Alle Details zu Windows 10

Ein Betriebssystem für alle Geräteklassen: Microsoft hat Windows
10 präsentiert
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Ein Betriebssystem für alle Geräteklassen: Microsoft hat Windows 10 präsentiert

© Microsoft
10.10.2014 - 09:51 Uhr

Microsoft hat den Nachfolger von Windows 8 enthüllt: Nicht Windows 9, nicht Windows One, nein "Windows 10" soll das Betriebssystem heißen. Wir informieren über alle Details.

In den Matheaufgaben vieler Grundschüler existieren Aufgaben wie diese:

"Vervollständige diese Reihe: 7, 8, ?". Die Kinder antworten brav mit "9" und bekommen Lob von der Lehrerin. Auf einer Microsoft-Grundschule allerdings wäre die Antwort nicht 9 sondern 10. Auf Windows 7 und 8 folgt also Windows 10. Laut Microsoft ist es Zeit für ein neues Windows und es wäre nicht richtig, es angesichts der großen Neuerungen schnöde Windows 9 zu nennen. Daher habe man sich für einen größeren Schnitt entschieden: Das neue Windows ist Windows 10. Andererseits, Apple wäre vielleicht auf die Idee gekommen, es "The new Windows" zu nennen.

Hier geht's zur Bildershow mit allen Neuerungen von Windows 10!

Windows 10 soll aber mehr als nur ein Betriebssystem für Desktops und Notebooks werden. Microsoft will mit Windows 10 den befreienden Schlag rund um alle denkbaren Endgeräte schaffen. Das Betriebssystem wird daher nicht nur "klassische" Computer bedienen, sondern soll auch Windows Phone und Windows RT ersetzen und zusätzlich als Operationsbasis der Spielkonsole XBox One dienen.

Auf der Presseveranstaltung zur Präsentation von Windows 10 zeigte Microsoft das System erstmals der Öffentlichkeit. Diese frühe Vorabversion entspricht aber nur in Teilen dem, was später auf den Markt kommen soll. Immerhin: Das Startmenü ist zurück. Windows 8 verzichtete auf dieses, was zahlreiche Nutzer bei älteren Betriebssystemen hielt. Bei Windows 10 hat sich Microsoft gegen eine Pflicht-Kachel-Startoberfläche entschieden und bootet auf Desktop-Rechnern und Notebooks wie gehabt auf den Desktop. Im Startmenü ist allerdings dennoch eine Reihe Live-Tiles, also Kacheln, zu sehen. Wichtig ist Microsoft die Personalisierung des Systems. Das solle auch für das Startmenü gelten, das sich die Nutzer nun weitestgehend selbst anpassen können.

Universalapps im Fenster

Universelle Apps wird es plattformübergreifend geben - ARM und x86-Architekturen sollen zusammenfinden. Diese Apps, aktuell starten sie ausschließlich im Vollbild, werden mit Windows 10 auch im Fenster laufen. Der Nutzer kann mit herkömmlichen und Universal-Apps gleichzeitig arbeiten. Die "unterschiedliche Umgebung", von der Microsoft beim Laufverhalten der universellen Apps spricht, wird aufgeweicht, sodass der Anwender mit Maus und Tastatur wie gehabt arbeiten kann.

Windows 10 - Taskview

In der Taskleiste findet sich der neue Button für "Taskview". Diese Funktion soll das Multitasking verbessern. Anwender erhalten schnellen Zugriff auf ihre virtuellen Desktops und die dort geöffneten Anwendungen. Virtuelle Desktops, eine offenbar von Linux abgeschaute Fähigkeit, sind ebenfalls eine Neuerung bei Windows 10. Profi-Nutzer können so deutlich effektiver mit noch mehr gleichzeitig geöffneten Programmen arbeiten und Microsoft bietet ihnen zahlreiche Erleichterungen bei der Bedienung.

Windows bietet Powernutzern neue Funktionen

Ebenfalls verbessert werden soll die Kommunikation des Anwenders per Tastenkombination. Powernutzer können sich also über eine bessere Interaktion mit dem Betriebssystem freuen. Und nachdem Microsoft die Kommandozeile fast schon aufgegeben hatte, feiert sie in Windows 10 ein Revival mit neuen Möglichkeiten.

Per Touch wird gekachelt

Die bei Windows 8 so polarisierende Kachel-Oberfläche soll laut Microsoft nur dann in den Vordergrund rücken, wenn ein Endgerät mit Touchdisplay genutzt wird. Ein Tablet beispielsweise oder ein Smartphone. Ein dynamischer Modus erkennt, ob ein Tablet in eine Dockingstation gesteckt wird und schaltet automatisch auf den Desktopmodus um, sobald das Tablet als Notebook genutzt wird.

Windows 10 Technical Preview erhältlich

Bereits kurz nach der Windows-Präsentation ist eine Vorabversion von Windows 10 zum freien Download verfügbar. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Technical Preview, eine Version, an der noch sehr stark gefeilt wird. Von einer Beta Ausführung oder gar einem Release Candidate ist diese Version noch weit entfernt. Für produktives Arbeiten sollte diese Preview daher nicht genutzt werden. Windows 10 wird erst im Jahr 2015 auf den Markt kommen, Mitte des Jahres dürfte noch eine anwenderfreundlichere Testversion folgen.

Fazit: Microsoft will seine Kunden mit Windows 10 begeistern

Sicher, das ist der Wille hinter jeder Betriebssystempräsentation. Kein Hersteller wird ein Betriebssystem mit den Worten "Na, da wollen wir die Nutzer mal kräftig ärgern" entwickeln - wobei das bei Windows Vista und Windows 8 nicht so sicher schien. Windows 10 hingegen soll das beste der zwei Welten vereinen und sowohl Anhänger von Windows XP und Windows 7 als auch Fans des kacheligen Windows 8 zusammenbringen.

Zusätzlich spart sich Microsoft die Entwicklung von Mobilversionen, indem RT und Windows Phone in Windows 10 aufgehen. Ein Windows für alle Zwecke, das ist Microsofts Zielvorgabe. Nur logisch ist dabei der Schritt, auch die Spielkonsole XBox One mit Windows 10 zu versehen. Für Spieler sicher keine schlechten Neuigkeiten, erleichtert das doch die Konvertierung von Spielen auf den PC.

Doch Microsoft muss sich auch etwas einfallen lassen. Zu viel ist auf dem Markt geschehen, zu sehr ändern sich die Spielregeln. Android und iOS feiern regelmäßig neue Verbreitungsrekorde, der Umsatz mit Desktops und Notebooks hingegen ist so stark rückläufig, dass sich Hersteller wie Samsung und Sony aus dem Geschäft zurückziehen. Hier hat Microsoft mit dem oft ungeliebten Windows 8 großen Schaden angerichtet. Windows 10 soll also nicht nur alte Kunden zurückbringen, sondern auch den Ruf des Unternehmens retten. Es ist eine schwere Aufgabe für Microsoft. Die ersten Tage mit der sehr unfertigen Technical Preview von Windows 10 deuten aber auf ein überzeugendes Betriebssystem hin. Und auf ein erfolgreich wirkendes System für Tablets, Smartphones und Computer.

Windows 10, die größten Neuerungen

  • Ein Windows, alle Geräte. Windows 10 bietet ein Nutzererlebnis vom Smartphone bis zur Spielekonsole.
  • Apps können universell auf allen Geräteklassen genutzt werden. Über die Steuerung müssen sich die Entwickler indes noch einigen.
  • Das erweiterte Startmenü soll Windows-8-Verweigerer glücklich machen und bietet tatsächlich die Vorzüge eines klassischen Startmenüs und die der Livetile-Kacheln.
  • Apps im Usermodus - Universelle Apps aus dem Store laufen nun auch im Fenstermodus und auf dem Desktop. Zudem lässt sich ihre Größe nun individuell anpassen
  • Verbesserte Snap-Funktion. Bis zu vier Snaps gleichzeitig werden nun mit dem nützlichen Tool angelegt.
  • Multible-Desktops. Mehrere virtuelle Desktops lassen sich anlegen und bequem nutzen. Profis können so mit deutlich mehr Anwendungen gleichzeitig hantieren.
  • Identifikationsschutz. Eine zweifache Prüfung basierend auf einer Smartcard soll den Anmeldeprozess sicherer machen.
  • Verbesserungen zum Schutz vor Datenverlusten. Innerhalb von Apps und Dateien soll der Schutz vor Datenverlusten größer werden, unabhängig vom eingesetzten Device.
  • Malware-Schutz für Apps. Bereits eingebaut werden soll ein Schutz vor Malware für Unternehmen. Diese können einzelne Apps für den Unternehmenseinsatz freigeben und andere sperren.
  • Vereinfachte Bereitstellung. Updates für Windows 10 stehen einfacher zur Verfügung und verzichten wenn möglich auf Neustarts.
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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