NSA überwacht wesentlich mehr Menschen als bislang zugegeben

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NSA überwacht wesentlich mehr Menschen als bislang zugegeben (c) istockphoto.com/alexskopje

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Laut einem NSA-Sprecher scheint der aktuelle Prism-Skandal wesentlich größere Ausmaße zu haben, als bislang angenommen.

Mehrere Regierungvertreter, FBI- sowie NSA-Mitarbeiter mussten sich heute morgen vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses in Washington D.C. zum aktuellen Überwachungsskandal erklären. Während viele Stellungnahmen den bereits abgegebenen Kommentaren der Geheimdienste und Regierungseinrichtungen entsprachen, sorgte die Aussage von Chris Inglis, Vizedirektor der NSA, für Aufsehen.

So erklärte Inglis dem Ausschuss nähere Details zum Umfang und der Art der Ausforschung des Umfelds von Terrorverdächtigen. Demnach würden sich die Nachforschungen zu einem Terrorverdächtigen nicht nur auf dessen Person, sondern auch auf ein weites Umfeld von Bekannten, Freunden oder Kollegen beziehen. Die Überwachung erfolge laut Inglis für gewöhnlich in zwei bis drei Schritten.

So gerät im ersten Schritt der eigentliche Terrorverdächtige ins Visier von NSA und FBI. Im Anschluss werden dessen Kommunikation sowie seine Kommunikationspartner überprüft. Im zweiten Schritt untersuchen die Behörden wiederum die Kontakte der Kontaktpersonen, während im dritten Schritt deren Kontaktpartner überwacht und durchleuchtet werden. Inglis' Aussage macht deutlich, dass die NSA mit ihrem Programm nicht nur die Millionen Daten von „ normalen“ Bürgern erfasst, sondern bei einer Terrorverdachts-Ermittlung ebenfalls Millionen Menschen einer genaueren Untersuchung unterzogen werden.

Der Spiegel hat diese Aussage anhand eines Facebook-Profils durchgerechnet. Hat der durchschnittliche Nutzer 150 Freunde in seiner Liste, kommen deren Kontakte wiederum bereits auf insgesamt 22.500 Menschen. Bezieht man nun den dritten Schritt mit ein, würden bei nur einem Terrorverdächtigen ganze 3.375.000 Menschen einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden. Nicht ins Visier der NSA zu geraten, scheint angesichts dieser Zahlen also so gut wie unmöglich.

Quelle: www.pcwelt.de
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