Tipps und Tricks zum Thema Brennholz

Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert.
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Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert.

 © Getty Images

Heizen mit Holz ist nicht nur gemütlich und romantisch, sondern auch kostengünstig. Mit dem richtigen Holz können Sie bis zu ca. 30-50% Ihrer Energiekosten einsparen – je nach Höhe des Öl- oder Gaspreises. Aber nicht jedes Holz brennt gleich gut und auch bei der Lagerung ist einiges zu beachten. Denn Holz ist nicht gleich Holz.

Wie wähle ich das richtige Brennholz aus?

Bedenken Sie beim Kauf, dass Brennholz aus heimischen Wäldern Arbeitsplätze schafft und die regionale Wirtschaft stärkt. Brennholzkauf ist Vertrauenssache, kaufen Sie daher nur dort Ihr Brennholz, wo Sie auch eine Quittung oder Rechnung erhalten können. Denn wenn Sie legal Brennholz kaufen, sind Sie abgesichert gegen zu feuchtes Holz und unangenehme Nachfragen des Schornsteinfegers – oder des Finanzamtes.

Wie erkenne ich gutes Brennholz?

Brennholz sollte:

  • trocken und sauber sein und einen neutralen Geruch haben
  • frei von Ungeziefer und Belägen oder Verfärbungen sein
  • nicht über 10% Mischholz enthalten

Wie zünde ich Holz richtig an?

Machen sie das sogenannte "Topfeuer": Das dicke Scheitholz kommt ganz nach unten, das dünnere in die Mitte. Oben wird das Anzündholz mit dem Anzünder angemacht. Das Feuer brennt von oben nach unten, der Brennvorgang ist auf diese Weise sauberer.

Welche Menge Holz brauche ich?

Die Berechnung des Holzverbrauchs im Winter ist kompliziert. Zum Glück gibt es Erfahrungswerte: Ein Haushalt in einem 1-Familienhaus verbraucht im Durchschnitt, je nach Winterstrenge und Wärmeempfinden, 5-10 geschüttete Kubikmeter bestes Buchenholz pro Winter. Das ist der Idealfall, wenn das Potenzial eines hochwertigen Ofens voll ausgeschöpft wird und die Hausheizung auf Stand-By läuft.

Das rechte Maß: Der Unterschied zwischen Schütt- und Raummeter

Der Schüttraummeter (SRM) meint die Menge an Holzscheiten, die einen Würfel von einem Kubikmeter Größe füllt. Weil die Scheite nicht platzsparend geschichtet sind, bleiben immer Zwischenräume und die Anzahl der Scheite pro Kubikmeter schwankt. Deshalb ist der Schüttraummeter kein amtliches Maß.

Auch der Raummeter (RM) bezieht sich auf den Kubikmeter, allerdings sind hierbei die Zwischenräume minimal, weil die Scheite geschichtet sind. Der Raummeter enthält daher in jedem Fall mehr Holz als der Schüttmeter.

Umrechnung: 1 Schüttraummeter (SRM) = 0,75 Raummeter / Ster (RM)

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Die Qual der Wahl: Die richtige Baumart finden

Die verschiedenen Holzarten teilen sich auf in Hart- und Weichhölzer. Buche, Esche, Eiche und Birke gehören zu den Harthölzern (siehe Vergleich rechts).

Die Weichhölzer der Nadelbäume sind weniger dicht und brennen schneller ab. Allerdings haben Sie einen höheren Brennwert und wärmen deshalb die Räume schneller auf. Unter den Nadelhölzern sind Douglasie und Kiefer besonders zu empfehlen. Beide riechen besser und verbrennen langsamer als ihre Weichholz-Konkurrenz. Zu erwähnen ist auf jeden Fall noch das schöne Knistern beim Verbrennen.

Nadelholz ist auch keine Gefahr für Ofen und Schornstein. Dieses Vorurteil kommt noch aus Zeiten, in denen Holz nicht getrocknet wurde. Nadelholz hat auf das Kilo gerechnet eine größere Heizleistung und ist daher bei Holzbriketts besonders zu empfehlen.

Harthölzer im Vergleich

  • Buchenholz ist sehr dicht und deshalb besonders ergiebig. Eine ganz ähnliche Qualität hat die Esche.
  • Eichenholz brennt ebenfalls langsam und hält die Glut lange.
  • Birkenholz versprüht wenig Funken und ist deshalb besonders für offene Kamine geeignet.

Wie lagere ich Holz?

Holz bevorzugt Trockenheit und Wind, direkten Bodenkontakt sollten Sie vermeiden. Außerdem sollten Sie nicht zu eng stapeln, weil sich sonst Feuchte bilden kann. Kammergetrocknetes Holz hingegen können Sie im Haus lagern.


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Warum muss das Holz trocken sein? Wie trocken muss das Holz sein?

Je trockener das Holz, desto höher der Heizwert. Liegt die Feuchtigkeit im Holz über 20%, geht beim Verbrennen Heizenergie verloren. Jedes Prozent weniger Feuchtigkeit im Holz bringt Ihnen 4-5% mehr Heizleistung. Außerdem setzt die Verbrennung von trockenem Holz weniger Feinstaub und Schadstoffe frei. Feuchtes Holz erkennen Sie spätestens, wenn es beim Verbrennen zischt.

Holz kann auf verschiedene Arten getrocknet werden. Ob Sie lieber kammer- oder luftgetrocknetes Holz verbrennen wollen, entscheiden Sie am besten zusammen mit einem qualifizierten Holzhändler. Kammertrocknung garantiert Ihnen auf jeden Fall eine niedrige Restfeuchte und ist ungezieferfrei. Die Holzhändler des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion stehen für Qualitätsbrennholz und können sie über Trocknung und Restfeuchte fachkundig informieren.

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Quelle: MyHammer.de
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