Test: Movavi Video Suite 8

Hübsch und übersichtlich: das Startfenster von Movavi Video
Suite 8
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Hübsch und übersichtlich: das Startfenster von Movavi Video Suite 8

 

Die Movavi Video Suite 8 ist ein echtes Multitalent in Sachen Video-Im- und –Export. Bei den Möglichkeiten zur Filmbearbeitung bleibt die Software etwas hinter den Erwartungen zurück. Dafür ist die Bedienung äußerst einfach.

Nach problemloser Installation will die Software aktiviert werden - dazu ist eine Internetverbindung nötig. Alternativ kann man eine E-Mail an den Hersteller senden und dann auf den Registrations-Code warten. Beim Testen kam die Antwort bereits nach einer knappen Stunde.

Im übersichtlichen Startfenster lassen sich die einzelnen Anwendungen auswählen, die sich allerdings durchweg etwas Zeit nehmen, bevor sie zu Verfügung stehen. Der Videokonverter unter „ Video & Audio konvertieren“ akzeptiert Videodateien aller gängigen Formate und lädt DVD-Videos sowie Internet-Filmchen nach Eingabe einer passenden Adresse. Die Ausgabe erfolgt entweder als gerätespezifische Datei für portable Geräte oder in einem wählbaren Format. In beiden Fällen ist die Auswahl so vielfältig, dass keine Wünsche offen bleiben. Auch an Neueinsteiger in Sachen Video wurde gedacht. Am Anfang der Liste unter „Formate“ finden sich Einträge wie „Normales Video“ oder „Online-Video“. Verwirrend ist nur, dass Video- und Audio-Formate hier bunt gemischt aufgeführt sind. Auf Wunsch brennt Movavi die konvertierten Filme auch gleich auf eine DVD. Im Test arbeitete der Konverter einigermaßen flott und erzeugte qualitativ gute Videos. Nur beim Hochrechnen von SD-Material in HD-Videos (H.264 bis 1080p) ließ sich die Software viel Zeit. In den fertigen HD-Filmen traten zudem Ruckler auf. Gut dagegen: Beim Umwandeln vom 4:3- ins 16:9-Format verzerrte der Konverter den Bildinhalt nicht. Praktisch ist auch, dass die zuletzt genutzten Varianten unter dem Reiter „Kürzlich“ gespeichert werden und somit schnell verfügbar sind.

Hübsche Diashows erhält man mit der Movavi Video Suite bereits nach wenigen Mausklicks. Die hinzugefügten Bilder lassen sich drehen, werden dann aber bei 90 und 270 Grad stark verzerrt dargestellt. Zum Aufpeppen bringt die Anwendung etliche Übergangs-Effekte mit, die aber nicht frei wählbar sind. Entweder man entscheidet sich für ein und denselben Effekt für die ganze Diashow oder man überlässt einem Zufalls-Generator die Auswahl. Der Einfluss auf die Hintergrundmusik beschränkt sich auf die Auswahl einer oder mehrerer Titel – je nach Länge der Schau. Möglichkeiten zur Bearbeitung finden sich keine, nicht einmal weiches Ein-/Ausblenden ist vorgesehen. Nach Klick auf „Online Video Download“ startet eine Anwendung, die nur Funktionen bereit stellt, die man auch unter „Video & Audio konvertieren“ findet.

Fazit: Movavi ist eine sehr einfach zu bedienende Multimedia-Suite, die keinerlei Vorkenntnisse erfordert. Fortgeschrittene stoßen beim Funktionsumfang aber an schnell Grenzen.

Alternative: Win On CD 2010 ( www.roxio.de) liegt preislich auf dem gleichen Niveau, bietet aber deutlich mehr Funktionen.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,0
Bedienung (35%): Note 1,0
Dokumentation (5%): Note 3,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 3,0

GESAMTNOTE: 2,2

Anbieter: Movavi
Weblink: www.movavi.de
Preis: 47 Euro
Betriebssysteme: Windows XP, Vista, Win 7
Plattenplatz: ca. 235 MB

Klassische Bedienerführung beim Videoschnitt

Zum Video-Schnitt gelangt man über „Video bearbeiten“. Die Bedienoberfläche ist klassisch aufgebaut: links oben das Vorschaufenster, rechts daneben eine Funktionspalette für Import, Medienbrowser und Export und unten die Timeline. Beim Import von Videos akzeptierte Movavi alle gängigen Formate inklusive AVCHD und Flash-Videos, sowie die Zuspielung vom DV-Camcorder. Die Timeline beinhaltet beim Start eine Video- und eine Titelspur für Text sowie zwei und Audiospuren. Gut: Es können beliebig viele Video- und Audiospuren hinzugefügt werden. Allerdings werden Szenen nur in der ersten Videospur als Storyboard-Miniaturen dargestellt. Die wenigen Effekte zieht man einfach per Drag&Drop auf die gewünschte Szene. Wenigstens lassen sie sich individuell über die Anpassen-Schaltfläche per Schieberegler variieren. Auch bei den Übergängen kann der Anwender nach Wunsch eingreifen. Der Titel-Editor kommt ohne Gestaltungsvorlagen und ist auf Systemschriften bei freier Positionierung sowie wählbarer Füll- und Umriss-Farbe beschränkt. Immerhin gibt es einige Titelanimationen, bei denen sich die Geschwindigkeit des Bewegungsablaufs verändern lässt. Den fertigen Film kann man in diversen Formaten speichern oder auf CD/DVD brennen. Menüvorlagen muss man aber zuerst von der Website des Herstellers herunter laden und installieren.

Unter „Videos schneiden“ verbirgt sich ein Programm zum Trimmen und Teilen von Filmmaterial. Je nach Wunsch verrichtet dieser Dienst seine Arbeit manuell oder automatisch und hilft beim Aufteilen oder beim Herausschneiden nicht benötigter Sequenzen. Hilfreich ist diese Anwendung bei der Größenanpassung an ein vorliegendes Medium. Das mitgelieferte Brenn-Tool - zu finden unter „CD/DVD erstellen“ - ist selbsterklärend und erstellt Daten-, Audio- und Video-Scheiben sowie Sicherungskopien. Der bordeigene Medien-Player rundet den Lieferumfang ab.

Quelle: In Zusammenarbeit mit www.pcwelt.de
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