Mini-Computer mit Mega-Möglichkeiten

Raspberry Pi

Der Raspberry Pi ist ein einfacher Computer, der entwickelt wurde, um Kindern und Schülern das Programmieren und Experimentieren zugänglicher zu machen. 2006 wurde der erste Prototyp in Großbritannien gebaut und bis Ende 2011 verbessert, um ihn für die Auslieferung in den Handel vorzubereiten.


Was ist ein Raspberry Pi?

Dieser Einplatinencomputer hat die Größe einer Kreditkarte und ist mit einem ARM-Mikroprozessor ausgestattet. Dies macht ihn so leistungsfähig, wie ein modernes Smartphone. Der Name Raspberry Pi ist angelehnt an andere Technikunternehmen, die Ihre Produkte nach Früchten benennen, wie beispielsweise Apple. Das Pi steht für Python Interpreter, denn ursprünglich sollte der Computer mit einem eingebauten Python Interpreter ausgeliefert werden. Dieser sollte dafür sorgen, dass der Python Quellcode, eine sauber strukturierte und leicht zu erlernende Programmiersprache, vom System nicht in eine direkt ausführbare Datei umgewandelt wird, sondern erst gelesen, analysiert und dann ausgeführt wird. Diese Überlegung ist an die Ausstattung, der ersten Heimcomputer Mitte der 1980er angelehnt, in denen beinahe überall ein BASIC-Interpreter verbaut war.


Wie wird der Raspberry Pi genutzt?

In der Regel wird zum Starten des Mini-Computers eine bootfähige SD-Karte verwendet. Die beiden älteren Versionen Model A und Model B benötigen eine normale SD-Karte, wohingegen die neueren Versionen mit Micro-SD-Karten gestartet werden können. Weitere Utensilien, die benötigt werden, sind eine USB-Tastatur und Maus, selbstverständlich die Stromversorgung, die über eine 5V Micro-USB Verbindung hergestellt wird und ein Monitor, dieser kann über eine HDMI-Verbindung angeschlossen werden. Schon jetzt wird also klar, dass der „Raspi“ über diverse Anschlüsse verfügt und eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten mit sich bringt. Wird das System zum aller ersten Mal gestartet muss ein Betriebssystem gewählt werden, in den meisten Fällen entscheiden sich die Nutzer für Linux, da dieses System von Entwicklern auf modularer Ebene weiter entwickelt werden kann. Die aktuellste Version unterstützt aber auch Windows 10.


Möglichkeiten mit dem Raspberry Pi

Den Anwendungsbereichen sind keine Grenzen gesetzt. Sollte der „Raspi“ eigentlich an Schulen zum Einsatz kommen, so hat sich das System dennoch stärker in der Bastler- und Tüftlerszene etabliert. Der erschwingliche Preis, der bei ungefähr 30 USD liegt, führte dazu, dass das System mittlerweile über 12,5 Millionen Mal verkauft worden ist und verdrängt somit sogar den C64 von der Bestenliste, der meistverkauften Computersysteme. Eine der wohl häufigsten Nutzungen ist die Verwendung als Mediacenter, dafür liefert die Raspberry Foundation ein Betriebssystem namens Raspbmc, welches einfach runtergeladen werden kann. Außerdem kann er als Server oder als Gehirn eines Roboters fungieren. Er kann aber auch als Steuerung für Funksteckdosen oder Heizungen verwendet werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit über die GPIO-Schnittstelle Sensoren aller Art zu verbinden.


Die Verkaufszahlen des kleinen Computers sprechen Bände. Für alle Nutzer, die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen, ist dieses Ein-Chip-System die beste Lösung. Wenn Sie erste kleinere Projekte verwirklichen wollen, aber ebenso Prototypen eines komplexeren Systems aufbauen möchten bietet dieses System eine optimale Basis.

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