Riestern fürs Eigenheim: Bezahlt wird am Schluss

Riestern fürs Eigenheim: Bezahlt wird am Schluss
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Riestern fürs Eigenheim: Bezahlt wird am Schluss

 © Getty Images
08.03.2012 - 12:30 Uhr

Wohneigentum fürs Alter wird als zusätzliche private Altersvorsorge gefördert. Die so genannte Eigenheimrente (Wohn-Riester) schafft einige Möglichkeiten.

Wer in ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung investieren will, kann dafür schon vor Rentenbeginn seine kompletten Riester-Ersparnisse nutzen.

Wohn-Riester für die Immobilie
Wohn-Riester geht ganz einfach mit einem bereits bestehenden Riester-Vertrag. Ob Fondssparplan, klassische oder fondsgebundene Riester-Rente: Ist die passende Immobilie gefunden, kann das angesparte Guthaben, zum Beispiel 50.000 Euro, komplett für den Kauf oder den Bau eines Eigenheims ausgegeben werden. Diese 50.000 Euro werden auf einem fiktiven Wohnförderkonto erfasst und bis zum Rentenbeginn mit zwei Prozent jährlich verzinst. Eine Rückzahlung des entnommenen Betrages ist nicht zwingend erforderlich, bleibt aber möglich. Wer auch nach der Entnahme weiter von der Riester-Förderung profitieren möchte, zahlt einfach den erforderlichen Mindesteigenbeitrag wie vor der Entnahme in seinen bestehenden Riester-Vertrag. Mit Beginn der Rente steht dann neben dem Wohneigentum auch noch eine Geldrente zur Verfügung.

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Vertrag neu abschließen
Auch wer noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, kann die staatliche Riester-Förderung für den Immobilienkauf nutzen. Wird ein Darlehen aufgenommen, hilft Riester bei der Tilgung: Auch die Tilgungsbeiträge werden auf einem fiktiven Wohnförderkonto erfasst und wie Sparbeiträge zur Riester-Rente behandelt. Das bedeutet, jährlich 154 Euro Grundzulage und 185 beziehungsweise 300 Euro pro Kind. Damit verringert sich der monatliche Eigenbeitrag, den der neue Hausbesitzer an die Bank zurückzahlen muss. Auch bei dieser Variante wird das Wohnförderkonto mit zwei Prozent jährlich verzinst.

Steuern sind später fällig
Die Beträge sind in der Sparphase wie bei allen Riester-Produkten steuerfrei. Erst in der Auszahlungsphase werden die Leistungen besteuert. Wann die Auszahlungsphase beginnt, wird bei Vertragsschluss vereinbart. Sie muss aber zwischen dem 60. und 68. Lebensjahr liegen. Da das Einkommen dann zumeist geringer ist, fällt der individuelle Steuersatz niedriger aus. Bei der Versteuerung gibt es zwei Möglichkeiten: Wer die Steuerschuld auf einen Schlag begleicht, versteuert nur noch 70 statt 100 Prozent des geförderten Kapitals. Förderberechtigte können sich aber auch für die nachgelagerte Besteuerung entscheiden. Dann wird das geförderte Kapital über einen längeren Zeitraum (bis zu 25 Jahre) verteilt besteuert. Von der persönlichen Situation des Steuerpflichtigen hängt ab, ob in diesem Fall überhaupt eine Steuer zu zahlen ist. Die nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase wird in beiden Fällen durch die Bildung eines "Wohnförderkontos" gewährleistet. Auf diesem "Konto" werden die in der Immobilie gebundenen steuerlich geförderten Beiträge erfasst. Sie bilden die Grundlage für die spätere Versteuerung, die mit der vertraglich festgelegten Auszahlungspase im Alter beginnt.

Abgeltungssteuer adé
Riester-Produkte sind auch von der Abgeltungsteuer befreit. Wer mit Aktien, Investmentfonds und Zertifikaten fürs Alter vorsorgen will, muss seit Anfang diesen Jahres 25 Prozent Abgeltungsteuer einkalkulieren. Ein Fondssparplan à la Riester könne da ein kreativer Ausweg sein. Auch wer nicht förderberechtigt ist oder bereits in eine Riester-Rentenversicherung oder einen -Banksparplan einzahlt, kann einen Riester-Fondssparplan abschließen. Zwar werden dann nicht die staatlichen Zulagen gezahlt, aber so kann die Abgeltungsteuer auf die Fondsgewinne gespart werden.

Quelle: freenet.de
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