, die durch aktuelle Kino-Produktionen ergänzt werden. Der Starttermin liegt bei den Blockbustern meist einige Wochen bis Monate hinter dem DVD-Start.

Die Maxdome-Inhalte lassen sich für jeweils 24 Stunden mieten. Alternativ können Sie zu einzelnen Kategorien wie Fußball, Comedy, Movie, Serien und Kids Abos abschließen (Kosten zwischen 3,99 Euro und 12,99 Euro im Monat). Auch ein Rundum-Sorglos-„Premium-Paket“ für monatlich 19,99 Euro steht zur Wahl.

Wer Medien abspielen möchte, die er selber besitzt, kann auch das tun. Die Box gibt Musik, Bilder und Videos wieder, die auf einem angeschlossenen USB-Medium oder im heimischen Netz liegen - zum Beispiel auf dem PC oder auf einer Netzwerkfestplatte. Die Unterstützung für Bild- und Audio-Dateien ist mit den Formaten WMA, MP3, JPEG, GIF und PNG ausreichend. Mau sieht es bei Videos aus - hier laufen nur die Microsoft-Formate WMV 9 und ASF.

Die Testergebnisse

Bedienung: Die Bedienerführung ist sehr gelungen. Auch Einsteiger sollten sich damit schnell zurechtfinden und schnell zu den gewünschten Inhalten gelangen. Was uns an den Fritzmedia-Boxen etwas genervt hat, war die Zeit, die sie zum Hochfahren brauchten. Von DVD-Player und Stereoanlage ist man gewohnt, dass sie nach dem Einschalten sofort startklar sind. Die Fritzmedia war erst nach 50 Sekunden einsatzbereit. Enttäuschend auch, dass als Videoformat für eigene Filme nur WMV unterstützt wird.

Stromverbrauch: Dieser war erfreulich gering. Im Leerlauf benötigt die Fritzmedia 8040 nur 4,5 Watt, beim Betrachten von Videos immer noch unter 5 Watt. Wer WLAN und/oder einen USB-Datenträger ohne eigene Stromversorgung nutzt, muss jeweils 0,5 Watt hinzurechnen. Im Verhältnis dazu ist der Strombedarf im ausgeschalteten Zustand (Standby) jedoch hoch: Er liegt bei 3 Watt. Rätselhaft ist, warum der Strom nicht dafür genutzt wird, den Inhalt des Arbeitsspeichers beizubehalten. Dann wäre die Box beim erneuten Einschalten sofort betriebsbereit.
Die Messwerte für die Fritzmedia 8020 liegen übrigens jeweils rund 0,5 Watt über denen der 8040.

Fazit, Preis & Verfügbarkeit

Fazit: Die Fritzmedia 8020 und 8040 machen durch ihre kompakten Maße und den niedrigen Stromverbrauch eine gute Figur. Die Bedienung ist durchdacht, der Funktionsumfang stimmt. Die Beschränkung auf Microsoft-Videoformate wiegt allerdings schwer. Denn Filme, die man in den populären Formate MPG und DivX vorliegen hat, möchte man nicht erst zeitaufwendig konvertieren. Vermisst haben wir außerdem die Option, beliebige Podcasts selber hinzuzufügen.

Preis & Verfügbarkeit: AVM vertreibt die Fritz-Media-Boxen nicht selbst, sondern liefert sie an Internet-Provider und Anbieter von Video-Diensten. Momentan sind das ausschließlich 1&1 beziehungsweise Maxdome.
Update 30.7.2008: Bei Maxdome.de gibt es unter dieser Adresse die Fritzmedia 8020 für 99,99 Euro zu bestellen. Allerdings fehlt ihr die erwähnte Mediacenter-Funktionalität - diese lässt sich auch nicht per Firmware-Update nachrüsten. Zudem kann man sich bei Bestellung über Maxdome.de nicht darauf verlassen, auch tatsächlich die Fritzmedia 8020 zu erhalten. Denn mitunter werden auch Set-Top-Boxen anderer Hersteller verschickt. In jedem Fall im Preis enthalten: Die „Movie-Flat“ mit Zugriff auf 125 ausgewählte Videos.

Die Fritzmedia 8040 gibt es zurzeit nur bei 1&1 - entweder in Kombination mit einem DSL-Tarif, oder als separates Angebot.
Der Preis der Fritzmedia 8040 für 1&1-DSL-Kunden und die Auswahl an kostenlosen Maxdome-Videos richtet sich nach dem 1&1-DSL-Paket, für das sich der Anwender entscheidet: Bei den Tarifen „6.000 Doppel-Flat“ und "16.000 Doppel-Flat" kostet sie 99,99 Euro. Bei der "16.000 Doppel-Flat" ist der kostenlose Zugriff auf 125 ausgewählte Filme enthalten. Bei der "Entertainment-Flat 16.000" kostet die Fritzmedia 8040 nur 29,99 Euro, zudem ist der dauerhafte Zugriff auf die meisten Maxdome-Videos inklusive.

Wer keinen DSL-Anschluss von 1&1 besitzt, kann die Fritzmedia 8040 unter www.mediacenter.de bestellen. Einzeln kostet sie 199 Euro. In Verbindung mit dem "Entertainment-Paket" ist sie kostenfrei zu haben. Das "Entertainment-Paket" kostet 9,99 Euro pro Monat (Mindestlaufzeit 2 Jahre). Es beinhaltet Zugriff auf 125 ausgewählte Maxdome-Videos, 3 Blockbuster-Gutscheine im Monat und die dreimonatige kostenlose Music-Streaming-Flatrate von Jamba-Music.

Quelle: Copyright (C)2008 www.pcwelt.de
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