Sonnenergie macht sich bezahlt

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25.06.2010 - 10:17 Uhr von Martin Rüberg

Die Nutzung von Sonnenergie ist politisch und ökologisch gewünscht. Daher gibt es Förderprogramme für Hausbesitzer, die ihr Eigentum mit einer Solaranlage ausstatten. Neben großzügigen Zuschüssen und Krediten kann man auch noch nebenberuflich zum Solar-Unternehmer werden.

Wärme oder Strom
Etwa jeder fünfte Hauseigentümer hat großes oder sehr großes Interesse an der Solarthermie, so das Ergebnis einer Verbraucherstudie der Initiative Solarwärme Plus. Doch viele Eigenheimbesitzer kennen den Unterschied zwischen Solarwärme und Solarstrom, Fotovoltaik genannt, nicht genau. Eine Fotovoltaik-Anlage wandelt die Sonnenstrahlen in elektrische Energie um. Diese wird in der Regel gegen eine Vergütung in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Eine solarthermische Anlage hingegen gewinnt aus der einfallenden Sonnenstrahlung Wärmeenergie, die direkt im Haus zur Warmwasserbereitung genutzt wird. Solarwärmeanlagen mitsamt den Kollektoren unterscheiden sich auch optisch von Fotovoltaik-Anlagen. "Ob eine Anlage Solarstrom oder Wärme erzeugt, kann man ganz einfach feststellen", klärt Experte Thomas Drinkuth von der Initiative Solarwärme Plus auf. "Solarmodule für die Stromerzeugung sind flacher als Kollektoren für die Wärmegewinnung. Zudem sind die kleinen Solarzellen der Fotovoltaik-Anlage deutlich erkennbar, während Solarwärme-Kollektoren entweder eine einheitlich dunkle Oberfläche haben oder aus einzelnen Glasröhren bestehen."

Die Sonne stellt keine Rechnung
Eine Solarwärmeanlage liefert in den warmen Monaten genug Energie, um den Trinkwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Größere Anlagen können auch einen Teil der Raumwärme mit abdecken. Allerdings benötigen Solaranlagen immer ein zusätzliches Heizsystem. Gut geeignet sind dazu beispielsweise effiziente Brennwertgeräte, Holzheizungen oder Wärmepumpen. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist eine Kollektorfläche von vier Prozent der Nutzfläche ausreichend. Das wäre bei einem typischen 150 Quadratmeter Neubau eine Solaranlage mit sechs Quadratmeter Kollektoren. Vorteil der Solaranlagen: Die Sonne stellt keine Rechnung.

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Solarwärme: der "Allrounder"
Im Jahresdurchschnitt liefern Solarthermische Anlagen rund 60 Prozent der für warmes Wasser benötigten Energie, in den Sommermonaten in der Regel sogar 100 Prozent. Die Heizung kann dann komplett ausgeschaltet werden. Größere Solarwärmeanlagen können zudem in Frühjahr und Herbst die Raumheizung unterstützen und so in einem energieeffizienten Haus bis zu 20 Prozent der insgesamt benötigten Heizenergie liefern. Optimale Voraussetzungen für einen guten Solarertrag bietet eine nach Süd-West bis Süd-Ost ausgerichtete, unverschattete Dach- oder Fassadenfläche. Rund 4.000 Euro muss man für eine kleine Solarwärmeanlage zur Wassererwärmung einplanen, weitere 4.000 Euro für die zusätzliche Heizungsunterstützung. "Die Heizungsumstellung auf Brennwerttechnik mit Solaranlagen kann bis zu 30 Prozent Energiekosten einsparen. Bei einem typischen Einfamilienhaus aus den 70er Jahren können das bis zu 1.000 Euro im Jahr sein", erläutert Felicitas Kraus, Bereichsleiterin bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Die KfW Förderbank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bieten Zuschüsse und zinsgünstige Finanzierungskredite an.

Förderung von Fotovoltaik-Anlagen
Der Finanzierungsanteil für die die Installation einer Fotovoltaik-Anlage kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten betragen, maximal 50.000 Euro. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Betreiber von Fotovoltaik-Anlage eine für 20 Jahre feste Vergütung für Strom, den sie ins öffentliche Netz einspeisen. Bis 2030 beträgt dieser Wert 31 Cent pro Kilowattstunde und ist gesetzlich garantiert. Zum Vergleich: An der Strombörse EEX wird eine Kilowattstunde zu rund fünf Cent gehandelt.


Kosten einer Fotovoltaik-Anlage
Dem stehen Kosten entgegen, die laut Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) zwischen 4.500 Euro und 6.000 Euro pro Kilowatt Leistung inklusive Installation liegen. Diese variieren beispielsweise je nach Installationsart und örtlichen Gegebenheiten. Die durchschnittliche Lebensdauer von Photovoltaikmodulen liegt bei 30 bis 40 Jahren. Generell ist eine Photovoltaikanlage wartungs- und störungsarm.

Quelle: freenet.de
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