Dank Windows Update Pack 2014 immer aktuelle Setup-DVDs

Diese Tools bringen Ihr Windows-Setup-Medium auf den neuesten
Stand.
Bild 1 von 6

Diese Tools bringen Ihr Windows-Setup-Medium auf den neuesten Stand.

© Acer

Updates sind für Windows elementar. Bei einer Neuinstallation nerven die zahlreichen Aktualisierungen jedoch. Wir zeigen, wie Sie ein aktuelles Setup-Medium erstellen können.

Auf Windows-Updates verzichten ist bei einem ans Internet angeschlossenen PC ein gefährliches Unterfangen. Angreifer nutzen Sicherheitslücken aus, die Macht über Ihren PC dürften Sie mit einem nicht aktualisierten Windows nur für sehr kurze Zeit behalten. Glücklicherweise führt Windows Updates auf Wunsch automatisch aus, sodass das System immer auf dem neuesten Stand ist. Bei einer Neuinstallation von Windows benötigt der frisch aufgesetzte Rechner allerdings eine sehr lange Zeit, um die zahlreichen Updates einzuspielen und zu installieren - inklusive vieler Neustarts. In dieser Zeit ist der Rechner Angriffen aus dem Internet größtenteils schutzlos ausgeliefert. Dazu kommt, dass Microsoft Endanwendern keine Tools anbietet, um ein aktualisiertes Windows-Installationsmedium zu erstellen.

Ein weiteres Problem: Wer Windows 7 auf einem aktuellen Rechner installiert, dem fehlen mit großer Wahrscheinlichkeit zahlreiche Treiber, die erst später Einzug in Windows gehalten haben. Immerhin ist Windows 7 mittlerweile schon wieder mehr als vier Jahre alt. Vor allem Einsteiger verzweifeln anschließend oft an der Treibersuche- und Installation für Netzwerkadapter oder Festplattencontroller.

All diese Probleme lassen sich umgehen, wenn Sie Windows nicht von einer veralteten Betriebssystem-DVD installieren, sondern von einem Datenträger mit allen Updates und benötigten Treibern. Wir zeigen, wie Sie eine solche DVD selbst erstellen können.

1. Windows Installationsdateien vorbereiten

Wichtigstes Handwerkszeug für den ersten Schritt ist eine vollwertige Windows-Setup-DVD. Eine Recovery-DVD reicht nicht aus! Auf dieser Webseite können Sie sich ein passendes DVD-Image legal herunterladen. Das Service Pack 1 ist bei diesen DVDs schon enthalten, Sie müssen nur, je nach Rechnertyp und Speichermenge, zwischen der 32-Bit-Version und einer 64-Bit-Version wählen. Rechner mit mehr als 4 GByte RAM benötigen ein 64-Bit-System, um den Speicher ansprechen zu können.

Für Windows 8 fehlt ein solcher Service leider, Sie benötigen also die Original-DVD. Die Download-Version lässt sich nicht einsetzen, da anstelle der Install.wim eine Install.esd enthalten ist.

Anschließend kopieren Sie den Inhalt von DVD oder ISO: Kopieren Sie den Inhalt des Windows-Datenträgers in einen Ordner auf der Festplatte, beispielsweise auf C:. Verwenden Sie möglichst einen solchen Ordner, da zu lange Ordnernamen den weiteren Prozess fehlschlagen lassen können.

Stellen Sie Treiber bereit: Benötigen Sie zusätzliche Treiber, beispielsweise für Netzwerkhardware oder die Grafikkarte, entpacken Sie die Treiberpakete in ein beliebiges Verzeichnis auf der Festplatte. Treiber, die als exe-Datei ausgeliefert werden, lassen sich allerdings nicht integrieren, Sie benötigen .sys- oder .inf-Dateien. Denken Sie bei Windows 7 auch an Treiber für USB 3.0, wenn Sie von einem USB-3.0-Stick booten möchten, sonst findet das Setup den Stick bei der Installation nicht.

Sichern Sie die Treiber: Soll das gerade erstelle Windows-Installationsmedium für den PC gedacht sein, an dem Sie gerade sitzen, dann können Sie die installierten Treiber auch mit dem Tool DriverBackup! sichern. Nach dem Start sucht das Tool die installierten Treiber - nach der Auswahl und einem Klick auf "Backup starten!" finden Sie im Zielverzeichnis für jeden Treiber ein Verzeichnis mit den nötigen inf- und sys-Dateien.

2. Neues Windows-Installationsmedium erstellen

Das kostenlose Programm Win Toolkit hilft Ihnen bei der Integration der Treiber und Updates in das Windows-Installationsmedium. Zwar ist das Win Toolkit englischsprachig und nicht sonderlich übersichtlich, dafür arbeitet es aber zuverlässig und kann sowohl mit Windows 7 als auch mit Windows 8 umgehen. Die folgende Beschreibung gilt für Windows 7 64 Bit, bei anderen Systemen weichen aber nur wenige Bezeichnungen vom beschriebenen Vorgehen ab.

Schritt 1: Entpacken Sie Win Toolkit und starten Sie das Programm. Wechseln Sie auf die Registerkarte "Main", dort klicken Sie auf "Update Catalog". Wählen Sie dort hinter "Type" Ihr Betriebssystem aus. Nun erscheint eine Liste mit den verfügbaren Updates. Im oberen Bereich stehen die wichtigen Updates, diese sind auch bereits ausgewählt. Weiter unten finden Sie die zusätzlichen Updates, zumeist nicht sicherheitsrelevante Aktualisierungen, Sprachpakete und zusätzliche Software. Diese können Sie deaktiviert lassen. Mit einem Klick auf "Download" laden Sie die gewählten Updates herunter.

Tipp: Die über "Update Catalog" heruntergeladenen Dateien lassen sich über die Schaltfläche "Update Installer" auch in ein laufendes System installieren. Das ist praktisch, wenn Sie mehrere PCs ohne erneuten Download mit Updates versorgen wollen.

Schritt 2: Klicken Sie nun auf "All-In-One Integrator". Benötigen Sie Treiber wie beispielsweise die für USB 3.0 oder Netzwerkadapter bereits bei der Installation, klicken Sie auf "Browser -> Browse for WIM" und wählen Sie die Datei boot.wim aus dem zuvor in Punkt 1 angelegten Systemordner (liegt im Verzeichnis "Sources"). Klicken Sie in der Liste unter "Image Name" auf "Microsoft Windows Setup (x64)". Klicken Sie auf "Continue (No Preset)" und gehen Sie unter "Basic" auf die Registerkarte "Drivers". Klicken Sie dort "Add -> Add Drivers" und wählen Sie die Ordner aus, in die Sie unter Punkt 1 die Treiber gespeichert haben. Mit einem Klick auf "Start" und "Accept" werden die Treiber in das Bootimage integriert.

Schritt 3: Klicken Sie wieder auf "All-In-One Integrator" und auf "Browse -> Switch to install.wim". Wählen Sie die zu installierende Windows-Version und klicken Sie auf "Skip No Preset". Auch hier können Sie Treiber, beispielsweise für die Grafikkarte, integrieren, die dann aber nicht beim Booten zur Verfügung stehen. Gehen Sie nun auf die Registerkarte "Updates + Language", klicken Sie auf "Add -> Add Updates + Subfolders" und wählen Sie den Ordner aus, in den Sie in Schritt 1 die Updates abgelegt haben.

Schritt 4: Unter dem Punkt "Advanced" können Sie Windows vorkonfigurieren. So können Sie beispielsweise Komponenten abwählen, die dann nicht mitinstalliert werden, beispielsweise der Media Player. Unter "Tweaks" ändern Sie die Einstellungen für Desktop und Explorer.

Schritt 5: Wenn Sie unter Punkt 1 eine ISO für Windows 7 Professional geladen haben, löschen Sie die Datei EI.cfg aus dem Verzeichnis "C:Source". Diese Datei enthält Informationen für die installierbaren Windows-Versionen, fehlt sie, können Sie bei der Installation zwischen Windows 7 Home Basic, Professional, Home Premium und Ultimate wählen - Sie benötigen aber auch einen dazu passenden Key.

Schritt 6: Zum Erstellen eines neuen Windows-Installationsmediums klicken Sie auf "ISO Maker". Wählen Sie unter "Folder" den Ordner mit den Installationsdateien aus. Vergeben Sie über "Browse" einen Namen und Ordner für die ISO-Datei und klicken Sie auf Start. Aus dieser ISO-Datei können Sie eine bootfähige DVD brennen. Einen bootfähigen USB-Stick, mit dem die Installation noch viel schneller als von DVD vonstattengeht, erstellen Sie unter "Intermediate" über die Schaltfläche "USB Boot Preparation". Wählen Sie in der Liste der gefundenen USB-Geräte den passenden Stick - steht dort in der Spalte "Bootable" der Eintrag "False", wählen Sie "Quick", sodass der Stick neu formatiert und bootfähig gemacht wird. Nun können Sie den Inhalt des Ordners mit den Windows-Dateien, in unserem Beispiel also C:Source, auf den USB-Stick kopieren.

3. Probleme mit Windows Update lösen

Unter Umständen funktioniert der Update-Dienst nach der Installation nicht korrekt. Nutzen Sie das Tool PC-WELT Fix Windows Update und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Rufen Sie anschließend "Windows Update" aus der Systemsteuerung auf und suchen Sie nach neuen Updates.

4. Automatische Software-Updates steuern

Windows-Update kümmert sich nur um Betriebssystem-Aktualisierungen, alle anderen Programme müssen Sie selbst aktualisieren. Die Autoupdate-Funktion vieler Programme ist aber nicht immer gewünscht. Hier hilft das Tool Update Freezer weiter. Es zeigt den Autoupdate-Status vieler Programme, sodass Sie das Autoupdate deaktivieren können - Sie können aber auch Zeitintervalle einstellen.

5. Software komfortabel aktualisieren

Das Tool Personal Software Inspector hingegen bringt Programme ohne Autoupdater auf den neuesten Stand. Das Programm sucht nach installierten Programmen und lässt Sie wählen, in welchen Abständen Updates heruntergeladen werden sollen.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
Kommentare
Top-Themen
Planen, Daten eingeben und auf den Drucker-Knopf drücken - fertig ist das Traumhaus. In Beckum wird das erste ...mehr
Mit der Software Pegasus sollen Journalisten, Menschenrechtler und Politiker gezielt ausgespäht worden sein. Die ...mehr
Auf Instagram gibt es nicht nur schöne Bilder, witzige Clips und dergleichen mehr. Kriminelle versuchen auch, über die ...mehr
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.