Bundeswehr soll von PRISM seit 2011 gewusst haben

Bundeswehr soll von PRISM seit 2011 gewusst haben (c)
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Bundeswehr soll von PRISM seit 2011 gewusst haben (c) istockphoto.com/jeu

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Aus geheimen Nato-Dokumenten soll hervorgehen, dass die Bundeswehr schon seit 2011 von der Existenz von PRISM gewusst haben soll.

Offenbar wusste das Bundeswehr-Kommando in Afghanistan schon 2011 über PRISM Bescheid, berichtet der Spiegel. Ein geheimes Nato-Papier aus Afghanistan soll das beweisen. Darin gebe das Hauptquartier den Regionalkommandeuren Befehle zum Umgang mit PRISM. Im deutschen Verantwortungsbereich in Nordafghanistan unter Generalmajor Markus Kneip soll das Papier auch eingegangen sein. Wenn sich das Papier als echt erweisen sollte, kann von einer Ahnunglosigkeit Deutschlands über die PRISM-Affäre keine Rede mehr sein.

Dem Nato-Papier soll zu entnehmen sein, wie man Anträge auf Überwachung von Telefonverbindungen und E-Mails beantragen könne. Dabei sei auch konkret von PRISM die Rede. Außerdem erkläre das Papier, dass PRISM über das geheime US-Geheimdienst-Computernetzwerk JWICS geregelt sei. Dem Spiegel zufolge habe das Verteidigungsministerium den Bericht nicht dementiert, sondern zurückhaltend reagiert.

Nach und nach gelangen immer mehr Einzelheiten über das von Edward Snowden publik gemachte Spionage-Programm der NSA an die Öffentlichkeit. Erst vor kurzem hat Yahoo eine Veröffentlichung eines PRISM-Gerichtsurteils erstritten. Weil das Urteil von einem Geheim-Gericht stammt, durfte Yahoo sich bislang nicht äußern und es war nicht klar, ob der Konzern seine Nutzerdaten freiwillig oder unter Zwang herausgab.

Gegen die PRISM-Spione können Sie sich vielleicht nicht zu hundert Prozent schützen, da ein Großteil des Internet-Datenverkehrs über US-Server läuft. Doch können Sie den Lauschern zumindest das Leben schwer machen - mit Freeware.

Quelle: www.pcwelt.de
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