Mieter zahlen drauf

In Wohnungsfragen sind sich viele immer noch nicht sicher: Mieten oder kaufen?
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In Wohnungsfragen sind sich viele immer noch nicht sicher: Mieten oder kaufen?

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Wo ist das Geld besser angelegt? Auf dem Kapitalmarkt oder in den eigenen vier Wänden. Die Stiftung Warentest hat verschiedene Modellrechnungen angestellt.

Langfristig ist die Investition in eine Immobilie gewinnbringender als eine Kapitalmarktanlage. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die die Ergebnisse in der Zeitschrift "Finanztest" veröffentlicht.

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Immobilien sind wieder attraktiv. Wer genug Kapital hat, sollte nach Analysen von Stiftung Warentest jetzt in ein Eigenheim oder eine vermietete Eigentumswohnung investieren. Dank der günstigen Zinsen stehen Käufer auf Dauer fast immer besser da als Mieter und haben in eine stabile Geldanlage investiert. Auch mit einer vermieteten Eigentumswohnung kann man, bei guter Lage und angemessenem Preis, Geld verdienen.

Immobilienmarkt stabil
In einer Untersuchung hat "Finanztest" die Preise für Eigenheim und vermietete Eigentumswohnungen ermittelt. Der Wohnungskäufer erzielt dabei seinen Ertrag aus der Wertsteigerung der Immobilie und der Miete, die er spart. Nebenkosten für Heizung Strom und Wasser sind für Käufer und Mieter gleich. In der ersten Zeit hat der Mieter, der sein Geld lieber anlegt, einen Renditevorsprung, wenn man von vier Prozent Ertrag ausgeht. Doch der Käufer eines Eigenheims steht schon nach sechs Jahren besser da als der Mieter. Noch größer wird der Vorteil nach 26 Jahren, wenn der Kredit getilgt ist. Natürlich hängt die Rechnung am Ende davon ab, wie sich der Markt entwickelt. Die Preise der Immobilien in Deutschland haben sich aber als stabil erwiesen und waren nicht wie teilweise im Ausland völlig überteuert.

Lieber vermieten als mieten
Auch der Kauf einer vermieteten Wohnung als Kapitalanlage lohnt sich, wenn der Preis in einem guten Verhältnis zu den Mieteinnahmen steht und, wie im Moment, die Zinsen niedrig sind. "Finanztest" hat die durchschnittlichen Kauf- und Mietpreise für 65 bis 80 Quadratmeter große 3-Zimmer-Wohnungen in mittleren Lagen in 45 deutschen Städten aufgelistet und die Mietrendite berechnet. In Bremen lässt sich zum Beispiel eine Mietrendite von 7,3 Prozent erzielen, in Saarbrücken hingegen bei gleichem Kaufpreis 5,22 Prozent.

Niedriges Zinsniveau
Dass Häuser und Eigentumswohnungen zur Zeit lohnende Kaufobjekte geht auch aus der LBS-Wohnungsmarktanalyse 2009 hervor. "Gerade in der Krise erweisen sich Immobilien als wertstabil", betonte Verbandsdirektor Hartwig Hamm bei der Vorstellung der Wohnungsmarktanalyse Mitte Juni. Sie stellten eine sichere Anlageform dar, und bei dem aktuell niedrigen Zinsniveau sei Kaufen häufig schon von Anfang an günstiger als Mieten. Angesichts des schwachen Wohnungsneubaus müsse im übrigen damit gerechnet werden, dass das Angebot in den nächsten Jahren eher knapper und teurer werde.

Autor: Richard Lamers

Quelle: freenet.de
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