Ohne Spuren im Netz: So schützen Sie Ihre Identität

Ohne Spuren im Netz: So schützen Sie Ihre Identität
Sie wollen im Internet nicht identifiziert werden können? Wir haben für Sie Tipps und Tricks zusammengestellt, um Ihre Identität zu schützen!
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Ohne Spuren im Netz: So schützen Sie Ihre Identität

Sie wollen im Internet nicht identifiziert werden können? Wir haben für Sie Tipps und Tricks zusammengestellt, um Ihre Identität zu schützen!

© iStockphoto.com/scyther5

Die Deaktivierung von Cookies hilft nicht weiter, wenn eine Identifikation im Netz verhindert werden soll. Diese erfolgt nämlich mittlerweile per Browser-Fingerabdruck.

Wer heute Computer nutzt, scheint nirgendwo mehr vor der allgemeinen Überwachung sicher zu sein. Einige Fernseher von LG analysieren das Sehverhalten der Zuschauer und senden die Daten an das Unternehmen, die Spielekonsole Xbox One horcht neugierig in das Wohnzimmer hinein. Unternehmen wie Google setzen auf Dienste wie Google Now, die in Verbindung mit Aktivitätssensoren Bewegungsprofile erstellen und die gesammelten Daten für eine gezielte Werbung verwenden. Einen Gewinn von rund einer Milliarde Euro pro Monat verdankt das Unternehmen seinem Wissen über die Gewohnheiten seiner Nutzer.

Cookies: Licht- und Schattenseiten

Cookies erleichtern das Browsen im Internet und speichern Daten wie die E-Mail-Adresse oder den Nutzernamen, damit ein Log-in bei erneutem Besuch eines Shops wie zum Beispiel Amazon schneller gelingt. Die Cookies tragen so dazu bei, die Nutzererfahrung im Netz zu verbessern.

Die Cookies sorgen jedoch auch dafür, dass der Nutzer vielleicht mehr von sich preisgibt, als ihm lieb ist. Google etwa setzt Cookies nicht nur auf den eigenen Seiten ein, sondern sammelt auch auf Websites Dritter Daten über die Nutzer. Doch wer glaubt, dass er sich durch die Abschaltung der Cookies im Browser vor solchen Praktiken schützen kann, täuscht sich.

Browser lassen sich mittlerweile nämlich auch ohne Cookies tracken. Verantwortlich dafür ist der sogenannte Browser-Fingerprint, der eine Identifikation anhand von Merkmalen wie etwa dem eingesetzten Betriebssystem zulässt. Informatiker wie der Berliner Henning Tillmann gehen davon aus, dass etwa 90 Prozent der Browser auf diese Weise eindeutig identifiziert werden können. Konkret bedeutet das, dass in vielen Fällen Daten aus einem Cookie einer individuellen Person zugeordnet werden können.

So schützen Sie sich vor der Identifikation

Wer keine Speicherung seiner Daten in Cookies wünscht, sollte vom privaten Modus seines Browsers Gebrauch machen. Diesen Modus findet der Nutzer in praktisch allen modernen Browsern, die hierüber eine geheime Sitzung anlegen, während der keine Cookies gespeichert werden können.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, für das normale Surfen einen zweiten Benutzeraccount anzulegen. Per Strg+Alt+Entf kann zu diesem Account gewechselt werden. Mit Add-ons wie dem Cookie Monster für Firefox kann weiterhin eine differenziertere Behandlung von Cookies erreicht werden: So schützt der Anwender seine Privatsphäre und kann zugleich gewünschte Cookies zulassen, die zum Beispiel Log-in-Daten speichern.

Im Netz wirklich anonym surfen

Wer per DSL surft, profitiert von einer automatischen Trennung der Internetverbindung alle 24 Stunden. Das bedeutet, dass der Nutzer alle 24 Stunden eine neue IP-Adresse erhält. Anders verhält es sich bei Kabel-Internet, bei dem eine IP-Adresse mehrere Monate beibehalten werden kann.

Die IP-Adresse selbst enthält noch keine personenbezogenen Daten, diese können jedoch auf Anfrage vom Provider herausgegeben werden, wenn etwa bei einem Download gegen Urheberrechte verstoßen wurde.

Wer seine IP-Adresse ändern möchte, der kann auf VPN-Dienste zugreifen. Hierbei wird der eigene Datenverkehr getunnelt, sodass als IP-Adresse die Adresse eines Servers im Internet anstelle der eigenen auftaucht. So kann der Nutzer sich zum Beispiel eine US-IP-Adresse verschaffen, um Videos auf YouTube zu schauen, auf die deutsche Nutzer sonst keinen Zugriff haben.

Fazit: Anonymität ist im Netz schwer erreichbar

Cookies sollten nicht grundsätzlich verteufelt werden, in vielen Fällen stecken dahinter jedoch neugierige Unternehmen. Da auch eine Verschleierung der IP-Adresse nutzlos ist, weil mit dem Browser-Fingerabdruck längst eine zuverlässige Identifikation des Nutzers möglich ist, sollten die Anwender den sinnvollen Umgang mit Cookies lernen. Hierzu gehört, dass Trackingmöglichkeiten gezielt deaktiviert werden sollten, etwa im Rahmen des Private-Modes.

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